6 Festnahmen und geklärter Verkauf von Marihuana und Kokain. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Bezirk Braunau

Ermittler der Kriminaldienstgruppe der PI Braunau konnten in einem mehrmonatigen Ermittlungsverfahren in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Ried insgesamt sechs Personen im Innviertel und Wien festnehmen.
Dabei wurde die illegale Aufzucht von mehreren Kilogramm Marihuana in einer professionell verbauten Indoorplantage sowie der Verkauf von insgesamt 19 Kilogramm Marihuana und 0,5 Kilogramm Kokain mit einem Straßenverkaufswert von etwa 240.000 Euro geklärt.
Bereits im April 2020 ergaben sich konkrete Hinweise auf eine bosnisch- österreichische Tätergruppierung um einen 36-Jährigen, einen 43-Jährigen und einen 53-Jährigen aus den Bezirken Braunau und Ried.
Im Zuge der Ermittlungen konnte festgestellt werden, dass im Bezirk Ried eine mehrere hundert Pflanzen umfassende Indoorplantage im Bereich einer Fischzucht betrieben und hierzu die nötigen Cannabispflanzen von weiteren Mittätern von Wien in das Innviertel geschmuggelt wurden.
Im Innviertel wurden die gelieferten Pflanzen hochgezüchtet, bevor das fertige Marihuana in Wien bzw. auch in Braunau gewinnbringend verkauft wurde. Dabei gingen die Betreiber der Plantage äußerst vorsichtig vor, wobei nur ausgewählte Personen die Plantage betreten durften und sich diese zur Verschleierung des Tatortes, Sicherheitsvorkehrungen, wie dem Anlegen von Augenbinden und Kopfhörern, beugen mussten.
Aus Gründen der Arbeitsteilung und aufgrund der Anbaugröße wurden unter anderem bosnische Arbeiter, welche bei einer Firma im Bezirk Ried angestellt waren, für die Ernte herangezogen.
Die weitere Strukturermittlung führten folglich in das Rotlicht- sowie Rockermilieu und schließlich auch nach Wien, wobei Mitte Juli sämtliche Beteiligten identifiziert werden konnten.
Somit erfolgten Mitte und Ende Juli 2020 koordinierte Zugriffe mit Unterstützung der EGS OÖ, dem LKA OÖ und der PI Mattighofen im Bezirk Ried, Braunau sowie Wien und Vösendorf.
Dabei konnten sämtliche am Suchtgifthandel führend beteiligte Personen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ried festgenommen werden. Zudem erfolgten mehrere Durchsuchungen, ua. von Privatwohnungen- Häusern und auch einem Bordell im Bezirk Braunau.
Insgesamt wurden sechs Personen festgenommen und 3,5 Kg Marihuana, Kokain in Straßenverkaufsmengen sowie 13.000 Euro an Drogengeldern sichergestellt.
Zudem konnten drei illegale Schusswaffen sowie 14 registrierte Schusswaffen mitsamt mehreren hundert Schuss Munition und eine verbotene Waffe vorgefunden und sichergestellt werden.
Drei Haupttäter dieser Gruppierung, ein 53 jähriger-, ein 43- jähriger und ein 25- Jähriger wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft Ried in die Justizanstalt Ried eingeliefert.
Fünf Personen werden wegen der Beteiligung am Suchgifthandel, mehrere Abnehmer und Subhändler wegen Übertretungen nach dem Suchtmittelgesetz der Staatsanwaltschaft Ried zur Anzeige gebracht.

Bezirk Urfahr-Umgebung

Badeunfall – 4-Jährige war unbeaufsichtigt im Wasser

Eine 4 –Jährige aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung spielte am 24. August 2020 um 17:30 Uhr unbeaufsichtigt im Feldkirchner Badesee III und trug dabei keine Schwimmhilfe. Zwei befreundete Pärchen aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung und aus Kärnten beobachteten die Situation aus dem Augenwinkel, da ihnen das Kind jung vorkam, sie dachten jedoch diese könne vielleicht doch schon schwimmen. Dann bemerkten sie jedoch, dass das Mädchen immer ruhiger wurde und sich schlussendlich überhaupt nicht mehr rührte. Der 28-jährige Kärntner reagierte am schnellsten und zog das Mädchen, welches zu diesem Zeitpunkt mit dem Gesicht nach unten im Wasser trieb, aus dem Wasser, wo es bereits wieder hustete. Nachdem er die 4-Jährige in die stabile Seitenlage brachte, übernahmen zwei zufällig anwesende Notärzte die Versorgung des Kindes.
Das Mädchen wurde nach der Erstversorgung vom ASB Feldkirchen mit dem Notarzt in das Kepler Uniklinikum nach Linz gebracht. Der Zustand dürfte zu diesem Zeitpunkt wieder stabil gewesen sein.

Rettungsaktion im Sengsengebirge

Bezirk Kirchdorf

Bereits am 20. August 2020 biwakierte ein 58-Jähriger aus dem Bezirk Steyr-Land auf dem Berg „Hoher Nock“ im Sengsengebirge. Am darauffolgenden Tag gegen 7 Uhr machte er sich auf den Weg zurück in Richtung Feichtauhütte und weiter Richtung Welchau, wo er absteigen und sich gegen 12:30 Uhr im Tal mit seiner Gattin treffen wollte.
Der Weg ist nach Angaben vom 58-Jährigen unmittelbar nach dem Plateau der Feichtauhütte nur sehr schlecht erkennbar. Der Mann, der dort noch nie abgestiegen war, verlor den Weg kurz nachdem die Flanke steiler wird und rutschte plötzlich auf dem hohen Gras aus. Er stürzte nach eigenen Angaben etwa 50 Meter über sehr steiles felsdurchsetztes Gelände ab und verletzte sich dabei leicht. Da er sich nicht mehr weiter traute, verständigte er gegen 9:45 Uhr die Polizei und wurde zur Rettung weiterverbunden. Dort erklärte er kurz seine Lage, ehe sein Telefon mit leerem Akku ausfiel.
Nach etwa 1 bis 1 ½ Stunden hielt es der 58-Jährige nicht mehr an der Unfallstelle aus, kletterte langsam zurück auf das Plateau und marschierte zur Polzhütte, um seine Gattin und die Einsatzkräfte verständigen zu lassen. Es dauerte aber noch eine Weile, ehe sie eine Telefonverbindung herstellen und die Meldung absetzen konnten.
In der Zwischenzeit befanden sich der Hubschrauber der Flugpolizei sowie der Bergrettungsdienst Molln im Einsatz. Der Mann konnte glücklicherweise von der Crew des Polizeihubschraubers auf der Polzhütte angetroffen werden.
Der 58-Jährige wurde, nachdem er sich etwas gestärkt hatte, mit dem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen, wo er von seiner Gattin abgeholt wurde.

Hochpreisige Fahrräder gestohlen

Bezirk Linz-Land

Ein bislang unbekannter Täter gelangte in der Nacht zum 24. August 2020 in Traun auf unbekannte Weise in den Keller eines Mehrparteienhaues, wo er das Schließblech der Tür zum Kellerabteil aufzwickte. Aus dem Kellerabteil stahl der Täter vier hochpreisige Fahrräder und Fahrradkomponenten im Gesamtwert von mehreren Tausend Euro.

14-jähriger Fahrraddieb gestellt

Bezirk Linz-Land

Am 23. August 2020 um 23:52 Uhr bemerkte eine Polizeistreife während des Befahrens der Westbahnstraße in Enns einen 14-Jährigen aus dem Bezirk Linz-Land, wie dieser auf dem Parkplatz ein Herrenfahrrad ohne Beleuchtung lenkte. Bei der Kontrolle betonte der Bursch, das Fahrrad nicht gestohlen, sondern nur für eine kurze Fahrt ausgeliehen zu haben. Nach dem Eintreffen der Mutter des 14-Jährigen am Kontrollort gestand der Beschuldigte dann ein, das Schloss des Fahrrades aufgebrochen zu haben. Während der Amtshandlung, bei der sich der Verdächtige unkooperativ zeigte, traf um 0:12 Uhr der Besitzer des Fahrrades, ein 38-Jähriger aus dem Bezirk Linz-Land, am Parkplatz ein. Dieser hatte gegen 14:40 Uhr das Fahrrad dort abgestellt. In der Folge wurde der Beschuldigte auf der PI Enns im Beisein seiner Mutter einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterzogen.

Bezirk Freistadt

Täter wies sich Opfer gegenüber mit Ausweis aus

Ein unbekannter Täter begab sich am 23. August 2020 um 20:45 Uhr im Bezirk Freistadt in ein Gasthaus und durchsuchte die Räume im 1. Stock. Dabei wurde der Täter vom Opfer, einer 25-Jährigen aus dem Bezirk Freistadt, wahrgenommen. Der Täter konnte vorerst vom Opfer angehalten werden. Dabei wies er sich mit einem Ausweis aus und flüchtete danach zu Fuß. Eine Fahndung verlief ergebnislos.

Der Unbekannte war ca. 180 cm groß, Glatze, Brillenträger, war bekleidet mit kurzer Hose, rotem T-Shirt, roten Schuhen und einer blauen Arbeitsjacke (Kurzarm) mit gelben Streifen.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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