Bad Ischl: Kurt Reisenauer war 1000 Mal am Hainzengipfel

„Wander-Urgestein“ Kurt Reisenauer hat in dieser Woche das 1000. Mal den Hainzen bestiegen. Anlässlich dieses Jubiläums hat er einige Zeilen verfasst:

Diese Woche war ich das 1000. Mal am 1639 m hohen Hainzengipfel des Katergebirges bei Bad Ischl.

Das erste Mal bin ich 1952, als von einer Seilbahn auf die Katrin noch keine Rede war, mit meinem Vater über die Katrinschneid (heute Klettersteig) zum Katringipfel und den Elferkogel zum Hainzengipfel aufgestiegen. Weil wir, mein Bruder und ich, den ganzen Tag fleißig im Wald der Ponaueben Brennholz gemacht haben, durften wir, mit unserem Vater, als Belohnung zum Hainzengipfel wandern. Barfuß und mit kurzer Hose. Damals war ein stark bewölktes Wetter mit starkem Wind und leichtem Regen. Trotzdem war das für mich ein so schönes Erlebnis, dass ich diesen Berggipfel so oft wie nur möglich besteigen wollte.

In der Folge ging ich vom Tal, von allen Seiten, über den Katringipfel und Elferkogel und verkehrt 350 Mal und von der Seilbahn-Bergstation 650 Mal diese Runde. Auch als Wanderführer machte ich mit vielen Gruppen diese Hainzen-, Elferkogel-, Katrinrunde. Gegangen bin ich zu allen Jahreszeiten und bei jedem Wetter. Im Frühling war es sehr schön aber noch Schnee, die ersten Frühlingsblüher auf den Bergen ließen aber mein Herz höherschlagen. Der Sommer war auch oben meist sehr heiß und manchmal von Furcht erregenden Gewittern begleitet. Der Herbst, der Maler der Landschaft, mit seinen vielen farbenprächtigen Pflanzen – ein Traumerlebnis am Hainzen. Dann noch der Winter, wo ich oft Hüfttief eingesunken bin und es sehr viel Mühe und Kraft gekostet hat, diese Tour wieder gesund zu beenden. Und nicht zu vergessen, die wunderschönen Winterüberquerungen mit den Tourenskiern von der Katrinseilbahn-Talstation über den Katringipfel, Elferkogel zum Hainzengipfel und weiter zum Roßkopf und Ahornfeldhütte. Bei richtigen Tourenwetter war die Abfahrt zum Nussensee eine helle Freude. Nur einmal konnte ich, bei starkem Schneesturm und zweistelligen Minusgraden, nicht mehr weiter und musste meine gute Ausrüstung zu Hilfe nehmen und mir am Hainzen eine Schneehöhle bauen um nicht zu erfrieren.

Vieles konnte ich am Hainzen erleben im Fauna- und im Florabereich. Von einem nicht so angenehmen Kreuzotternbiss aber auch vielen angenehmen Erlebnissen mit Tieren wie Gämsen, Schmetterlingen, Dohlen aber auch mit Pflanzen wie Türkenbund, Almrosen und viele andere mehr. Daraus stammen auch viele Bilder von meinem Jahreskalender.

Ich bin glücklich, dass ich das alles erleben durfte.

Obwohl ich jetzt schon 1000 Mal auf der Katrin, Elferkogel und Hainzengipfel war, ist es jedes Mal ein neues, schönes Erlebnis ins Bergparadies zum Hainzen gehen zu dürfen. Er ist und bleibt – MEIN LIEBLINGSBERG!

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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