Landesrat Achleitner: Per Knopfdruck gegen Leerstand & Bodenverbrauch

OÖ: Standortdatenbank erleichtert Betriebsansiedelungen und -Erweiterungen

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner / WKOÖ-Präsidentin Mag.a Doris Hummer: „Pilotprojekt hat sich erfolgreich zur zentralen Anlaufstelle entwickelt und bietet nun zusätzliche Funktionen an“

Wer in Oberösterreich investiert, profitiert von erstklassigen Rahmenbedingungen, Stabilität und einer hohen Lebensqualität. Zusätzlichen Service bietet eine eigene Standortdatenbank für Betriebsansiedelungen und –erweiterungen: Die als Pilotprojekt durch die WKOÖ-Bezirksstellen und der OÖ. Standortagentur Business Upper Austria gestartete Standortdatenbank standortooe.at hat sich erfolgreich zur zentralen Anlaufstelle für die Suche nach gewerblichen Immobilien entwickelt. „Unternehmen können mit wenigen Klicks zielgerichtet eine passende Fläche oder Gewerbeobjekt finden. Das ist nicht nur eine Erleichterung für Betriebe, sondern auch ein wichtiger Impuls gegen Leerstand und Bodenverbrauch“, betont Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner. „Die Datenbank ist eine wichtige Ergänzung unseres Angebotes für Unternehmer und Gründer“, unterstreicht auch Wirtschaftskammer-OÖ-Präsidentin Mag.a Doris Hummer.

Die Datenbank und die zugehörige Website wurden nun umfassend überarbeitet und bieten nun auch zusätzlich neue Funktionen: Das Ziel war, Unternehmen sowie Gemeinden und Immobilien- und Projektentwicklern den Umgang zu vereinfachen sowie auch einen Beitrag gegen Bodenverbrauch und Zersiedelung leisten. Sie ist damit ein wichtiges Instrument für nachhaltiges Standortmanagement. Mit Stand Anfang Juni gibt es in der Datenbank rund 350 Einträge – von Büroräumen bis zu großen Arealen für Firmen, wobei besonders die Reaktivierung von Industriebrachen eine bedeutende Rolle spielt.

Die Online-Plattform liefert auf einen Blick alle relevanten Informationen und Funktionen:

  • Genauer Standort inklusive Kartenansicht
  • Flächenwidmung (auch von umliegenden Flächen dank DORIS-Einbindung)
  • Vorhandene Infrastruktur (Entfernung zu Flughafen/Autobahn/öffentliche Verkehrsmittel)
  • Relevante Ansprechpartner
  • Generierung von Merk- und Vergleichslisten
  • Erstellung von umfassenden Exposés
  • Vernetzungsmöglichkeit der Gemeinden innerhalb einer Region und gemeinsames Verfassen sowie Verwalten der Inserate

„Die Nutzung von vorhandenen, leerstehenden Gebäuden und Brachflächen soll bei Betriebsansiedlungen sowohl auf Gemeinde- als auch auf Regionsebene im Vordergrund stehen“, verweist Landesrat Achleitner auf eine wesentliche Stoßrichtung beim Kampf gegen den Bodenverbrauch in Oberösterreich, die sich auch in der geplanten Novelle des OÖ. Raumordnungsgesetztes wiederfindet. Standortooe.at ist ein umfassendes Instrument dafür, weil sie für Gemeinden, aber auch für die oö. Standortagentur Business Upper Austria einen detaillierten Überblick über vorhandene und verfügbare Immobilien bietet. Im Service für Unternehmen bedeutet die Datenbank ein großes Plus in der Dienstleistungsqualität. Auf Knopfdruck können die Nutzer von standortooe.at ein Exposé der gewünschten Immobilien erstellen und erhalten so die wichtigsten Informationen inklusive Ansprechpartner übersichtlich zusammengefasst. 

Standortsuche schnell, zielgerichtet und verlässlich“

Für Wirtschaftskammer-Präsidentin Doris Hummer ist die Standort-Datenbank eine wichtige Ergänzung des Gesamtangebots der WKOÖ für Unternehmer: „Neben der persönlichen Beratung in unseren Bezirksstellen bietet die Standortdatenbank bei Betriebserweiterungen und Gründungen wesentliche Vorteile. Der ideale Firmenstandort ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Ein Ziel von standortooe.at ist die Standortsuche für Unternehmen zu vereinfachen. Es ist uns aber auch wichtig, die Wirtschaftskraft in den Regionen zu erhalten und zu beleben.“

Industrie- und Gewerbebrachen sichtbar machen

Erklärtes Ziel ist es, Informationen über bestehende Industrie- und Gewerbebrachen in der Standortdatenbank transparent zu machen. Darunter fallen Flächen mit bestehender Widmung, die mehr als drei Jahre leer stehen – also beispielsweise ehemalige Produktions- und Lagerflächen oder ungenutzte Gewerbeflächen. Aktuell gibt es in Oberösterreich rund 102 solcher Flächen mit einem Gesamtausmaß von 68 Hektar. Wie viele dieser Flächen auch tatsächlich auf den Markt kommen, ist regional sehr unterschiedlich. Im Innviertel beispielsweise sind aktuell nur 6 von 25 Brachflächen verfügbar.

Archivbild – v.l.: Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner und Wirtschaftskammer-OÖ-Präsidentin Mag.a Doris Hummer.
 Foto: Strobl
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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