Traunkirchen: Fischer ging über Bord – aktuelle Polizeimeldungen aus Oberösterreich

Bezirk Gmunden:

Fischer ging über Bord:

Ein 70-Jähriger und ein 64-Jähriger, beide aus dem Bezirk Gmunden, fuhren am 8. Mai 2020 gegen 11 Uhr mit einem Motorboot im Gemeindegebiet von Traunkirchen auf dem Traunsee. Auf Höhe der sogenannten Bräuwiese wollten sie ca. 80 Metern vom Ufer entfernt fischen. Dabei verloren beide aus unbekannter Ursache das Gleichgewicht und fielen über Bord in das 11ºC kalte Wasser. Der 64-Jährige schwamm dem treibenden Boot nach und konnte wieder selbständig an Bord klettern, der 70-Jährige schaffte das nicht.
Den Vorfall beobachtete ein beim Jachtclub Traunkirchen aufhältiger 45-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden. Er nahm das Clubboot in Betreib und fuhr damit zum dem in ca. 150 Meter Entfernung treibenden Mann und zog ihn aus dem Wasser.
Der 70-Jährige erlitt beim Vorfall eine leichte Unterkühlung und Erschöpfungserscheinungen und wurde mit der Rettung ins Landeskrankenhaus Gmunden eingeliefert. Der 64-Jährige blieb unverletzt.

Auto in Brand gesetzt

Am 11. April 2020 gegen 15:40 Uhr entdeckte ein Passant in einem Waldstück in der Gemeinde Roitham am Traunfall ein in Brand geratenes Fahrzeug. Die verständigte Feuerwehr konnte durch den Einsatz verhindern, dass sich das Feuer auf den Wald ausbreitete. Das Fahrzeug brannte jedoch vollständig aus. Die Polizei versuchte vorerst ohne Erfolg, den Besitzer zu ermitteln. Erst Stunden später konnte ein 39-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden ausfindig gemacht werden. Laut seiner Auskunft sei das Fahrzeug zuvor in der Garage seines Wohnhauses abgestellt gewesen.
Bei den weiteren Ermittlungen wurde festgestellt, dass auch im Wohnhaus des Fahrzeugbesitzers in der Gemeinde Laakirchen an mehreren Stellen ein Brand ausgebrochen war. Das Feuer in der Wohnung hatte sich aufgrund der dortigen Verhältnisse nicht ausgebreitet. Durch den Brand der Polstermöbel und die dadurch entstandenen Rußablagerungen wurde allerdings die gesamte Einrichtung zerstört. Die restlichen Glutnester wurden durch die Feuerwehren gelöscht. Zur Zeit des Brandes befand sich niemand in der Wohnung.
Aufgrund der Spurenlage und der sonstigen Feststellungen an den Tatorten muss in beiden Fällen von einem Fremdverschulden ausgegangen werden. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt OÖ übernommen. Von der Staatsanwaltschaft Wels wurde ein Brandsachverständiger bestellt. Weitere, umfangreiche Erhebungen sind erforderlich.

Bezirk Rohrbach und Stadt Wels

Unbefugte Inbetriebnahme eines PKWs

Ein 55-Jähriger aus der Stadt Wels nahm am 7. Mai 2020 in Wels den Pkw eines Freundes ohne dessen Zustimmung in Betrieb. Im Verlauf der Nacht fuhr er mit diesem nach Helfenberg, wo er das Fahrzeug im Ortsgebiet neben der B38 abstellt. Dort wollten ihn gegen 4:10 Uhr Polizisten einer Sektrostreife kontrollieren. Als sich die Beamten dem Pkw näherte, startete der Lenker, gab Gas und fuhr davon.
Der 55-Jährige fuhr in einem halsbrecherischen Fahrstil mit bis zu 150 km/h auf der kurvenreichen B38 in Richtung Haslach. Er überholte er an einer absolut unübersichtlichen Straßenstelle einen anderen Pkw. Im Ortsgebiet von Haslach fuhr er dann in eine Sackgasse, weshalb er gestellt werden konnte.
Der Welser wurde vorübergehend festgenommen. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass er keinen Führerschein besitzt. Er wird der Staatsanwaltschaft Linz und der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach angezeigt, die Festnahme wurde aufgehoben.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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