Der HSV Red Bull Salzburg geht wieder in die Luft. 2.000. Sprung für Top-Athletin Magdalena Schenner

Nach der Covid 19-bedingten Absage der Weltcupserie im Fallschirm-Zielspringen 2020 und der damit verbundenen Sprungpause, ging es nun für die Fallschirmspringer des HSV Red Bull Salzburg endlich wieder in die Luft. Beim gemeinsamen Training in Niederöblarn/STMK konnten die Salzburger Athleten wieder erste Sprünge wagen. Dabei gab es auch ein besonderes Jubiläum, denn die Thalgauerin Magdalena Schenner feierte ihren 2.000 Sprung.

Nachdem sowohl die Weltcupserie im Para-Ski aufgrund des Wetters als auch jene im Fallschirmzielspringen Covid 19-bedingt abgesagt werden mussten, bedeutete das auch eine lange Sprungpause für die Fallschirmspringer des HSV Red Bull Salzburg. Doch vergangenes Wochenende hatte das Warten endlich ein Ende und die Salzburger Athleten durften nach beinahe 4-monatiger Pause wieder Höhenluft schnuppern. Beim ersten gemeinsamen Training seit Anfang März zeigten sich die Springer top motiviert und in sehr guter Form. Der Flugplatz Niederöblarn bot optimale Rahmenbedingungen um für kommende Showeinsätze, wie etwa beim F1 Grand Prix in Spielberg Anfang Juli, zu proben. Zudem wurden im Zuge des Trainings auch der ehemalige Red Bull Air Race Pilot Dario Costa als Pilot der Absetzmaschine vom Typ Pilatus Porter PC6 für die Flugeinsätze der Fallschirmspringer eingeschult. Mit dabei waren 32 Athleten des Salzburger Fallschirmsprungvereines, die sich nach der langen Zwangspause glücklich zeigten, wieder springen zu können. Trainiert wurden vom Formationsspringen (im freien Fall), über Fallschirmzielspringen, bis hin zum Kappenrelativ (Formationen am Schirm für die Show Sprünge).

Zudem gab es auch etwas zu feiern, denn die Top-Athletin Magdalena Schenner (geb. Schwertl) legte am Samstag ihren 2.000 Sprung hin. Die 34-jährige Thalgauerin hat auch ihren allerersten Sprung 2007 noch vor Augen: „Bei meinem ersten Sprung habe ich mich nur darauf konzentriert die optimale Haltung einzunehmen und auf das Absprung Kommando. Sehr viel passierte damals noch unbewusst und viel zu schnell. Die Schirmöffnung wurde noch von einer Reißleine ausgelöst. Der Weg bis zum 2000sten Sprung brachte mir nicht nur einen bewussten Ablauf und Wahrnehmung während des Sprunges, viele ungeahnte Erfolge und Abenteuer, sondern mit dem HSV Red Bull Salzburg Team auch eine zweite Familie“, erinnert sie sich an ihre Anfänge anlässlich ihres „Runden“, aber auch der 2.000 wurde besonders gefeiert: „Mein 2000ster Sprung war einfach nur Spaß. Und trotzdem ergeben sich immer noch neue Dinge. Ich bin zuvor noch nie mit einem Papierzettel aus einem Flugzeug gesprungen.“ Nach einigen PARA Ski Welt- und Europacup Gesamtsiegen, sowie fünf Staatsmeister Titeln im Fallschirmzielspringen, freut sich die Medizinische Trainingstherapeutin nun auf das regelmäßige Training mit ihren Kollegen und die Vorbereitung auf die PARA Ski Saison kommenden Winter.

Fallschirm-Zielspringen und PARA Ski
Beim Fallschirm-Zielspringen geht es darum, aus rund tausend Metern Höhe zentimetergenau auf einem Ziel zu landen, welches gerade einmal so groß wie eine Zehn-Cent-Münze ist.
Die Wettkampfdisziplin PARA SKI setzt sich aus PARA (abgeleitet von „Parachute“) und dem alpinen Riesentorlauf (SKI) zusammen.

Fotos: ©HSV Red Bull Salzburg

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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