Nächster Schritt beim Tourismus-Comeback: Die Hotels und Freizeitbetriebe wieder auf

I N F O R M A T I O N

„Nach der Wiedereröffnung der Gastronomie erfolgt morgen, Freitag, der nächste wichtige Schritt beim Comeback des Tourismus in Österreich: Auch die Hotels, Beherbergungsbetriebe sowie die Freizeitbetriebe können wieder aufsperren. Das gibt den Betrieben und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wieder eine Perspektive. Immerhin sind nach der Gastro-Öffnung allein in der Gastronomie seit vergangener Woche österreichweit rund 5.000 Arbeitslose wieder in die Beschäftigung zurückgekehrt. Mit dem Öffnen der Hotels, Beherbergungs- und Freizeitbetriebe wird sich dieser positive Trend sicher verstärken“, unterstreicht Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner.

„Urlaub in Oberösterreich“ bringt dreifachen Nutzen

„Das morgige weitere Comeback des Tourismus bringt auch den Gästen eine zusätzliche Perspektive: Nach den wochenlangen Corona-Beschränkungen können sie dann nicht nur weder ihren Wirt besuchen, sondern auch wieder einen Urlaub buchen und antreten. Oberösterreich hat hier besonders viel an Urlaubsvergnügen zu bieten. Daher empfehle ich gerade den Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher jetzt das eigene Bundesland als Urlaubsziel zu wählen. Denn damit unterstützen sie nicht nur die Tourismusbetriebe, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zusätzliche auch Zulieferer und Dienstleister, sondern sie tun sich auch selbst was Gutes. Das bringt also einen dreifachen Nutzen“, erklärt Landesrat Achleitner. Das weitere Wiederhochfahren des Tourismus ist auch wichtig, um zusätzlich Urlaubsfreude bei den Menschen zu wecken.

Tourismus-Comeback mit „Vorsicht und Zuversicht“

„Für uns ist klar, das Comeback des Tourismus geht nur unter der Vorgabe ‚Vorsicht und Zuversicht‘. Der Schutz der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Gäste hat natürlich oberste Priorität. Daher braucht es flankierende Maßnahmen wie Einhaltung von Mindestabständen, das Tragen von Mund- und Nasenschutz in Bereichen mit erhöhten Personenaufkommen, ein kontrolliertes Einlass- und Ausgangsmanagement sowie umfassendeDesinfektionsmaßnahmen“, so Landesrat Achleitner. Auch das vom Bund angekündigte Angebot von flächendeckenden Testungen von Tourismus- Mitarbeiter/innen ab Juli ist hier eine wichtige Maßnahme.

Die vom Gesundheitsministerium gestern veröffentlichte Lockerungsverordnung gibt für Ausflugsziele und Freizeiteinrichtungen im ganzen Land, Seilbahnen sowie Schifffahrtsunternehmen auf der Donau und den Salzkammergut-Seen die Rahmenbedingungen für den bevorstehenden Saisonstart vor. So starten beispielsweise Dachstein-Krippenstein samt Höhlen (Dachstein Rieseneishöhle, Mammuthöhle und Koppenbrüllerhöhle, Gosaukammbahn, Feuerkogel und Grünberg morgen, Freitag. Die Bahnen sind zu den geplanten Öffnungszeiten sieben Tage die Woche in Betrieb. In Hinterstoder starten die Bergbahnen ab Samstag mit Wochenend- und Feiertagsbetrieb, ab 11. Juni fahren die Bergbahnen auch dort durchgehend.

Weitere Beispiele: Seit Mitte Mai werden wieder Touren von Naturschauspiel durchgeführt: https://www.naturschauspiel.at/. Am kommenden Samstag; 30. Mai, legt beispielsweise auch die MS Linzerin (Wurm & Noé) auf der Donau wieder ab, selbstverständlich mit einem umfangreichen Sicherheits- und Hygienekonzept.

„Oberösterreichs Stärke: Wir sind ganz Österreich im Kleinen“

„Die große Stärke des Urlaubslandes Oberösterreich ist: Wir sind ganz Österreich im Kleinen, weil wir alles haben, Berge und Seen, aber etwa auch kulinarische Köstlichkeiten. Vor allem wer Urlaubsvergnügen in freier Natur und schöner Landschaft sucht, ist in unserem Bundesland bestens aufgehoben“, unterstreicht Landesrat Achleitner. „Darauf wollen wir auch mit der Kampagne ‚Drinnen ist nicht draußen. Komm raus und erlebe Oberösterreich‘ des Oberösterreich Tourismus aufmerksam machen und so Lust auf einen Urlaub in Oberösterreich wecken“, erklärt Landesrat Achleitner. Während die Österreich-Werbung ihre Kampagne jetzt im Juni startet, rührt der Oberösterreich Tourismus bereits seit Anfang Mai die Werbetrommel für einen „Urlaub in Oberöstereich“.

OÖ profitiert von Grenzöffnung zu Deutschland ab 15. Juni

„Im vergangenen Jahr sind 52 % der Sommergäste in Oberösterreich aus Österreich gekommen. Um diese Gäste bemühen wir uns heuer besonders, ebenso um die Gäste aus dem benachbarten Deutschland, die im Vorjahr mit 24 % die zweitgrößte Gästegruppe nach den Inländern gestellt haben. Denn die angekündigte Grenzöffnung zwischen Österreich und Deutschland ab 15. Juni gibt Oberösterreichs Tourismus nun eine zusätzliche Perspektive“, erläutert Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner.

Sommerhalbjahr 2019 und Wintersaison 2019/2020:

Im vergangenen Sommerhalbjahr gab es in Oberösterreich insgesamt 5,36 Mio. Nächtigungen. Darauf entfielen auf Gäste aus dem Inland 2,79 Mio. Nächtigungen. Von den inländischen Gästen kamen im Sommer des Vorjahres 28,6 % aus Oberösterreich, 18,3 % aus Wien und 17,6 % aus Niederösterreich.

Ausländische Gäste sorgen im vergangenen Sommer für 2,57 Mio. Nächtiungen. Davon entfielen 24 % auf Gäste aus Deutschland und 2,9 % aus Tschechien.

Die jähe Unterbrechung des Wintertourismus Mitte März hat auch Auswirkungen auf die Tourismuszahlen für die Wintersaison: Gab es von November 2019 bis Februar 2020 bei den Ankünften in Oberösterreich noch ein Plus von +5,2 % und bei den Nächtigungen ein Plus von +3,7 %, so kam der Tourismus auch in Oberösterreich ab Mitte März sowie den gesamten April nahezu ganz zum Erliegen.

OÖ. Unterstützung für Tourismusbetriebe voll angelaufen

Die nunmehrige weitere Öffnung des Tourismus stärkt auch Oberösterreichs Betriebe in dieser Branche. „Auch die Unterstützung des Landes OÖ im Rahmen des OÖ. Tourismuspaketes ist voll angelaufen: Mittlerweile haben bereits 510 oö. Tourismusbetriebe Überbrückungskredite in Höhe von 62,7 Mio. Euro von der Österreichischen Hoteliers- und Tourismusbank abgerufen. Das Land unterstützt sie dabei durch die Übernahme der Zinsen bis Ende 2021. Bis jetzt belaufen sich die Zinszuschüsse des Landes bereits auf 1,9 Mio. Euro“, betont Landesrat Achleitner.

Die Eckpunkte für das Hochfahren der Tourismus- und Freizeitwirtschaft im Überblick:

„Die vom Gesundheitsministerium gestern veröffentlichte Lockerungsverordnung bringt auch für die Hotels, Beherberungsbetriebe sowie Freizeitbetriebe gute Aussichten für die heurige Sommersaison. Selbstverständlich steht der Schutz der Gesundheit sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die Gäste weiterhin an oberster Stelle. Die Vorgaben des Bundes verbinden eine höchstmögliche Sicherheit mit Rahmenbedingungen, die auch in Zeiten von Corona ein Urlaubserlebnis ermöglichen“, betont Wirtschafts- und Tourismus- Landesrat Markus Achleitner.

Regeln für Beherbergungsbetriebe:

  •   Mindestabstand von einem Meter gilt auch in Beherbergungsbetrieben – außer innerhalb einer Gästegruppe oder für Personen, die sonst im gemeinsamen Haushalt leben
  •   Mund-Nasen-Schutz im Bereich des Eingangs und der Rezeption
  •   Mund- und Nasenbereich abdeckende Schutzvorrichtung für Mitarbeiter mit Gästekontakt oder Schutzvorrichtungen zur räumlichen Trennung
  •   Für den Gastronomiebereich der Beherbergung gelten die gleichen Bestimmungen wie für reine Gastronomiebetriebe mit einer Erleichterung: Frühstücksbuffets sind damit grundsätzlich möglich
  •   Wellnesseinrichtungen können genutzt werden, wenn Betriebe ihre Badeordnung und Hygienemaßnahmen gemäß den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums gestalten.
  •   Auch Schutzhütten können ab morgen, Freitag, wieder Wanderer beherbergen, Gemeinschaftsschlafräume können unter bestimmten Voraussetzungen genutzt werden. Veranstaltungen, Seminare und Hochzeiten:
  •   Ab 29.5. sind Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen erlaubt
    o Für Verabreichen von Speisen und Ausschank von Getränken gelten gleiche Regeln wie für Gastronomie.
  •   Mit 1. Juli 2020 sind Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen in geschlossenen Räumen mit bis zu 250 Pressekonferenz am 28. Mai 2020

Personen und im Freiluftbereich mit bis zu 500 Personen zulässig.

  •   Mit 1. August 2020 sind Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen in geschlossenen Räumen mit bis zu 500 Personen und im Freiluftbereich mit bis zu 750 Personen zulässig.
  •   Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen in geschlossenen Räumen mit bis zu 1.000 Personen und im Freiluftbereich mit bis zu 1.250 Personen sind nur mit Bewilligung der Bezirksverwaltungsbehörde zulässig.

Regeln für Freizeiteinrichtungen:

  •   Besucherbereich Indoor:
    o Mund-Nasen-Schutz für Besucher und 1 Meter Abstand o Pro Besucher sollen 10m2 zur Verfügung stehen
    o Mitarbeiter haben auch Mund-Nasen-Schutzes zu tragen
  •   Besucherbereich Outdoor:
    o Abstand von mindestens einem Meter Regeln für Seil- und Zahnradbahne, Reisebusse und Ausflugsschiffe:
  •   Bei der Beförderung von Personen in Seil- und Zahnradbahnen, Reisebussen und Ausflugsschiffen Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
  •   Die Einhaltung des Abstandes von einem Meter kann aufgrund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen ausnahmsweise unterschritten werden.

Aktuelle IMAS-Umfrage zeigt: Viele Oberösterreicher/innen sind bezüglich Urlaubsplänen noch abwartend

„Auch wenn das schrittweise Hochfahren des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft vielen Menschen und Betrieben wieder neue Perspektiven gebracht hat und auch die Rekordarbeitslosigkeit langsam wieder zurückgeht, so hat die Corona-Krise doch weiterhin gravierende Auswirkungen auf jeden Einzelnen. Zugleich haben die wochenlangen Corona-Beschränkungen auch für eine große Sehnsucht der Menschen nach Freizeit und Erholung in der Natur gesorgt. Beides hat natürlich auch Auswirkungen auf die Urlaubspläne und das Reiseverhalten der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher in der bevorstehenden Sommersaison insbesondere auch im Hinblick auf Oberösterreich als Urlaubsziel. Das belegt auch eine aktuelle Erhebung von IMAS International“, erklärt Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner.

„Die Ergebnisse der IMAS-Befragung zeigen, dass 42 % der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher schon ziemlich fix einen Sommerurlaub geplant haben. Weitere 43 % sind zum Zeitpunkt der Befragung noch zurückhaltend gewesen. Auf dieses Potenzial wollen wir uns mit unserer ‚Urlaub in Oberösterreich‘– Kampagne nun konzentrieren, um hier die Urlaubs- und Konsumfreude im eigenen Land noch verstärken bzw. zusätzlich zu wecken“, so Landesrat Achleitner. „Für diese Gruppe sind auch die nunmehrigen weiteren Öffnungsschritte im Tourismus wichtig. Denn sie geben unseren Aktivitäten, mit denen wir die Lust auf Urlaub in Oberösterreich wecken wollen, weiteren Rückenwind“, betont Landesrat Achleitner.

Ziel dieser empirischen Untersuchung, die IMAS-International im Auftrag von Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner durchgeführt hat, war es, die Ansichten der Oberösterreicher/innen bezüglich ihres Tourismus- und Freizeitverhaltens während der COVID-19-Krise demoskopisch zu erheben. Besonderer Fokus wurde auf Oberösterreich als Urlaubsziel gelegt. Erhebungszeitraum war von 4. bis 15. Mai 2020. Es wurden 407 Personen (repräsentativ für die oberösterreichische Bevölkerung ab 16 Jahren) befragt, in Form von computergestützen telefonischen Interviews (CATI).

Blick auf den Sommer Urlaubspläne 2019 und 2020 im Vergleich:

  •   Für die Frage über das aktuelle Urlaubsverhalten ist das Reiseverhalten im vergangenen Jahr sehr wesentlich.
  •   Viele Oberösterreicher/innen waren auf Urlaub, genau genommen waren rund vier Fünftel der Oberösterreicher 2019 zumindest einmal auf Urlaub. Knapp jeder Vierte war zumindest zweimal und mehr als ein Drittel der Oberösterreicher/innen sogar dreimal oder häufiger. Reiseaffin sind insbesondere Personen mit höherem Bildungsabschluss und Personen unter 35 Jahren.

Unterschiede Urlaub 2019 und Urlaub 2020:

  •   Insgesamt sind im Befragungszeitraum von 4. bis 15. Mai deutliche Unterschiede zum geplanten Urlaub in 2020 zu erkennen. Im Detail haben schon ziemlich sicher rund zwei Fünftel 2020 einen Urlaub geplant. Personen, die letztes Jahr nicht auf Urlaub waren, haben dies zum Großteil auch heuer nicht vor. Nur jeder zweite Oberösterreicher, der 2019 auf Urlaub war, hat nach aktuellem Stand auch 2020 bereits einen Urlaub geplant.
  •   Wichtig dabei ist, dass die Gruppe, die letztes Jahr einen Urlaub gemacht hat und aktuell noch nicht geplant hat, eine sogenannte „Warteraum“-Position einnimmt. Dies ist ein Potenzialgruppe für den OÖ Tourismus im heurigen Sommer. Denn eines ist sicher: Die Neigung zum Reisen liegt unter denjenigen, die in der Vergangenheit reiseaffin waren, höher als in ihrer Gegengruppe.

Bildtexte:

Foto 1 – V.l.: Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner und DDr. Paul Eiselsberg, Senior Research Director IMAS International, präsentierten eine aktuelle IMAS-Umfrage zum Urlaubsverhalten der Oberösterreicher/innen im Zeiten von Corona vor dem Hintergrund der morgigen Wiedereröffnung von Hotellerie, Beherbergungsbetrieben und Freizeitbetrieben.

Foto 2 – Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner (re.) und DDr. Paul Eiselsberg (L.), Senior Research Director IMAS International, präsentierten eine aktuelle IMAS-Umfrage zum Urlaubsverhalten der Oberösterreicher/innen im Zeiten von Corona vor dem Hintergrund der morgigen Wiedereröffnung von Hotellerie, Beherbergungsbetrieben und Freizeitbetrieben.

Fotos: Land OÖ/Vanessa Ehrengruber

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV