VKI-Test E-Bikes: 5 von 12 Rädern mit gravierenden Sicherheitsmängeln

Kalkhoff und Kettler fielen bei der Standardprüfung zur Brandsicherheit durch

Mittlerweile ist bereits jedes dritte in Österreich verkaufte Rad ein E-Bike. Tendenz steigend. Zu Beginn der Radsaison hat der VKI nun 12 E-Bikes getestet, die für einen Richtpreis zwischen 2.300 Euro und 3.500 Euro erhältlich sind und damit einem höheren Preissegment angehören. Geprüft wurden die Räder sowohl im Labor (20.000-Kilometer-Dauertest, Schadstoffe, Brandsicherheit, etc.) als auch in einem ausführlichen Praxistest. 4 von 12 E-Bikes machten dabei eine „gute“ Figur, während bei 5 Rädern gröbere Sicherheitsmängel festgestellt wurden. 2 der teuersten Räder im Test, von Kalkhoff und Kettler, bestanden die Standardprüfung zur Brandsicherheit nicht und wurden mit „nicht zufriedenstellend“ bewertet. Bei 3 weiteren Rädern wurden nach der Dauerprüfung Anrisse festgestellt. Sie erhielten ein „weniger zufriedenstellend“. Im Rahmen des Tests wurden damit gesamt 4 „gut“, 3 „durchschnittlich“, 3 „weniger zufriedenstellend“ und 2 „nicht zufriedenstellend“ vergeben. Alle Details zum Test sowie eine ergänzende Erhebung zu E-Bike-Versicherungen gibt es ab dem 28.5. in KONSUMENT und ab sofort auf www.konsument.at.

Im Praxistest konnten die 12 E-Bikes in vielfacher Hinsicht überzeugen: ob nun in puncto Reichweite, Fahrverhalten oder Komfort. Auch wenn es hier in manchen Bereichen, etwa der Fahrstabilität oder der Verarbeitung, schon in der Praxis zu größeren Unterschieden kam: Erst im Labor wurden die gravierenden Mängel einiger E-Bikes offenkundig. Bei mehreren Rädern wurden nach dem Dauertest über 20.000 Kilometer Anrisse festgestellt, und zwar bei Qwic am Steuerrohr, bei Fischer an der Sattelstützenklemmung und bei Flyer am Rahmenrohr im Bereich der Akkuaufnahme. Diese drei Räder erhielten folglich nur eine „weniger zufriedenstellende“ Bewertung. Zu Anrissen kam es weiters an der Sattelstütze des Kalkhoff-Rades mit der Typenbezeichnung Endeavour 5.S Move. Dieses E-Bike offenbarte aber ein noch schwerwiegenderes Problem: Es fiel, ebenso wie das Kettler Paramount 10G, bei der Standardprüfung zur Brandsicherheit durch. Bei Kalkhoff geriet das Steckergehäuse am Ladegerät in Brand, bei Kettler jenes beim Akku. Vom Kauf oder der Verwendung eines dieser beiden Räder ist daher dringend abzuraten.

SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse sowie eine ergänzende Erhebung zu E-Bike-Versicherungen gibt es ab dem 28.5. in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und ab sofort auf www.konsument.at.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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