Stadtgemeinde und Lehár Festival Bad Ischl feiern den 150. Geburtstag von Franz Lehár ….


….mit Sonderprogramm online und Kranzniederlegung – Sonderbriefmarke im Juli

Bad Ischl feiert am 30. April den 150. Geburtstag von Franz Lehár, der der Stadt auf besondere Weise verbunden war und immer noch ist. Die Stadtgemeinde und das Lehár Festival haben trotz Coronavirus ein Programm in Erinnerung an den „Meister der silbernen Operette“ vorbereitet.

Am Vormittag des 30. April legen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt und des Festivals Kränze am Grab Lehárs auf dem Bad Ischl Stadtfriedhof und beim Denkmal für den Komponisten im Kurpark nieder. Diese Kranzniederlegungen können leider nicht öffentlich stattfinden. 

Als Alternative zu den geplanten Festivitäten anlässlich des 150. Geburtstages des Operettenkönigs Franz Lehár, die aus gegebenen Anlass zur Zeit nicht möglich sind, hat das Lehár Festival Bad Ischl gemeinsam mit dem Salzkammergut TV eine besondere Sendung produziert. Gezeigt werden Raritäten, noch nie veröffentlichtes Bild- und Filmmaterial des Bad Ischler Ehrenbürgers, sowie Interviews mit prominenten Vertretern des Genres, die ihre Erfahrungen mit dem Gesamtwerk Franz Lehárs thematisieren!

Die Erstausstrahlung findet am Donnerstag, 30. 4., um 20 Uhr statt und kann auch über einen Livestream auf http://www.fotohofer.at/ gesehen werden.
Sie wird auch danach über Youtube weiterhin zu sehen sein!

Die Österreichische Post wird am 11. Juli, am Tag der geplanten Eröffnung des Lehár Festivals, eine Sonderbriefmarke herausgeben. Bei einem Sonderpostamt in der Trinkhalle in Zusammenarbeit mit dem Verband Österreichischer Philatelistenvereine und dem Briefmarken  und Münzensammelverein Gmunden wird der Ersttagsstempel ausgegeben und sind personalisierte Marken zur Sonderbriefmarke erhältlich.

Franz Lehár wurde am 30. April 1870 in Komorn in Österreich-Ungarn geboren, heute liegt der Ort in der Slowakei. Lehár, dessen Vater bereits Militärkapellmeister war, sollte nach seinem Studium u. a. bei Antonin Dvorak  jüngster Militär-Kapellmeister der k.u.k. Armee werden. Diese Tätigkeit führte ihn nach Pula, Triest, Budapest und schließlich Wien, wo er sich der Operette widmete. „Die lustigen Witwe“, Uraufführung 1905, wurde zu einem Welterfolg. Weitere große Erfolge folgten: „Der Graf von Luxemburg“, „Zigeunerliebe“ und „Eva“.

Die Villa in Bad Ischl erwarb Franz Lehár im Jahre 1912 von der Herzogin von Sabran. Bis zu seinem Tod verbrachte er fast alle Sommer in Bad Ischl und fühlte sich in seiner Villa an der Traun stets wohl und stellte fest: „In Ischl habe ich immer die besten Ideen…“.

Viele seiner Meisterwerke hat er hier geschaffen. 1948 wurde er Ehrenbürger der Stadt Bad Ischl. Am 24. Oktober 1948 ist er in seiner Bad Ischler Villa verstorben. Sein Grab befindet sich auf dem Bad Ischler Stadtfriedhof.

Sein Nachlass in Bad Ischl wurde in das Verzeichnis des UNESCO-Dokumenterbes „Gedächtnis der Menschheit“ aufgenommen. Im „Stöckl“, dem Nebengebäude seiner Villa wird bald ein Opettenarchiv zur Verfügung stehen. In Zusammenarbeit der Stadtgemeinde mit dem Bundesdenkmalamt und der Kulturdirektion des Landes OÖ laufen Vorarbeiten für eine umfassende Renovierung der Lehár Villa. Sein musikalisches Erbe pflegt das Bad Ischler Lehár Festival.

Bild:
Franz Lehár ist Motiv einer Sonderbriefmarke der Österreichischen Post, die am 11. Juli bei einem Sonderpostamt in Bad Ischl erstmals ausgegeben wird.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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