Unsere Betriebe – unsere Wirtschaft: Tourismusverband Dachstein-Salzkammergut

Als Inneres Salzkammergut werden die in Oberösterreich im Süden des Salzkammerguts liegenden Gemeinden am Hallstätter SeeBad GoisernHallstatt und Obertraun, sowie die Gosau bezeichnet. Die  Touristische Benennung ist Dachstein Salzkammergut.

Das Gebiet wurde über Jahrhunderte durch die staatliche Salzwirtschaft, die ab dem Beginn des 14. Jahrhunderts nachgewiesen werden kann, geprägt. Das gewachsene Zusammenspiel von Naturraum und signifikanten menschlichen Eingriffen bilden jene Kulturlandschaft, die Weltbedeutung besitzt.

Welterbe

1997 hat die UNESCO daher den Großteil des Inneren Salzkammerguts – insbesondere Hallstatt – zusammen mit dem Ausseerland, und den auf den Gemeindegebieten von GröbmingHaus im Ennstal und Ramsau am Dachstein und Filzmoos liegenden Anteilen am Dachsteinstock zum Welterbe Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut erklärt.

Zahlreiche technische Denkmäler, wie die Triftsperren Seeklause in Steeg und die Chorinsky-Klause, die Soleleitungsbrücke Gosauzwang oder der Rudolfsturm in Hallstatt zeigen die Region als altes Gewerbeland. Die Wirtschaftsgeschichte des inneren Salzkammerguts zeigt eindrücklich, welche Bedeutung das Salz für die Region aber auch für den gesamten Staat besaß.

Der Traditionelle Salzkammergut Vogelfang, als die „Jagd des kleinen Mannes“ umfasst den Fang einzelner heimischer Waldvögel im Herbst, die Waldvogelausstellung am Sonntag vor Kathrein (25. November), und die Haltung der Vögel außerhalb der Fangzeit in Volieren. Der Brauch geht auf eine alte Form der Unterhaltung zurück, um sich am Gesang der Winterbalzer zu erfreuen. Die Vögel werden Großteils im Frühling wieder ausgewildert, und nur einzelne, besonders geeignete Löckvögel für das nächste Jahr behalten. Der Brauch ist von Naturschützern kritisiert worden, ist heute durch die oberösterreichische Landesgesetzgebung geregelt und wurde in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich durch die Österreichische UNESCO-Kommission aufgenommen.

Dachstein Salzkammergut knackt Millionenmarke

Mit Besucherlenkung, Digitalisierung und Qualitätsprogrammen macht die Welterberegion sich fit für die Zukunft.

Bad Goisern (OTS) – Der Tourismusverband Dachstein Salzkammergut verzeichnete im Tourismusjahr 2017/18 erstmals mehr als 1 Million Gästenächtigungen. Nach dem starken Wachstumssprung im  Vorjahr übersteigt die Welterberegion die Millionenmarke noch früher als angenommen. In den kommenden Jahren will sich der Tourismusverband auf Qualitätsfragen wie Mobilität, Besucherlenkung und digitale Servicewelten konzentrieren.

Im Tourismusjahr 2017/18 besuchten erneut um 13 Prozent mehr Nächtigungsgäste die Ferienregion Dachstein Salzkammergut als noch im Vorjahr. Die Gästestatistik übersschreitet damit erstmals die 1 Millionen Nächtigungsmarke in den Welterbegemeinden Bad Goisern, Gosau, Hallstatt und Obertraun. Mit seinem Outdoor- und Kulturangebot wird das Dachstein Salzkammergut in der Sommersaison  besonders gerne besucht, aber auch der Winter lockte fast 400.000 Übernachtungsgäste auf die Pisten, Loipen und Winterwanderwege. Mehr als die Hälfte der Gäste kommen aus Österreich und Deutschland, gefolgt von Tschechien, China und den Niederlanden.

Authentizität als Wert erhalten

Die Entwicklung ist prinzipiell erfreulich, sofern wir die wachsenden Besucherströme gut lenken und hier nicht zum Museum werden“, ist Pamela Binder, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Inneres Salzkammergut überzeugt. Wie in allen europäischen Kultur-Hotspots, macht sich auch im Dachstein Salzkammergut der wachsende Besucherverkehr bemerkbar. Ein Ende des durch Wohlstand und neue Reisefreiheiten ausgelösten Booms ist nicht in Sicht.

Hannes Jiricek, seit Juni 2018 Aufsichtsratsvorsitzender des Tourismusverbandes Inneres Salzkammergut, hat nach sieben Jahren Wachstum die Segel für ein entsprechendes Qualitätsprogramm gesetzt: „Es ist wichtig, dass wir intensiv mit der Bevölkerung, den Gemeinden und der Wirtschaft kooperieren. Nur gemeinsam können wir das wachsende Interesse aktiv steuern. Als Welterberegion gehört Authentizität zu unseren wichtigsten Werten“, so Vorstandsvorsitzender Jiricek, selbst Betreiber eines Hotel-Gasthofes in der Region.

Um den Erlebniswert für den Urlaubsgast, die Zukunft der Tourismuswirtschaft und die Lebensqualität der Bevölkerung gleichermaßen zu sichern, wurde bereits eine Reihe von Arbeitgruppen gebildet. Allem voran soll ab 2019 ein Mobilitätskonzept umgesetzt werden. Darin sind sowohl Lösungen für Gästetransfers, als auch zur Besucherlenkung und Beruhigung des Indivualreiseverkehrs in der Region berücksichtigt. Im Zweifelsfall müsse man auf nicht konsumierende Tagesgäste zu Gunsten der Qualitässicherung verzichten, sagt Tourismusdirektorin Pamela Binder: „Wir möchten weiterhin die Aufenthaltszeiten verlängern, indem wir den Erlebniswert für den Gast einmal mehr steigern. Zur Lenkung der Besucherströme kommen dann weitere digitale Lösungen zum Einsatz“, so Binder.

Besuchersteuerung muss digital erfolgen

Veranstalter und Anbieter in den Märkten will man künftig noch mehr mit selektiven Angeboten ansprechen. Buchungen, Transferservices, Erlebnis- und Kulturvermittlung sollen online, mobil, mit modernsten Werkzeugen dargestellt für 24/7 Gästeservice sorgen. Auch die regionalen Betriebe werden für die neuen digitalen Welten mittels eCoaches und Workshops fit gemacht.  Aktuell arbeitet der Verband an einem sprach- und textgesteuerten Chatbot System für Gäste und an einem Augmented Reality Service. Damit können Besucher vor, während und nach dem Urlaub besser gelenkt und die Region entlastet werden.

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Foto:
TVB Dachstein-Salzkammergut

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Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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