Strategische Schwerpunkte der WKOÖ-Sparte Bank und Versicherung

Spartenobfrau Keplinger-Mitterlehner:
„Corona-Krise ist die größte Herausforderung“

Das neue Präsidium der Sparte Bank und Versicherung in der WKO Oberösterreich will sich mit voller Kraft mit den für die oberösterreichischen Banken und Versicherungen bestehenden Herausforderungen auseinandersetzen. Die größte und aktuellste Herausforderung ist natürlich die Corona-Krise. „Für die Sparte Bank und Versicherung und ihre Mitgliedsbetriebe geht es nun darum, bei dem Weg aus der Krise eine zentrale Rolle zu übernehmen und gleichzeitig aber auch Handlungsfelder zu bearbeiten, die auch ohne Corona-Krise zukünftige Herausforderungen mit sich bringen“, betont Spartenobfrau Michaela Keplinger-Mitterlehner. Die Arbeit der Sparte wird daher in drei strategische Bereiche ausgerichtet werden, und zwar in das Aufzeigen der Rolle und die Bedeutung von Banken und Versicherungen für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich, in die Forcierung von Finanzbildung und Finanzwissen sowie in die Sicherheit und Cybersecurity.

Insbesondere aufgrund der aktuellen Krise kommt den Banken und Versicherungen eine besondere Stellung zu. Seit Ausbruch der Covid-19-Krise haben Oberösterreichs Banken für mehr als 21.000 Privat- und Kommerzkunden Ratenstundungen genehmigt und damit einen wesentlichen Anteil zur Liquiditätssicherung geleistet. Über 3300 Unternehmen wurden mit Hilfe von Bundesgarantien (AWS, ÖHT, COFAG u. a.) unterstützt, das Gesamtvolumen an geförderten Krediten beträgt alleine in Oberösterreich mehr als 1,8 Mrd. Euro, knapp 50 Prozent dieser Mittel sind Exportförderungen. Neben diesen krisenbedingten Maßnahmen leisten die oö. Banken auch noch unverzichtbare Arbeit für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Maßgebliche Beteiligungen an großen Leitbetrieben sichern unmittelbar Tausende Arbeitsplätze und tragen dazu bei, dass diese Unternehmen auch im Bundesland verankert bleiben.

Als zweiten Schwerpunkt will die Sparte Bank und Versicherung die Finanzbildung und das Wissen um die Finazwirtschaft forcieren und ihre Aktivitäten weiter ausbauen. Diese beinhalten u.a. den Bildungsschwerpunkt Finanz- und Risikomanagement an den Handelsakademien, die Finanzbildung an weiteren mittleren und höheren Schulen, speziell für AHS-Maturanten die Ausbildung zum Bankkaufmann in der Dualen Akademie, aber auch die klassische Lehre mit den beiden Lehrberufen „Bankkaufmann“ und „Versicherungskaufmann“.

Dritter  Schwerpunkt ist das Sicherheitsthema, wobei hier neben klassischen Präventionsmaßnahmen in enger Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden bei Raub auch Augenmerk auf Betrugsdelikte gelegt wird. Zahlreiche Schulungen und Coachings sollen sicherstellen, dass bei derartigen Vorkommnissen richtig reagiert wird und die Situation optimal bewältigt werden kann. Ein hochbrisantes Thema ist die zunehmende Cyberkriminalität. Neben der Schaffung von technisch einwandfreien Tools bzw. Programmen (E-Banking-Lösungen) wird besonderer Wert auf eine starke Sensibilisierung der Kunden bei der Nutzung elektronischer Bankdienstleistungen gelegt. Der sorgsame Umgang mit Zugangsdaten und Kennwörtern für elektronische Bankdienstleistungen ist für den jeweiligen Nutzer von immenser Bedeutung. Verstärkte Schulungen und Informationskampagnen sollen hier Abhilfe schaffen.

„Mit diesem strategischen Programm wollen wir einen wertvollen Beitrag leisten, den Wirtschaftsstandort Oberösterreich weiter zu stärken und gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden die Zukunft zu gestalten“, so Spartenobfrau Michaela Keplinger-Mitterlehner.

Foto:
Spartenobfrau Mag. Michaela Keplinger-Mitterlehner und Spartengeschäftsführer Mag. Josef Schachner-Nedherer
© WKOÖ
Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV