Covid 19: Es ist leider noch nicht vorbei

Es besteht zwar in Österreich kein Grund zur Besorgnis, aber man sollte wegen COVID 19 weiterhin sorgsam sein. Wie schnell es gehen kann, zeigt die Adria – Tour der Tennisprofis: Der Weltranglistenerste  Djokovic ist bereits der vierte Tennis-Profi, der sich bei der von ihm selbst organisierten Adria-Tour in Belgrad und Zadar/Kroatien angesteckt hat. Er war für die Organisation seiner Adria Tour zuletzt heftig kritisiert worden, weil bei den Veranstaltungen in Belgrad und Zadar keine Hygiene- und Sicherheitsregeln eingehalten worden waren.

Von aktuellen Hotspots in Deutschland ganz zu schweigen: Laut Robert Koch Institut gab es in den letzten 7 Tagen in unserem Nachbarland 3.420 Fälle. Alleine innerhalb des heutigen Tages (25.6.) haben die lokalen Behörden dem Robert Koch-Institut 630 Corona-Infektionen gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 192.079 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Donnerstagmorgen bekanntgab.

Da sind die Fallzahlen in Österreich bescheiden: Wien (OTS) – Bisher gab es in Österreich 17.477 positive Testergebnisse.

Aktuelle Zahlen zum Corona-Virus

Bisher 16.902 Erkrankte, 672 verstorben und 15.793 genesen. 69 hospitalisiert, davon 17 intensiv. 4 Neuinfektionen österreichweit

Wien (OTS) – Bisher gab es in Österreich 16.902 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (27. Juni 2020, 09:30 Uhr) sind österreichweit 672 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 15.793 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 69 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 17 der Erkrankten auf Intensivstationen.

Man wird sich aber auf ein Leben mit Corona einstellen müssen: Gegenwärtig gebe es noch keine Behandlungsmethode, die „Sars-CoV-2“ stoppen beziehungsweise töten kann, so die „WHO“.

Bei den Medikamenten gibt es Hoffnung: Zu den vielversprechenderen zählt derzeit der Immunmodulator Tocilizumab. Es könnte ein Wirkstoff sein, der die überschießende Immunreaktion des Körpers bei einer schweren Covid-19 Erkrankung dämpft. Ein anderer Wirkstoff, der im Reagenzglas vielversprechend erscheint, ist Remdesivir. Das antivirale Medikament wurde gegen Ebola entwickelt, war dort jedoch erfolglos. Hinzu kommen die Malaria – Medikamente Chloroquin und Hydroxychloroquin (….)

Im Fokus stehen da insbesondere Arzneimittel, die schon gegen eine andere Krankheit zugelassen oder zumindest in Entwicklung sind. Sie umzufunktionieren kann schneller gelingen als eine grundständige Neuentwicklung. Pharmaforscher sprechen von einem „Repurposing“ der Medikamente. Bei Covid-19 gehören diese Medikamente laut forschenden Pharma Firmen meist zu einer der folgenden vier Gruppen:

  • Antivirale Medikamente, die ursprünglich gegen HIV, Ebola, Hepatitis C, Grippe, SARS oder MERS (zwei von anderen Coronaviren-Krankheiten) entwickelt wurden. Sie sollen die Vermehrung der Viren blockieren oder verhindern, dass sie in Lungenzellen eindringen.
  • Dämpfende Immunmodulatoren, die z. B. gegen Rheumatoide Arthritis oder entzündliche Darmerkrankungen entwickelt wurden. Sie sollen bei schwerem Lungenbefall die Abwehrreaktionen des Körpers so begrenzen, dass diese nicht noch mehr Schaden anrichten als die Viren selbst.
  • Medikamente für Lungenkranke, die z. B. gegen idiopathische Lungenfibrose entwickelt wurden. Sie sollen verhindern, dass die Lunge der Patienten das Blut nicht mehr mit genug Sauerstoff versorgen kann.
  • Herz-Kreislauf-Medikamente, die z. B. gegen Blutgerinnsel oder Herz-Rhythmus-Störungen entwickelt wurden. Sie sollen Komplikationen durch eine Covid-19-Erkrankungen verhindern.

Wenig Licht am Ende des Tunnels gibt es bei der Entwicklung des ersehnten Impfstoffes: Laut ORF – Science könne die Situation allerdings nur schwer seriös beurteilt werden. Der Grund: „Klinische Studien werden immer vertraulich behandelt und Details meist nicht veröffentlicht.“ Selbst die Tests würden „verblindet durchgeführt“.  Der Verband der forschenden Pharmaunternehmen – vfa – listet auf seiner Internetseite elf Projekte auf, die meisten davon in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten. Mindestens sieben weitere bemühen sich demnach um eine Genehmigung für klinische Tests. Ob aus diesen Prüfverfahren tatsächlich ein oder mehrere Impfstoffe hervorgehen, ist noch nicht bekannt. 

Rainer Hilbrand

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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