Tödlicher Alpinunfall. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Bezirk Kirchdorf

Eine 48-Jährige und ihr gleichaltriger Bekannter aus Wels wollten am 6. Juni 2020 einen Klettersteig auf der Kampermauer begehen. Sie konnten den Einstieg zuerst nicht finden und so wählten sie einen leichteren Steig im linken Bereich der Kampermauer. Nach Bewältigung dieses Steiges machten sie eine Pause. Nachdem ihnen andere Kletterer den Einstieg des ursprünglich geplanten Klettersteiges zeigten, beschlossen sie diesen ebenfalls in Angriff zu nehmen. Nach Bewältigung des leichteren unteren Teiles und zweier Seilbrücken stürzte die vorausgehende 48-Jährige an einer schwierigen Stelle ungefähr 70 Meter ab. Ihr nachfolgender Begleiter konnte den Absturz nicht beobachten, hörte aber noch einen Schrei seiner Gefährtin. Da der Mann keinen Handyempfang hatte, konnte erst eine nachkommende Seilschaft, bestehend aus zwei 23-jährigen Kletterern, einen Notruf absetzen. Diesen beiden gelang es auch, zu der im unwegsamen Gelände liegenden Frau zu klettern. Die mittels Taus zur Verunfallten gebrachte Notärztin konnte nur mehr den Tod feststellen. Ihr Begleiter wurde von der Bergrettung und einem Alpinpolizisten zum Wandfuß gebracht und vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Unfallursache eine unkorrekte Verbindung des Klettersteigsets mit dem Klettergurt der Verunfallten war. Dieses war mit einem Karabiner mit einer Materialschlaufe des Klettergurtes verbunden und nicht mit der dafür vorgesehenen Anseilschlaufe.

Bei Probefahrt verletzt

Bezirk Freistadt

Ein 28-Jähriger aus dem Bezirk Freistadt besichtigte am 6. Juni 2020 gegen 15:15 Uhr das bei einem Bekannten in Königswiesen zum Verkauf angebotene Motorrad. Er nahm es für eine Testfahrt in Betrieb und fuhr auf einer Gemeindestraße Richtung Diesenreith. Bei der Rückfahrt sah er laut eigenen Angaben einen Bekannten bei einer Hauszufahrt und grüßte diesen mit der rechten Hand. Dabei kam der Mann auf die Gegenfahrbahn und übersah einen entgegenkommenden Pkw einer 71-Jährigen aus dem Bezirk Mistelbach. Trotz Notbremsung stieß er gegen den bereits am rechten Fahrbahnrand zum Stillstand gekommenen Pkw und wurde gegen die Windschutzscheibe geschleudert. Dabei erlitt er leichte Verletzungen. Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizisten fest, dass der 28-Jährige keine Lenkberechtigung der Klasse A besitzt und sich gerade in Ausbildung für diese befindet. Er und der Zulassungsbesitzer werden bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt.

Radfahrer schwer gestürzt

Bezirk Eferding

Ein 60-Jähriger aus dem Bezirk Eferding fuhr am 6. Juni 2020 gegen 16:35 Uhr mit seinem Rennrad auf der L 525 Richtung Haibach ob der Donau. Er fuhr dabei in einer Radgruppe und auf der abschüssigen Straße in einer Linkskurve gerade aus, stürzte eine steil abfallende Böschung hinunter und gegen die dortigen Baumsträucher. Mit Verletzungen unbestimmten Grades wurde der Mann ins Klinikum Wels geflogen.

Drogenlenker gestellt

Bezirke Wels Land, Grieskirchen und Eferding

Ein 31-jähriger türkischer Staatsangehöriger aus dem Bezirk Schärding montierte am 6. Juni 2020 gegen 9 Uhr vom Pkw seiner Ex-Freundin beide Kennzeichentafeln ab und verwendete sie danach auf seinem nicht zum Verkehr zugelassenen Pkw. Diesen lenkte er anschließend, ohne im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung zu sein. Gegen 15:40 Uhr versuchte eine Streife in Pichl bei Wels eine Lenker- und Fahrzeugkontrolle durchzuführen. Dieser Anhaltung widersetzte sich der Mann und flüchtete über die B 134 durch die Gemeindegebiete von Wallern, St. Marienkirchen, Scharten und Fraham bis Eferding. Dabei missachtete er zahlreiche Beschränkungen und fuhr mit weit überhöhter Geschwindigkeit. Im Ortsgebiet von Eferding widersetzte er sich einer weiteren Anhaltung durch eine Polizeistreife. In Eferding fuhr er dann auf einen Lagerplatz zu und konnte sich dort kurz verstecken. Aufgrund von Zeugenaussagen konnte er hinter einem Container und der Pkw hinter einem Brennholzstoß festgestellt werden. Ein Drogenschnelltest verlief positiv auf Metamphetamin. Die ärztliche Untersuchung verweigerte der Mann. Er wird bei Staatsanwaltschaft und Bezirkshauptmannschaft angezeigt.

Verdacht der Tierquälerei

Stadt Linz

Einen Akt der Tierquälerei zeigten mehrere Zeugen am 5. Juni 2020 bei der Polizeiinspektion Lenaupark an. Sie hatten zuvor ein Video in einem sozialen Netzwerk gesehen, auf dem zu sehen war, wie ein Mann seinem Hund und mehreren Schafen die Vorderläufe zusammengebunden und die Tiere anschließen geschlagen hatte. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mann um einen 24-jährigen Syrer aus Linz handelte. Die Staatsanwaltschaft Linz ordnete die Sicherstellung des Staffordshire Terriers und eine Hausdurchsuchung beim Linzer an. Bei dieser fanden die Polizisten neben dem Hund ein Stachelhalsband und stellten elektronische Geräte sicher, die noch auszuwerten sind. Der Vierbeiner wurde ins Linzer Tierheim gebracht. Die Ermittlungen laufen.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV