Bauernbund zum Weltumwelttag: Regionalität – Schlüssel der Nachhaltigkeit

Der bewusste Einkauf regional erzeugter Qualitätslebensmittel schützt nicht nur das Klima und die Umwelt, sondern sichert das Überleben der heimischen bäuerlichen Familienbetriebe. Mit dem Griff ins Regal entscheidet der Konsument tagtäglich neu über das Aussehen des Landschaftsbildes und über die Form, wie Lebensmittel produziert werden.

Prinzip der Kreislaufwirtschaft

Die österreichischen Bäuerinnen und Bauern produzieren Lebensmittel immer schon nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Durch die Ernte werden dem Ackerboden Nährstoffe entzogen. Die Verfütterung der geernteten Pflanzen bedingt das Entstehen von Wirtschaftsdünger (Gülle, Jauche und Mist), welcher auf die Felder ausgebracht wird, damit die Nährstoffe der nächsten Kultur wieder zur Verfügung stehen. „Der Einsatz von Wirtschaftsdünger ist wichtig für die Aufrechterhaltung bzw. Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und einer gesunden Humusschicht sowie eines vitalen Bodenlebens. Außerdem ist der kurze Transportweg auf das Feld positiv für das Klima“, betont der Landesobmann des OÖ Bauernbundes LR Max Hiegelsberger.

Flächengebundene Landwirtschaft

Die flächengebundene Landwirtschaft ist in Österreich gesetzlich verankert. Das heißt, der aktuell auf dem Feld wachsenden Kultur dürfen nur so viele Nährstoffe zugeführt werden, als sie zum Wachsen benötigt. „Das Modell der flächengebundenen Landbewirtschaftung entspricht in jeglicher Hinsicht dem Kreislauf- und Umweltgedanken. Die sorgfältige Bewirtschaftung durch die Bäuerinnen und Bauern garantiert unter anderem die hervorragende Qualität unseres Trinkwassers. In anderen Ländern der EU sieht das ganz anders aus“, erklärt Hiegelsberger.

Herkunftskennzeichnung

Nur durch eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, hat der Konsument beim Einkauf auch die Möglichkeit, sich ganz bewusst für ein österreichisches Qualitätslebensmittel, entscheiden zu können. Er kauft dadurch nicht nur ein exzellentes Lebensmittel sondern auch Regionalität, Umwelt- und Klimaschutz und gewährleistet eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft.

Faire Preise

Die aktuelle Krise hat gezeigt, wie anfällig der internationale Warenverkehr ist. Die heimische Landwirtschaft hat einmal mehr bewiesen, dass sie die Bevölkerung mit wertvollen Lebensmitteln versorgt. Die bäuerlichen Familienbetriebe bzw. die für Österreich typische kleinstrukturierte Landwirtschaft ist langfristig nur dann möglich, wenn die Bauernfamilien entsprechend Einkommen auf ihren Höfen erwirtschaften können. Nur so sind auch weiterhin die Begriffe Kreislaufwirtschaft, Klima- und Umweltschutz gelebte Realität und nicht nur leere Worte. „Die Preisschlachten der Handelsketten müssen endlich aufhören. Der Handel wirbt und schmückt sich mit Regionalität und ihren positiven Eigenschaften, aber bezahlen will er sie dem Bauern nicht. Konsumenten haben dabei als Partner der Landwirtschaft große Bedeutung. Denn das Einkaufsverhalten spiegelt sich auch im Erscheinungsbild unserer Kulturlandschaft wider“, so Hiegelsberger abschließend.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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