Erfolgreiche Suchtmittelerhebungen – sieben Festnahmen. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Bezirk Vöcklabruck

Durch intensive, über ein Jahr dauernde Ermittlungen der Polizei Vöcklabruck in Zusammenarbeit der Polizei Linz und dem Landeskriminalamt konnte eine Tätergruppierung ausgeforscht werden, die im Verdacht stehen in etwa 100 Kilogramm Cannabis erworben und gewinnbringend weiterverkauft zu haben. Beim Zugriff am 7. Dezember 2019 wurden unter anderem ein Kilogramm Kokain und sieben Kilogramm Cannabiskraut im Straßenverkaufswert von etwa € 150.000,- sichergestellt und drei Personen inhaftiert. Mittlerweile wurden vier weitere Personen dieser Tätergruppierung inhaftiert und zu teilweise mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Im Frühjahr 2019 langten erste Hinweise bei den Vöcklabrucker Suchtgiftbeamten ein, dass ein 54-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden regelmäßig größere Mengen Cannabis und Haschisch im Bezirk Vöcklabruck und Gmunden verkauft. Die Hinweise verdichteten sich, dass der 54-Jährige regelmäßig nach Linz fuhr, Drogen kaufte und sich anschließend mit Personen im Bereich des Stadtgebietes von Linz traf, wobei alles auf Suchtgiftabnehmer hindeutete. Durch weitere Ermittlungen der Kriminalbeamten aus Vöcklabruck wurde schließlich ein Kellerabteil als Suchtgiftbunker identifiziert. Im November 2019 konnte ein Kontakt zu einem 53-Jährigen aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung festgestellt werden, der den Suchtgiftbunker mit Suchtgift befüllte, sodass am 7. Dezember 2019 gemeinsam mit Polizisten des Landeskriminalamtes ein koordiniertes Einschreiten durchgeführt wurde. Dabei konnte der 54-Jährige im Besitz von Suchtgift festgenommen werden. In der Wohnung des 53-Jährigen konnte umfangreiches Beweismaterial und € 6.800,- Bargeld, welches aus Suchtgift-Verkäufen stammt, sichergestellt werden. Beim ebenfalls festgenommenen Abnehmer von dem 54-Jährigen, einem 24-Jährigen aus Linz, konnte ebenfalls noch Suchtgift sichergestellt werden. Im Suchtgiftbunker vom 53-Jährigen konnten Cannabiskraut, Kokain und € 3.400,- Bargeld sichergestellt werden. Am 12. Dezember 2019 konnte schließlich auch eine 48-Jährige aus dem Bezirk Linz-Land, eine weitere Großabnehmerin von dem 53-Jährigen, in ihrer Wohnung festgenommen und Suchtgift sichergestellt werden. Wie die Erhebungen zeigten, besorgte der 53-Jährige das Suchtgift und deponierte es im Bunker, den er eigens unter einem falschen Namen angemietet hatte. Seine beiden Großabnehmer, der 54-Jährige und die 48-Jährige, konnten sich jederzeit Suchtgift aus dem Bunker nehmen. Ein 52-Jähriger, ebenfalls aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung, konnte schließlich am 14. Februar 2020 festgenommen werden. Er ist verdächtig, von dem 53-Jährigen insgesamt etwa 17 Kilogramm Cannabis und 15 Gramm Kokain erworben und großteils gewinnbringend weiterverkauft zu haben. An weitere Abnehmer lieferte der 53-Jährige das Suchtgift ebenfalls selbst aus. So ist er verdächtig, an insgesamt etwa 13 Abnehmer jeweils im Kilobereich Cannabiskraut, kleiner Mengen Cannabisharz und Kokain verkauft zu haben. Mittlerweile wurde auch ein 44-jähriger Hauptabnehmer des 54-Jährigen, der insgesamt etwa 25 Kilogramm Cannabis erworben hatte, am 11. März 2020 auf Teneriffa festgenommen. Dieser befindet sich noch immer in Auslieferungshaft. Bislang wurden insgesamt sieben Personen wegen Suchtmittelhandel festgenommen und teilweise bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. 25 weitere Personen wurden wegen Vergehen und Verbrechen nach dem Suchtmittelgesetz jeweils der zuständigen Staatsanwaltschaft angezeigt. Der 53-jährige Hauptverdächtige und Organisator dieser Gruppierung befindet sich derzeit in der Justizanstalt Linz in Untersuchungshaft.

Boot trieb herrenlos am Traunsee

Bezirk Gmunden

Ein Bootfahrer am Traunsee erstattete am 27. Juli 2020 gegen 15:30 Uhr Anzeige, dass auf Höhe des „Gschiefgrabens“ am Ostufer des Traunsees im Bezirk Gmunden ein herrenloses Boot etwa 400-500 Meter vom Ufer entfernt treibe. Die Polizei schleppte es daraufhin mit dem Polizeiboot ans Ufer. Gegen 17 Uhr erstattete der Sohn des Vermissten telefonisch bei der Landesleitzentrale OÖ Anzeige, dass sein 66-jähriger Vater mit einem kleinen Beiboot an seiner Boje vor dem familieneigenen Seegrundstück gearbeitet habe und nun nicht mehr da sei. Es wurde sofort ein Bezug zum gefundenen Boot hergestellt und umgehend eine Suchaktion eingeleitet. Gegen 18:30 Uhr wurde der 66-Jährige leblos in 13 Meter Tiefe, am Grund des Traunsees, etwa 100-150 Meter von seiner Boje entfernt, von Einsatztauchern gefunden. An der Suchaktion waren in etwa 100 Mitglieder der Feuerwehr, Rotem Kreuz, Wasserrettung und Polizei mit acht Booten, Polizeihubschrauber und Einsatztaucher des Einsatzkommandos Cobra sowie der Feuerwehr beteiligt.

Mit Pkw gegen Hausmauer geprallt

Bezirk Grieskirchen

Ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Grieskrichen lenkte am 27. Juli 2020 gegen 21:45 Uhr den Pkw seiner Mutter auf der Hauser Straße Richtung Peuerbach. In der Ortschaft Teucht, Gemeinde Peuerbach, kam der 22-Jährige aus bisher unbekannter Ursache von der Straße ab, krachte durch eine Baustelle und prallte nach etwa 120 Metern mit voller Wucht gegen eine Hausmauer. Zu diesem Zeitpunkt saßen die 26-jährige Hausbesitzerin, ein 26-Jähriger aus dem Bezirk Grieskirchen und eine 27-Jährige aus dem Bezirk Schärding vor dem Haus bei einer Feuerstelle. Der Autolenker schlitterte etwa 8 Meter neben ihnen vorbei. Der 22-Jährige wurde unbestimmten Grades verletzt und nach der Erstversorgung mit der Rettung in das Klinikum Wels eingeliefert.

Ölaustritt neben Aist

Bezirk Freistadt

Zu einem Ölaustritt ist es am 27. Juli 2020 auf einer Wiese neben der Aist im Bezirk Freistadt gekommen. Gegen 10:00 Uhr nahm der Besitzer einer Wiese Dieselgeruch wahr und verständigte daraufhin die FF Selker-Neustadt. Die Wiese war nach bisherigen Ermittlungen für eine private Feier zur Verfügung gestellt worden, die jedoch zu einer unangemeldeten Rave-Party ausartete. An der Stelle, an der Dieselgeruch wahrnehmbar war, stand während der Feier ein Notstromaggregat. Gemeinsam mit der FF Selker-Neustadt wurde die Tiefe der Kontaminierung und die betroffene Stelle eruiert. Der Diesel war oberflächlich auf einer Fläche von ca. 30 Quadratmetern ausgeflossen. Daraufhin wurde telefonisch mit dem Veranstalter, einem 24-jährigen Freistädter, Kontakt aufgenommen und ihm mitgeteilt, dass das kontaminierte Erdreich abgetragen und fachgerecht entsorgt werden muss. Die BH Freistadt verordnete schnellstens das Erdreich abzutragen und fachgerecht zu entsorgen. Die neben der Wiese fließende Aist war durch das rasche Reinigen noch nicht gefährdet. Das Erdreich wurde fachgerecht entsorgt. Eine Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft wird verfügt.

Wegen Badehandtuch mit Fahrrad gestürzt

Bezirk Gmunden

Eine 59-Jährige aus dem Bezirk Gmunden fuhr am 28. Juli 2020 gegen 9:20 Uhr mit ihrem Fahrrad vom Traunsee kommend zur Wohnadresse. Vor ihrem Carport verfing sich im Vorderrad ein mitgeführtes Handtuch und sie stürzte. Dabei verletzte sich die 59-Jährige unbestimmten Grades und wurde in das Salzkammergutklinikum Gmunden eingeliefert.

Bezirk Linz-Land

Pensionist stürzte mit Traktor über Böschung

Ein 86-Jähriger aus dem Bezirk Linz-Land fuhr am 27. Juli 2020 gegen 19:20 Uhr mit seinem Traktor im Gemeindegebiet Piberbach auf einem Feldweg entlang der ÖBB-Selzthalstrecke. Aus unbekannter Ursache kam der Pensionist mit dem Traktor rechts vom Feldweg ab, rutschte seitlich weg und stürzte über die Böschung Richtung Bahngleise. Die Zugmaschine kam neben den Gleisen auf der Seite liegend zum Stillstand. Der Zugverkehr wurde gesperrt und der Traktor von der Feuerwehr aus dem Gefahrenbereich gebracht. Der 86-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde in das Klinikum Wels eingeliefert.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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