Tödlicher E-Bike Unfall//Familienbetriebener Suchtgifthandel. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Bezirk Steyr-Land

Ein 79-jähriger Pensionist aus dem Bezirk Steyr-Land war am 30. Juni 2020 gegen 8:45 Uhr mit seinem E-Bike in Losenstein auf der Eisenbundesstraße B 115 Richtung Ternberg unterwegs und fuhr plötzlich vom rechten Fahrbahnrand quer über die Fahrbahn nach links. Im selben Moment fuhr ein 59-Jähriger aus dem Bezirk Vöcklabruck mit einem LKW von Ternberg kommend in Richtung Losenstein.

Als der 59-Jährige den entgegenkommenden Fahrradlenker sah, bremste er den LKW stark ab und lenkte diesen auf den äußerst rechten Fahrbahnrand. Der 79-Jährige stieß jedoch ohne Reaktion frontal gegen den LKW, stürzte um und blieb regungslos auf der Fahrbahn liegen. Ein zufällig nachkommender Sanitäter begann sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, welche durch Helfer des Roten Kreuzes Ternberg, einem Arzt sowie durch das Notarztteam des Rettungshubschraubers Martin 3 fortgesetzt wurden. Um 9:30 Uhr konnte jedoch nur mehr der Tod des 79-Jährigen festgestellt werden.
Der 59-Jährige wurde nicht verletzt, erlitt jedoch einen Schock und konnte die Weiterfahrt nicht antreten.

Familienbetriebener Suchtgifthandel

Bezirk Vöcklabruck

Im Zuge durchgeführter Nacherhebungen zur Tätergruppe um eine 45-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck konnte die 25-jährige Tochter der 45-Jährigen ebenfalls des Suchtmittelhandels überführt werden. Konkret steht diese im Tatverdacht, ihre Mutter im Zeitraum von mindestens November 2018 bis Anfang Juni 2019 mit großen Mengen Suchtmitteln versorgt zu haben. Die 25-Jährige stellte somit ebenfalls eine tragende Säule im familienbetriebenen Suchtgifthandel dieser Familie dar. 
Die 25-Jährige wurde am 2. April 2020 über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels festgenommen und in die Justizanstalt Wels eingeliefert. Die Frau zeigte sich geständig, im angeführten Zeitraum eine Menge von insgesamt:

• 1 Kilogramm Marihuana 
• 650 bis 750g Amphetamin
• 100 XTC-Tabletten
• sowie kleinere Mengen Kokain

von einem bekannten Suchtgift-Dealer aus Schwanenstadt erworben zu haben. 

Auch zeigte sie sich geständig, MDMA und Ketamin von weiteren Personen bezogen zu haben. Den Großteil der von ihr erworbenen Menge Suchtgift habe sie anschließend gewinnbringend an ihre 45-jährige Mutter weitergegeben.
Neben ihrer Mutter konnten noch weitere Suchtmittel-Abnehmer der 25-Jährigen ausgeforscht werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese bis zuletzt regen Suchtmittelhandel betrieb.

Weiters ist ein 25-jähriger beschäftigungsloser Bosnier aus dem Bezirk Vöcklabruck verdächtig und teils geständig, im Zeitraum von November 2018 bis 23. April 2020 gewerbsmäßigen Suchtmittelhandel mit Cannabis, Amphetamin, XTC-Tabletten und Kokain betrieben zu haben. Insgesamt konnten sechs Personen ausgeforscht werden, welche im angeführten Zeitraum Suchtmittel von ihm erworben haben. Die Übergaben erfolgten hierbei hauptsächlich im Stadtgebiet von Schwanenstadt.
Bei der vermeintlichen Hauptabnehmerin handelt es sich um die oa. 25-Jährige. Diese zeigte sich geständig im angeführten Zeitraum eine Menge von:
• 1 Kilogramm Marihuana 
• 650 bis 750g Amphetamin
• 100 XTC-Tabletten
• sowie 5g Kokain
von dem 25-Jährigen erworben zu haben. 

Der Verdächtige zeigte sich zu den gegen ihn erhobenen Tatvorwürfen größtenteils geständig und führte an, das Suchtgift wiederum bei ihm bekannten Suchtgiftschmugglern aus den Oststaaten erworben zu haben. Der Großteil der Ankäufe erfolgte zum Zwecke der gewinnbringenden Weitergabe. Auch konnte erhoben werden, dass es bereits im Sommer 2017 zu ersten Suchtgiftankäufen von dem 25-Jährigen bei den von ihm genannten Personen kam. 

Gegen den 25-Jährigen wurden bereits im August 2019 Erhebungen wegen des Tatverdachts der gewinnbringenden Suchtgiftweitergabe geführt.
Dessen Festnahme wurde am 23. April 2020 über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels von Beamten des LKA OÖ vollzogen. Der Beschuldigte wurde in die Justizanstalt Wels eingeliefert. 

Presseaussendung vom 8. Oktober 2019: 
„Lieferservice“ von Suchtmitteln aller Art – vier Verdächtige in Haft 
Bezirk Vöcklabruck 

Im Zuge von umfangreichen Erhebungen von Beamten des Koordinierten Kriminaldienstes Vöcklabruck konnte eine Täterschaft, ein sogenannter „Familienbetrieb“, ausgeforscht werden, welche im Zeitraum von Jänner 2019 bis 7. August 2019 große Mengen Suchtmittel in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden gewinnbringend verkauft hat.
Konkret stehen die 45-jährige Haupttäterin, ihre 22-jährige Tochter, ihr 17-jähriger Sohn, ihr 29-jähriger Lebensgefährte und der 28-jährige Untermieter der Familie, alle aus dem Bezirk Vöcklabruck, im Verdacht, einen regen Suchtmittelhandel in Form von einem „Online Bestell – und Lieferservice“ durchgeführt zu haben.
Beinahe täglich konnten sich die teilweise bekannten Suchtmittelkonsumenten bis 18 Uhr bei einem verschlüsselten Chatforum anmelden und diverse Bestellungen abgeben. Anschließend wurde in unterschiedlichen Konstellationen der Tätergruppe das Suchtmittel abgewogen, verpackt, eine Auslieferungsroute zusammengestellt und anschließend die Suchtmittel mit dem Auto der 45-Jährigen ausgeliefert. Die Abnehmer bekamen lediglich eine Bestellbestätigung samt Zeit und Treffpunkt der Suchtgiftübergabe.
Am 8. Juli 2019 wurde im Haus der Familie eine gerichtlich angeordnete Hausdurchsuchung vollzogen. Bereits im Wohnbereich konnten größere Mengen verschiedener Suchtmittelarten sichergestellt werden. Der Suchtmittelspürhund der Polizeidiensthundeinspektion Laakirchen signalisierte jedoch auch mehrmals hinter einer verschlossenen Kellertür ein Suchtmittelversteck. Da die Hauptverdächtige anfangs den Zugang dieses Raumes verleugnete, wurde die Tür von den Beamten gewaltsam geöffnet. Dabei konnte schließlich der „Bunker- und Abpackraum“ der Täterschaft festgestellt und weitere große Mengen Suchtmittel aufgefunden werden.
Aufgrund dieser Tatsachen wurden die 45-Jährige, ihre Tochter und der 29-Jährige festgenommen. Erst im Zuge der weiteren Erhebungen wurde bekannt, dass auch der Untermieter mehrfach im Suchtgifthandel beteiligt war, weshalb ebenfalls die Festnahme des 28-Jährigen am 24. September 2019 vollzogen wurde.
Bei den Einvernahmen wurde bekannt, dass bei diversen öffentlichen Auslieferungstreffpunkten teilweise bis zu zehn Suchtgift-Konsumenten auf den „Auslieferer“ gewartet haben. Unter den Abnehmern befanden sich auch 14-Jährige, welche sich unbeschwert mit Suchtmittel aller Art (Cannabis, Speed, XTC, etc.) eindecken konnten. An ertragreichen Tagen konnte ein Umsatz von über 4.000 Euro erwirtschaftet werden.
Bei der Hausdurchsuchung wurden auch in einem Resteimer eines Aktenvernichters geschredderte Aufzeichnungen von den Suchtmittelverkäufen gefunden. Diese Aufzeichnungen konnten in Kleinarbeit wiederhergestellt werden und belegen den Verkauf von insgesamt ca.
• sechs Kilo Marihuana 
• 1,8 Kilo Amphetamin (Speed)
• 300 Stück XTC
• 170 Portionen Magic-Mushrooms,
sowie weiterer verschiedenster verbotener Substanzen (Kokain, MDMA, Ketamin).
Der Straßenverkaufswert beläuft sich hierbei auf über 100.000 Euro. Die Täterschaft zeigte sich zum Sachverhalt großteils geständig.
Die vier Festgenommenen wurden in die Justizanstalten Wels und Ried überstellt und befinden sich derzeit in U-Haft. Der 17-Jährige wurde der Staatsanwaltschaft Wels auf freiem Fuß angezeigt. Erhebungen zu den Suchtmittellieferanten der Täterschaft sind bislang ergebnislos verlaufen.

Sachbeschädigungen geklärt

Bezirk Wels-Land

Durch intensive Ermittlungen konnten Polizisten der Polizeiinspektion Lambach nun vier Jugendliche aus dem Bezirk Wels-Land ausforschen, welche für eine Vielzahl an Sachbeschädigungen im Raum Lambach verantwortlich sind.  
Im Zeitraum Jänner bis März 2020 verübten zwei Burschen im Alter von 17 Jahren aus dem Suchtgiftmilieu diverse Sachbeschädigungen an Bahnhöfen und Sportplätzen im Raum Lambach und verursachten dabei einen Schaden von mehreren Tausend Euro. Dabei wurde in erster Linie Bahnhofsinventar beschädigt. Bei einer weiteren Vandalismus-Tour wurden die beiden Burschen von einem 18-Jährigen und einem 20-jährigen Freund begleitet, welche ebenfalls dem Suchgiftmilieu zugehörig sind. 
Mittels Graffitisprühereien zog die Bande eine Spur der Verwüstung von Stadl-Paura bis Edt bei Lambach. 
Durch Zeugen und Sachbeweise konnten die Jugendlichen schließlich ausgeforscht werden. Sie standen laut eigenen Angaben wochenlang unter starkem Suchmitteleinfluss, wonach sie teilweise an ganze Tage keine Erinnerung hatten. So konnten sie die Taten weder bestätigen noch abstreiten. 
Die Beschuldigten werden der Staatsanwaltschaft Wels zur Anzeige gebracht.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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