Kinderbetreuung in den Sommermonaten

Erweiterte Öffnungszeiten in vielen Gemeinde-Einrichtungen / Ferienprojektförderung kann bis 21. Juni beantragt werden

Salzburger Landeskorrespondenz, 13. Mai 2020

(LK) Die Ferienzeit wird normalerweise herbeigesehnt, doch heuer ist vieles anders. Covid-19 wirft Schatten voraus, denn viele Eltern haben bereits Urlaubstage für die Betreuung der Kinder in den vergangenen Wochen verbraucht. „Zahlreiche Familien stehen vor der Frage, wie die Betreuung während der Sommermonate geschafft werden kann. Erster Ansprechpartner sind die Gemeinden, die den Auftrag haben, für Kinder bis 14 Jahre Angebote zur Verfügung zu stellen“, berichtet Familienlandesrätin Andrea Klambauer.

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Salzburger Landeskorrespondenz
Im Vorjahr besuchte LR Andrea Klambauer das integrative Ferienangebot „NaKiTi“ In Nußdorf. Heuer können Förderungen für Ferienprojekte noch bis 21. Juni beim Land beantragt werden.

Viele Gemeinden und Träger haben bereits erweiterte Öffnungszeiten in den Sommermonaten angekündigt und bereiten sich auf Ferien im Sinne der Familien vor.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Laut Landesrätin Andrea Klambauer zeigt sich, dass die Angebote in den Gemeinden bei den Kleinkindern bereits deutlich besser ausgebaut sind. Denn: Hier haben schon jetzt 116 Einrichtungen, also 75 Prozent, nur fünf Wochen oder weniger im Jahr geschlossen und ermöglichen damit die Berufstätigkeit der Eltern. „Schon bisher hatten von den landesweit 595 Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen 319 nur fünf Wochen oder weniger im Jahr geschlossen, weitere 70 Einrichtungen sechs Wochen im Jahr. Es freut mich, dass viele Gemeinden, darunter auch die Stadt Salzburg, heuer nochmals die Sommerschließzeiten reduzieren und damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen“, so Landesrätin Klambauer. Entsprechend dem Vereinbarkeitsindikator Familie und Beruf (VIF) sind 47 geöffnete Wochen pro Jahr das Ziel für alle Einrichtungen.

Förderung für Ferienprojekte

Im Sommer 2020 werden die neun Wochen Ferien eine besondere Herausforderung. Viele Gemeinden führen derzeit Bedarfserhebungen durch, um ihrem Versorgungsauftrag nachkommen zu können. Oftmals wird es auch gemeindeübergreifende Angebote geben. „Gemeinsam mit dem Forum Familie unterstützen wir die Gemeinden dabei, Angebote zu schaffen, die den Bedarf decken, und stellen auch eine finanzielle Förderung zur Verfügung. Die Antragsfrist für die Ferienprojektförderung des Landes Salzburg wurde heuer bis 21. Juni verlängert“, betont die Familienlandesrätin.

Ausführliche Beratung und Information

Zugleich ist es für die Gemeinden und Anbieter derzeit eine große Herausforderung, ein Programm zu gestalten, das mit den Covid-19-Vorgaben und Empfehlungen vereinbar ist. „Sport und Spiel prägen viele dieser Angebote, und gemeinsam wollen wir den Kindern Spaß und Erholung bieten. Die Gesundheit hat oberste Priorität, und daher werden die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden auch umgesetzt. Daraus ergibt sich ein Spannungsfeld für alle Beteiligten, dem wir mit Beratung und Information begegnen“, ergänzt Landesrätin Klambauer.

Förderung für schulische Nachmittagsbetreuung

Eine weitere Fördermöglichkeit gibt es für Gemeinden, die die schulische Nachmittagsbetreuung in den Ferien ganztägig anbieten. Diese wird über die Bildungsdirektion nach dem Bildungsinvestitionsgesetz abgewickelt.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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