Firma Kremsmüller Industrieanlagenbau KG mit Sitz Steinhaus bei Wels insolvent – AK unterstützt die 600 Beschäftigten

Die Firma Kremsmüller Industrieanlagenbau KG mit Firmensitz in Steinhaus bei Wels ist insolvent. Das Unternehmen beschäftigt rund 600 Mitarbeiter/-innen, die in vielen Ländern im Einsatz sind. Das Insolvenz-Rechtsschutz-Team der AK Oberösterreich wird die Betroffenen ab sofort über ihre Rechte und die optimale Vorgangsweise informieren: am Firmensitz, in Einzelgesprächen, per E-Mail und auch durch neue Kurzfilme. Die AK rät allen Beschäftigten, keinesfalls das Arbeitsverhältnis vorzeitig zu beenden, weil dabei Ansprüche verloren gehen könnten. „Bevor jemand diesen Schritt setzt, sollte er oder sie sich unbedingt von unseren Expertinnen und Experten beraten lassen“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Das Industrieanlagenbau-Unternehmen meldete beim Landesgericht Wels Insolvenz an. Bei einem Auftrag für eine Klärschlammtrocknungsanlage der Wien Energie haben sich die Kosten unerwartet verdreifacht. Die Geschäftsführung der Firma Kremsmüller Industrieanlagenbau KG hofft, das Unternehmen weiterführen zu können.

Das Insolvenz-Rechtsschutz-Team der AK Oberösterreich steht den rund 600 Beschäftigten, die europaweit tätig sind, engagiert zur Seite: Schon diesen Mittwoch findet am Firmensitz die erste Informationsveranstaltung statt. Mit zwei neuen Kurzfilmen wird das Grundwissen, das Arbeitnehmer/-innen bei einer Insolvenz brauchen, auch online verbreitet. Und selbstverständlich gibt es alle notwendigen Einzelberatungen, sei es persönlich, über Telefon oder per E-Mail.

„Die Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung gestaltet sich sehr positiv, was unsere Hilfe für die Beschäftigten natürlich erleichtert“, stellt AK-Präsident Kalliauer fest.

Sämtliche offenen Ansprüche werden bei Gericht und beim Insolvenz-Entgelt-Fonds schnellstmöglich angemeldet. Die Vertretung ist für die Betroffenen kostenlos. Wann die Arbeitnehmer/-innen mit der Zahlung durch den Insolvenz-Entgelt-Fonds rechnen können, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. „Wir werden jedenfalls alle Hebel in Bewegung setzen, damit die Beschäftigten schnell zu ihrem Geld kommen“, so Kalliauer.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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