E-Bikes werden immer beliebter – auch in Oberösterreich

Die Verkäufe von E-Bikes sind in Österreich in den letzten Jahren rasant
angestiegen. Wurden 2010 noch 20.000 E-Bikes verkauft, so steigerte sich diese Zahl um mehr als das Achtfache auf rund 170.000 E-Bikes im vergangenen Jahr. Damit ist mittlerweile rund jedes dritte verkaufte Fahrrad eines mit Elektroantrieb. In Summe sind in Österreich rund 750.000 Elektroräder unterwegs.

Immer mehr Menschen setzen auf die neue E-Bike-Mobilität. Der Fahrer bzw. die Fahrerin gewinnen dadurch eine neue Unabhängigkeit, die mit einem gewöhnlichen Fahrrad nicht zu erreichen ist. Ob Berge oder extreme Steigungen – der Radfahrer und die Radfahrerin bemerken dank Tretunterstützung kaum mehr Anstrengungen und kommen spielerisch voran. Darüber hinaus sorgen E-Bikes nicht nur dafür, dass
Bewegungsmuffel oder solche, für die das Radfahren nicht geeignet scheint, etwas für ihre Gesundheit tun, sondern das E-Bike stellt noch dazu eine Alternative zum Auto dar. Vor allem für kurze und mittlere Wege im Radius von bis zu 15 Kilometer kann mit wenig Anstrengung das Ziel ökologisch und rasch erreicht werden. „All diese Fakten zeigen, dass das E-Bike ein wichtiger Mobilitätsbaustein ist und auch zukünftig sein wird. Jede neue Mobilitätsform birgt aber auch individuelle Gefahrenpotentiale, die es zu berücksichtigen gilt“, so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Radfahren boomt – und das nicht erst seit der anhaltenden Corona-Krise, in der viele Menschen die öffentlichen Verkehrsmittel meiden und stattdessen auf das Rad ausweichen. Gerade E-Fahrräder erfreuen sich sowohl im Alltags- als auch im Freizeitverkehr immer größerer Beliebtheit. Das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) hat das spezifische Fahrverhalten verschiedener Fahrradtypen näher unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Der Radverkehr wird durch den steigenden Anteil an Pedelecs nicht nur schneller, sondern auch inhomogener. Mit dem Pedelec wurden auf freier Strecke im Zuge der KFV- Erhebung häufig Geschwindigkeiten um die 25 km/h erreicht. Überschritten wurde die 25-km/h- Marke – aufgrund der limitierten Tretkraftunterstützung – jedoch kaum. Im Vergleich dazu:
mit konventionellen Fahrrädern werden auf freien Strecken Geschwindigkeiten von rund 20 km/h gefahren. „Diese neue Vielfalt an Tempolevels im Radverkehr bringt auch neue Herausforderungen für die Verkehrsplanung mit sich: Denn ein höheres Geschwindigkeitsniveau von Radfahrern bedeutet auch eine geringere Kompatibilität mit dem Fußgängerverkehr. Grundsätzlich sollte daher der Radverkehr nach
Möglichkeit getrennt vom Fußgängerverkehr geführt werden“, so KFV-Direktor Dr. Othmar Thann. „Durch das höhere Geschwindigkeitsniveau von E-Fahrrädern ist auch das Risiko, bei einem Unfall verletzt zu werden, deutlich höher. Deshalb gilt gerade auch beim E-Bike: Helm tragen schützt!“

Extremsportler Wolfgang Fasching, MBA; Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner, KFV Direktor Dr. Othmar Thann und Radsport-Landestrainer Valentin Zeller unterstützten die Aktion der geförderten E-Bike-Trainings durch das Land OÖ. Personen ab 60 Jahren, die ihren Wohnsitz in Oberösterreich haben, können kostenfreie E-Bike-Trainings absolvieren. www.land-oberoesterreich.gv.at/ebikebonus
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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