Mitteilungen der Katholischen Pfarre Bad Ischl

Liebe Mitchristen!

Wir haben Corona-bedingt eine überlange Fastenzeit hinter uns gebracht. Ostern haben wir als Auferstehung aus dem verordneten Lockdown gefeiert. Und zu Pfingsten werden weitere Öffnungen möglich. Die himmlische Regie dürfte daran nicht ganz unbeteiligt sein, denn das passt perfekt zum heutigen Fest. „To lock“ heißt übersetzt „verriegeln“. Und im Johannesevangelium lesen wir:

„Als es nun Abend war an jenem ersten Wochentag – und die Türen aus Furcht verriegelt – kam Jesus, trat in die Runde und sagt zu den Jüngerinnen und Jüngern: Shalom! Friede euch!“ (Joh 20,19 übersetzt von Fridolin Stier).

Die Furcht ist damals verständlich gewesen. Die Jesusleute hatten es ja mit mächtigen Gegnern zu tun, mit hochgestellten Persönlichkeiten und traditionsverliebten Gläubigen.

Die Ängste, die uns heute plagen, kommen auch nicht von ungefähr. Denn das Virus, das wir fürchten, ist tückisch und unberechenbar. Daher erfolgt die Öffnung in überlegten Schritten. Und Regeln halten ist auch weiterhin ein Akt der Solidarität, ob sie uns nun schmecken oder nicht.

Und bitte lieber Gott, hauch uns kräftig an mit deinem gesunden, gütigen und versöhnlichen heiligen Geist, denn manches, was an Meinungen abgesondert wird, ist derartig geistlos und bei den Haaren herbei gezogen, dass einem schlecht werden könnte. Es müssen ja nicht gleich alle sieben Gaben des Geistes sein, die wir in der Firmung bekommen haben: uns der Gabe des Verstandes und der Weisheit zu bedienen, würde schon helfen. Ein klarer Kopf und ein starkes Herz.

Ihr/euer

                        Pfarrer

Ppfingsten:  L1: apg 2,1-11;   L 2: 1 kor 12,3b-7.12-13;   ev: joh 20,19-23

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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