Großes Interesse an Corona-Sonderförderung der AK Oberösterreich


Mit Beginn der Corona-Pandemie hat die AK Oberösterreich im Rahmen ihres AK-Zukunftsfonds eine Sonderförderrunde gestartet. Zwei Millionen Euro stehen für Projekte zur Verfügung, die Unternehmern und Beschäftigten dabei helfen, die Krise zu überstehen. Home Office und Digitalisierung der Betriebsratsarbeit stehen dabei im Vordergrund. Das Interesse ist enorm. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: „Hunderte Beschäftigte profitieren bereits von den Maßnahmen.“ Die AK hilft rasch und unbürokratisch.

Die Ausrufung der Corona-Sonderförderung Anfang April hat viele Reaktionen ausgelöst. „Wir haben bis zu zehn Anfragen pro Tag. Von Unternehmen, Vereinen oder Betriebsräten. Die meisten erkundigen sich nach Unterstützung für digitale Lösungen, mit denen sie auch in Corona-Zeiten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterbeschäftigen können, ohne ihre Gesundheit zu gefährden und ohne den Betrieb zu sehr einschränken zu müssen“, berichtet AK-Direktor Dr. Josef Moser, MBA.

Die ersten Projekte sind schon gestartet – etwa bei Pro Mente Oberösterreich oder bei der Firma Pöttinger. Ursula Rauch, Betriebsrätin bei Pöttinger: „Mit der Sonderförderung konnten wir veraltete Geräte erneuern. So haben wir das Home Office erweitert. Das verringert die Ansteckungsgefahr und erspart unseren Kolleginnen und Kollegen unnötiges Pendeln.“ Bereits jetzt profitieren mehrere hundert Beschäftigte in ganz Oberösterreich von Maßnahmen, die mit Hilfe der Corona-Sonderförderung finanziert werden.

Die meisten Anfragen von Unternehmen gibt es zur Umsetzung von Home Office. Es melden sich aber auch viele Betriebsräte/-innen, die verstärkt auf Digitalisierung setzen möchten. Ihnen geht es darum, die Belegschaft auch zuhause gut erreichen zu können, um die Interessenvertretung sicherzustellen. 

Die Arbeiterkammer schaut bei der „Verteilung“ der Sonderförderung besonders auf Nachhaltigkeit: „Uns ist es wichtig, dass mit dem Geld langfristige Verbesserungen für AK-Mitglieder geschaffen werden. Mit Hilfe von Betriebs- und Einzelvereinbarungen zwischen den Betrieben und den Beschäftigten können wir sicherstellen, dass die Vorteile des digitalisierten Arbeitens auch nach der Krise noch genutzt werden können“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Das Budget für die Sonderförderungen im Rahmen des AK-Zukunftsfonds beträgt insgesamt zwei Millionen Euro. Bis diese ausgeschöpft sind, können noch Anträge eingereicht werden – jedenfalls bis spätestens 23. Mai. Es gelten die Förderbedingungen des AK-Zukunftsfonds. So werden auch alle Projekte aus dem Sonderfördertopf von einer unabhängigen Expertenjury geprüft.

Alle Infos zum AK-Zukunftsfonds und zu den Sonderförderungen gibt es unter arbeitmenschendigital.at. Beratung, Infogespräche und Juryarbeit finden derzeit ausschließlich online statt. Am 12. Mai findet von 15 bis 16 Uhr ein „Online Info-Kaffee“ zum AK-Zukunftsfonds und der Sonderförderung statt. Anmeldung per Mail an zukunftsfonds@akooe.at .

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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