OÖ Jungbauern: Ist das auf deinem Mist gewachsen?

Alleine entlang den oberösterreichischen Autobahnen wurde 2017 über 250 Tonnen Müll durch Asfinag Mitarbeiter entfernt. Etwa 400 Tonnen Abfallreste werden jährlich neben Landesstraßen entsorgt. Mit der „Müllerntekrone“ und der „Ist das auf deinem Mist gewachsen?“ – Kampagne zeigen die oberösterreichischen Jungbäuerinnen und Jungbauern die immense Verschmutzung der Natur- und Lebensräume auf.

Müll in der Landschaft – muss das sein?

Immer mehr Menschen werfen ihren Abfall dort weg, wo er gerade anfällt. Nicht nur beim Spaziergang durch die Natur, sondern auch beim Autofahren. „Oft wird über die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastik und anderen Müll berichtet. Währenddessen wird auch bei uns Abfall achtlos in der Natur weggeworfen. Die Folgen für die heimische Landwirtschaft können verheerend sein. Vor allem entlang von viel befahrenen Straßen sind die Bäuerinnen und Bauern mit diesem Problem konfrontiert“, so Jungbauernlandesobmann Christian Lang.

Aber auch die heuer stark angestiegene Anzahl an Wanderern und Radfahrern hinterlassen oft Müll, der sich als große Gefahr für die Tierwelt darstellt.

Gefahr für Tier und Mensch
Neben Glasscherben und Plastikteilen sind vor allem Aludosen und Metallabfälle in den Wiesen und Feldern ein großes Problem für unsere Bäuerinnen und Bauern. Bei der Ernte werden die Dosen in kleine Teile zerschnitten, mit dem Erntegut eingefahren und anschließend an die Nutztiere verfüttert. Die spitzen Metallteile führen zu schweren inneren Verletzungen und zumeist zum Tod des Tieres. „Umweltschutz ist Tierschutz“, erklärt Lang, warum ihm dieses Thema ein so großes Anliegen ist.

Rückblick und Aussicht der OÖ Jungbauernschaft

Der Startschuss der „Anti – Littering“ – Offensive der OÖ Jungbauernschaft erfolgte mit der Müllerntekrone vor einem knappen Jahr.  Darauf gefolgt schossen die „Ist das auf deinem Mist gewachsen?“ – Mistgabeln in ganz Oberösterreich aus den Erdboden.
Auch die Reichweite der sozialen Medien wurde für die Bewusstseinsschaffung genutzt. Mehr als hunderttausend Menschen konnten erreicht und entsprechend über die Problematik aufgeklärt werden.

Zahlreiche Initiativen folgen nun dem Beispiel der OÖ Jungbauernschaft. „Die Bauernschaft leidet immens unter der Vermüllung von Wiesen und Äckern. Es wird Zeit, dass der bewussten Verschmutzung unserer Natur- und Lebensräume ein Riegel vorgeschoben wird“, freut sich Lang über jede Unterstützung, die die Bewusstseinsbildung in diesem Bereich fördert.

©OÖ Bauernbund
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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