Tuningnacht führte zu mehreren Polizeieinsätzen

Bezirk Linz Land, Stadt Linz, Stadt Wels

In den sozialen Medien wurde am 16. Mai 2020 zu einer Zusammenkunft der Tuningszene in größerem Ausmaß bei einem Einkaufszentrum in Asten aufgerufen. Gegen 22 Uhr setzte dort reger Besucherzustrom ein. Etwa 800 Pkw und bis zu 2000 Personen befanden sich schließlich auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums und jenen der umliegenden Firmen. Beim Eintreffen der 14 Polizeistreifen waren aufheulende Motoren und Fehlzündungen hörbar. Die Mindestabstände untereinander wurden vielfach nicht eingehalten. Als sie die Polizeistreifen bemerkten, stellten die Personen die Übertretungen größtenteils ein und es begann der Abstrom der Besucher. Dieser dauerte aufgrund der großen Anzahl bis etwa 23:40 Uhr. 22 Anzeigen (davon eine wegen Fahrens unter Drogeneinfluss), 31 Organmandate und eine Kennzeichenabnahme standen bis dahin zu Buche.

Noch während des Abstroms wurde in den sozialen Medien mitgeteilt, dass sich das Treffen zuerst Richtung Bezirk Perg und dann doch Richtung Wels verlagerte. Dort gingen gegen 23:15 Uhr mehrere Anrufe wegen Straßenrennen auf der Osttangente ein. Am Gelände einer Tankstelle auf der Eferdinger Straße befanden sich etwa 25 Fahrzeuge, die sich dort mit Getränken eindeckten und beim Eintreffen der Polizei den Bereich verließen. Kurze Zeit später fanden sich auf dem Parkplatz eines Welser Einkaufszentrums etwa 100 Fahrzeuge ein, von denen einige fluchtartig, mit quietschenden Reifen und weit überhöhten Geschwindigkeiten davonfuhren, als die Einsatzkräfte eintrafen. Die restlichen wurden kontrolliert. Sechs Anzeigen und vier Organmandate wurden hier verhängt.

Gegen Mitternacht versammelten sich etwa 50 Fahrzeuge auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in der Linzer Salzburger Straße. Auch hier wurde von den Personen, die es sich teilweise auf Campingsesseln gemütlich gemacht hatten, nicht genügend Sicherheitsabstand eingehalten. Die meisten zeigten sich einsichtig, als sie von den Beamten darauf angesprochen wurden. Die Lage auf diesem Parkplatz beruhigte sich auch und verlagerte sich in Richtung einer nahen Tankstelle. Dort parkten etwa 25 Fahrzeuge und die rund 50 Personen standen gruppenweise beisammen. Während der Kontrollen wurden immer wieder Autorennen auf der Salzburger Straße abgehalten und ungebührlicher Lärm durch Motoraufheulen und Fehlzündungen verursacht. In Linz wurden 91 Anzeigen (davon 17 wegen Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinfluss) aufgenommen und 61 Organmandate verhängt. Eine Person wurde vorübergehend wegen aggressiven Verhaltens festgenommen und der Behörde vorgeführt. Einem Fahrzeuglenker wurden an Ort und Stelle die Kennzeichen abgenommen.

Im Bereich der Traunerkreuzung auf der B1 kam es kurz nach 0:30 Uhr zu mehreren Anrufen wegen Lärmerregung durch laute Fahrzeuge. Etwa 250 Pkw und bis zu 750 Personen befanden sich auf den umliegenden Parkplätzen. Neben unzähligen Unterschreitungen des Mindestabstandes stellten die Einsatzkräfte frische Gummiabriebe auf der Fahrbahn fest. Mehrere Fahrzeuglenker fuhren mit aufheulenden Motoren auf und ab. Sechs Anzeigen und neun Organmandate waren hier die Folge. Bis etwa 2 Uhr war der Bereich wieder leer.

Zu diesem Zeitpunkt ging eine Anzeige wegen Lärmerregung beim Ödter See ein. Einige wenige Pkw hielten sich beim Eintreffen der Polizeistreifen dort auf. Wegen zu lauter Musik wurde hier ein Organmandat ausgestellt.

Summa summarum wurden in der Nacht 125 Anzeigen, davon 28 wegen Missachtung der Covid-19 Bestimmungen, erstattet und 106 Organmandate, davon 41 wegen Missachtung der Covid-19 Bestimmungen, verhängt.

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Steinkellners Kampf gegen Raserbanden geht in die nächste Runde

Großeinsatz der Polizei im OÖ Zentralraum sorgt für zahlreiche Anzeigen gegen Verkehrsraudis

Linz/Wels/Traun/Asten

Die Tuningszene hat in der vergangenen Nacht von Samstag auf Sonntag die Polizei im oberösterreichischen Zentralraum zu Höchstleistungen angespornt. 800 PKW mit bis zu 2.000 Personen waren beteiligt. 125 Delikte wurden zur Anzeige ausgestellt.

„Über soziale Medien werden Zusammenkünfte der Tuningszene im Ausmaß von Großveranstaltungen organisiert. So trafen sich gestern Abend, gegen 22:00 Uhr, auf dem Besucherparkplatz eines Astener Einkaufszentrums, etwa 800 PKW mit bis zu 2.000 Personen. 14 Polizeistreifen stellten zahlreiche Delikte, unter anderem auch wegen Fahrens unter Drogeneinfluss, fest. Es kam hier zu 22 Anzeigen, 31 Organmandaten und einer Kennzeichenabnahme“, fasst Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner zusammen.

Als sie die Polizeistreifen bemerkt wurden, stellte die Tuninggemeinde die Übertretungen größtenteils ein und wanderte ab. Die Abwanderung dauerte aufgrund der großen Anzahl über eineinhalb Stunden.Noch während des Abstroms wurde weiter rege über die sozialen Medien kommuniziert und das Treffen zuerst Richtung Ausee im Bezirk Perg und dann Richtung Wels verlagert. Nachdem die Polizeibeamten rasch handelten und die Zufahrt zum Ausee sperrten wurde ein neuer Treffpunkt in Wels organisiert. Hier gingen gegen 23:15 Uhr mehrere Anrufe wegen illegaler Straßenrennen ein. Am Gelände einer Tankstelle auf der Eferdinger Straße befanden sich etwa 25 Fahrzeuge, welche mit Getränken eindeckten und beim Eintreffen der Polizei diesen Bereich verließen. Kurz darauf fanden sich bei einem Welser Einkaufszentrums etwa 100 Fahrzeuge ein. Als auch hier die Einsatzkräfte eintrafen kam es zu einigen fluchtartigen Manövern, mit quietschenden Reifen und weit überhöhten Geschwindigkeiten. Auch hier konnten sechs weitere Anzeigen und vier Organmandate seitens der Polizei verhängt werden.

Gegen Mitternacht versammelten sich etwa 50 Fahrzeuge auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in der Linzer Salzburger Straße. Einige Personen veranstalteten kurzerhand eine Art Picknick indem sie es sich auf Campingstühlen gemütlich machte. Auch dieses Treffen konnte von der Polizei rasch aufgelöst werden, so dass sich die Lage am Parkplatz beruhigte. Allerdings trafen sich weitere hartnäckige Personengruppen bei einer nahegelegenen Tankstelle. Dort parkten etwa 25 Fahrzeuge mit rund 50 Personen. Während die Polizei mit Kontrollen beschäftigt war, kam es auf der Salzburger Straße zu illegalen Autorennen. Aufgrund des Motorenheulens und der hohen Geschwindigkeiten kam es zu ausufernden Lärmbelästigungen. In Linz wurden 91 Anzeigen, davon alleine 17 wegen Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, und 61 Organmandate verhängt. Eine Person wurde wegen aggressivem Verhalten festgenommen. Einem anderen Fahrzeuglenker wurden an Ort und Stelle die Kennzeichen abgenommen.

Im Bereich der „alten Traunerkreuzung“ kam es auf der Wiener Straße dann gegen 00:30 zu weiteren Anrufen wegen Lärmerregung durch laute Fahrzeuge. Etwa 250 PKW und bis zu 750 Personen befanden sich auf den umliegenden Parkplätzen. Unzähligen Überschreitungen stellten die Einsatzkräfte auch hier fest. Sechs Anzeigen und neun Organmandate waren hier die Folge. Bis etwa 02:00 Uhr war der Bereich wieder leer. Zu diesem Zeitpunkt ging eine Anzeige wegen Lärmerregung beim Ödter See ein. Einige wenige PKW hielten sich beim Eintreffen der Polizeistreifen dort auf. Wegen zu lauter Musik wurde hier ein Organmandat ausgestellt.

„In Summe wurden alleine in dieser Nacht, 125 Anzeigen und 106 Organmandate verhängt. Ereignisse wie diese können nicht länger toleriert werden. Diese Art der Verkehrssicherheitsverletzungen und Verhöhnungen unserer Anstandsregeln müssen die volle Härte des Gesetzes erfahren. Deshalb setzte ich mich dafür ein, dass bei illegalen Straßenrennen ein Entzug des Fahrzeuges veranlasst werden darf. 

Eine mögliche Gesetzesanpassung muss von Seiten des Bundes vorgenommen werden. Ein Vorschlag wird von Seiten des Infrastrukturressorts aber bereits erarbeitet“, so Steinkellner abschließend.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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