Abtauchen auf einer Höhe von 44 Meter

Ein sehr ungewöhnliches und gleichzeitig ein sensationelles Erlebnis hatten vor wenigen Tagen 20 Feuerwehrtaucher im oberösterreichischen Asten.

Nachdem einer der drei Faultürme der LINZ AG-Regionalkläranlage Linz-Asten einer Generalsanierung unterzogen worden war, konnten die Taucher zum Abschluss der Arbeiten im mit Wasser befüllten Turm abtauchen.

Der Einsatzort war wahrlich ungewöhnlich.

Dort wo üblicherweise 10.000 Kubikmeter Faulschlamm bei einer Temperatur von 37°C „anaerob stabilisiert“ werden, wie es in der Fachsprache heißt, stiegen die Feuerwehrtaucher in der Höhe von 44 in den Turm ein, um abzutauchen. 

Der Faulturm wurde zum Abschluss der Sanierung mit Brunnenwasser gefüllt.  Dieser Vorgang ist notwendig, damit der Faulturm wieder in Betrieb genommen werden kann, so DI Thomas Gamperer, Leiter der Regionalkläranlage Linz-Asten, LINZ AG ABWASSER.

Alle 10-15 Jahre muss ein Faulturm inspiziert werden und nach nun 40 Jahre Betrieb musste an einen Faulturm eine Generalsanierung durchgeführt werden. Dabei wird der eiförmige, 44 Meter hohe Gigant innen von oben bis unten überprüft und die Leitungen werden erneuert.  Über eine Woche lang wurde der Turm langsam mit klarem Grundwasser gefüllt.

Anfang September war es dann soweit. 20 Tauchen konnten in Gruppen von zwei bis vier Taucher über eine Leiter, gesichert mit einer Absturzsicherung durch ein 80 cm großes „Mannloch“ in den Faulturm einsteigen.

Im klaren, 12 Grad kalten Wasser, schwebten die Taucher in die „stockfinstere“ Tiefe hinab. Durch das Verwenden einer Unterwasserlampe konnten sie die Umgebung bis in eine maximale Tauchtiefe von 38,5 Meter ausleuchten und erkunden. 

Es war ein absolut beeindruckendes Taucherlebnis, so die einhellige Meinung aller Taucher.

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Abtauchen auf einer Höhe von 44 Meter
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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