Kremsmüller: Nach Industrieanlagenbau nun auch Industrieservice insolvent – AK hilft 528 Beschäftigten

Folgeinsolvenz bei Kremsmüller in Steinhaus: Nach der Industrieanlagenbau KG vor 14 Tagen meldete nun auch die Industrieservice KG Insolvenz an. Die Insolvenzeröffnung ist bereits vom Gericht beschlossen worden. Betroffen sind 528 Beschäftigte, von denen schon ein Teil finanzielle Probleme hat. Bei den Angestellten wurden die Juni-Entgelte nicht bezahlt, bei den Arbeitern/-innen sind die Löhne bereits seit Mai offen. Das gesamte Insolvenz-Rechtsschutz-Team der Arbeiterkammer wird deshalb diesen Donnerstag und Freitag direkt vor Ort in Schwechat und in Steinhaus – so wie bei der Industrieanlagenbau – alle Ansprüche aufnehmen, damit die Mitarbeiter/-innen möglichst rasch Zahlungen aus dem Insolvenz-Entgelt-Fonds bekommen.

Die AK rät allen Beschäftigten, keinesfalls das Arbeitsverhältnis vorzeitig zu beenden, weil dabei Ansprüche verloren gehen könnten. „Bevor jemand diesen Schritt setzt, sollte er oder sie sich unbedingt von unseren Expertinnen und Experten beraten lassen“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Mit zwei neuen Kurzfilmen wird das Grundwissen, das Arbeitnehmer/-innen bei einer Insolvenz brauchen, auch online verbreitet. Und selbstverständlich gibt es alle notwendigen Einzelberatungen, sei es persönlich, über Telefon oder per E-Mail.

„Die Zusammenarbeit mit der Lohnverrechnung ist sehr positiv, was unsere Hilfe für die Beschäftigten natürlich erleichtert“, stellt AK-Präsident Kalliauer fest. Die Unterstützung der AK wird in zwei Stufen erfolgen: In einem ersten Schritt werden die Sonderzahlungen rasch beantragt, da diese problemlos berechnet werden können. Die Kurzarbeitsentgelte sind komplizierter abzurechnen und werden deshalb in einem zweiten Schritt beantragt. „Wir werden so wie bei der Industrieanlagenbau KG alle Hebel in Bewegung setzen, damit die Beschäftigten schnell zu ihrem Geld kommen“, so Kalliauer.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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