Tankstellenraub geklärt. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Landeskriminalamt OÖ

Beamte des Landeskriminalamtes Oberösterreich und Kriminalbeamte des Stadtpolizeikommandos Linz konnten nach mehreren Zeugenvernehmungen und der Bearbeitung von Hinweisen den Raubüberfall auf die Tankstelle in Linz-Urfahr vom 9. März 2020 klären.
Der Beschuldigte, ein 40-jähriger Linzer, beschloss in der Nacht zum 9. März 2020 einen Raubüberfall auf die Tankstelle zu verüben, um mit dem erbeuteten Bargeld seinen Drogenkonsum zu finanzieren.
Der 40-Jährige war zu Fuß im Stadtgebiet Linz unterwegs und hatte bereits eine Softgun eingesteckt. Als er zur Tankstelle kam, die zu diesem Zeitpunkt geöffnet hatte, zog er den Schal über Mund und Nase und die Kapuze seiner Jacke über den Kopf. Er forderte von der Angestellten mit vorgehaltener Pistole die Herausgabe der Bargeldbestände. Er flüchtete anschließend aus dem Tankstellenshop in Richtung Reindlstraße.
Der 40-Jährige wurde am 21. April 2020 um 11:25 Uhr aufgrund einer gerichtlich bewilligten Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Linz festgenommen und nach der Beschuldigtenvernehmung in die forensische Abteilung des Neuromed Campus überstellt. Der Mann war geständig, den Raub sowie in der gleichen Nacht eine unbefugte Inbetriebnahme eines Fahrzeugs verübt zu haben.

Presseaussendung vom9. März 2020:

Raubüberfall auf Tankstelle
Landeskriminalamt OÖ

Ein bislang unbekannter Täter betrat am 9. März 2020 gegen 3:30 Uhr den Shop einer Tankstelle in der Wildbergstraße in Linz. Dort nötigte der mit Kapuze und Wollschal maskierte Mann die 34-jährige Angestellte aus Linz unter Vorhalt einer Faustfeuerwaffe zur Herausgabe eines geringen Bargeldbetrages. Anschließend flüchtete der unbekannte Täter in Richtung Reindlstraße. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief negativ. Die Ermittlungen wurden vom Landeskriminalamt übernommen. 

Personsbeschreibung:
Mann, ca. 170 bis 175 cm groß, hagere Statur, heller Typ, schwarze Jeans, dunkler Kapuzenpullover, schwarzer Wollschal über Mund und Nasenpartie gezogen, sprach oberösterreichischen Dialekt, bewaffnet mit schwarzer Pistole mit auffälliger, goldener Umrandung bei Laufmündung.

E-Bikerin bei Kollision schwer verletzt

Bezirk Braunau

Am 24. April 2020 gegen 10 Uhr fuhr eine 51-Jährige aus dem Bezirk Braunau mit ihrem Pkw in St. Peter am Hart auf der L1055 in Richtung B148. Bei der Kreuzung mit der B148 kollidierte sie aus bisher ungeklärter Ursache mit der von rechts kommenden E-Bikerin, einer 66-Jährigen, ebenfalls aus dem Bezirk Braunau.
Durch die Kollision kam die 66-Jährige, die keinen Fahrradhelm trug, zu Sturz und zog sich schwere Kopfverletzungen zu. Die Schwerverletzte wurde an der Unfallstelle vom Notarzt und dem ÖRK erstversorgt und ins Krankenhaus Braunau verbracht.
Die 51-Jährige blieb unverletzt. Am Fahrzeug entstand leichter Sachschaden.

Drohbriefe selber geschrieben

Bezirk Braunau

Von Anfang bis Mitte März 2020 erhielten ein 78-jähriger Innviertler sowie ein im selben Haushalt wohnender 15-jähriger Schüler insgesamt vier Briefe, welche im Nahbereich des Wohnhauses deponiert wurden.
In den Briefen wurden beide unter Druck gesetzt. Der Inhalt der Briefe lies vorerst eine Täterschaft aus dem Wohnort der beiden vermuten, da mittels der Briefe versucht wurde, den 78-Jährigen von einer Anzeige gegen die Gemeinde abzubringen. Dieser Anzeige ging ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen der Gemeinde und dem Pensionisten voraus.
Im Zuge der Opfervernehmungen fiel der Verdacht jedoch zusehends auf den 15-Jährigen, welcher sich in Widersprüche verwickelte.
Zudem wurde ein Schriftprobenvergleich durchgeführt, welcher ihn nahezu zweifelsfrei als Verfasser der Briefe überführte. Weitere Erhebungen im Umfeld des Burschen bestätigten den Verdachtsmoment gegen ihn.
Im Zuge der neuerlichen Vernehmung, diesmal als Beschuldigter, wurde der Schüler mit den Fakten konfrontiert, woraufhin er schließlich gestand, die Briefe selbst verfasst zu haben.
Als Motiv gab er an, er habe der Schule fernbleiben wollen, da es Anfang März Probleme mit Mitschülern gegeben hätte.
Der 15-Jährige wird der Staatsanwaltschaft Ried wegen Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung sowie falscher Beweisaussage vor der Kriminalpolizei angezeigt.

Drei Alkolenker aus dem Verkehr gezogen

Bezirk Vöcklabruck und Stadt Linz

Die Sektorstreife St. Georgen im Attergau 1 konnte in der Nacht zum 23. April 2020 in St. Georgen im Attergau innerhalb von eineinhalb Stunden zwei stark betrunkene Alkolenker aus dem Verkehr ziehen.
Bereits um 20:10 Uhr wurde eine 58-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck mit einem Wert von 1,96 Promille angehalten. Nachdem die Amtshandlung beendet war, bemerkten die Beamten etwa eineinhalb Stunden später einen weiteren, offensichtlich betrunkenen Fahrzeuglenker, der am Weg nach Hause war.
Ein beim 56-Jährigen, ebenfalls aus dem Bezirk Vöcklabruck, durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von 1,54 Promille.

In Linz beobachteten Polizisten am 24. April 2020 um 0:25 Uhr im Bereich Bindermichl einen 54-jährigen Linzer, wie dieser seinen Pkw von einem Parkplatz weg in Bewegung setzte. Als der Mann die Polizisten sah, parkte er allerdings den Pkw sofort wieder ein. Daraufhin führen die Beamten eine Lenker- und Fahrzeugkontrolle durch und nahmen auch beim Linzer Symptome einer Alkoholisierung wahr. Da der 54-Jährige trotz Abmahnung und Androhung der Festnahme sein aggressives Verhalten nicht einstellte, wurde er vorübergehend festgenommen. Nachdem er sein aggressives Verhalten eingestellt hatte, wurde ein Alkotest durchgführt, welcher mit 1,26 Promille positiv verlief.

Allen drei Lenkern wurde der Führerschein an Ort und Stelle vorläufig abgenommen und sie werden angezeigt.

Bezirk Eferding

Vorrang missachtet – ein verletzter Motorradfahrer

Ein 84-jähriger Pensionist aus dem Bezirk Eferding fuhr am 23. April 2020 um 16:25 Uhr mit seinem Pkw in Hinzenbach auf der B 129a. Bei einer Firmenzufahrt wollte er links einbiegen und übersah dabei das entgegenkommende Motorrad, gelenkt von einem 54-Jährigen, ebenfalls aus dem Bezirk Eferding. 
Der 54-Jährige, welcher noch zu bremsen versuchte, kam mit dem Motorrad ins Schleudern und prallte gegen den Pkw. Er erlitt dabei Verletzungen unbestimmten Grades und wurde nach der ärztlichen Erstversorgung durch den Notarzt mit der Rettung Eferding ins Krankenhaus Wels eingeliefert. Der 84-Jährige blieb unverletzt.
An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.

Bezirk Freistadt

Pensionistin verirrte sich mit vierrädrigem Leichtkraftfahrzeug

Eine 85-jährige Mühlviertlerin fuhr am 23. April 2020 gegen 8:35 Uhr mit einem vierrädrigen Leichtkraftfahrzeug auf der B124 Königswiesener Bundesstraße in Richtung Unterweitersdorf. Beim Kreisverkehr in Unterweitersdorf nahm sie die falsche Ausfahrt und geriet dadurch auf die S10 Mühlviertler Schnellstraße in Fahrtrichtung Linz. Auf Höhe des Strkm 0,800 wendete sie ihr Fahrzeug und fuhr entgegen der Fahrtrichtung in Richtung Freistadt und verwendete aus ihrer Sicht den rechten Fahrstreifen. Im Tunnel Götschka auf Höhe des Strkm 2,400 wendete sie abermals und fuhr nun auf der rechten Fahrspur in Richtung Linz. Bei der Ausfahrt Unterweitersdorf konnte sie vom Streckendienst der ASFINAG angehalten und von der S10 geleitet werden.
Glücklicherwseise hatte die ASFINAG zu dieser Zeit eine Baustelle auf der S10 in Fahrtrichtung Linz eingerichtet und die Baustelle mit Haberkornhüten abgesichert, sodass nur eine Fahrspur in Richtung Linz für den Verkehr zur Verfügung stand. 
Die Frau lenkte ihr Kraftfahrzeug also im Baustellenbereich entgegen der Fahrtrichtung.

Gefälschter Führerschein

Bezirk Schärding

Ein 40-jähriger Rumäne wurde am 22. April 2020 in Suben als Lenker eines Kleinbusses im Zuge der Grenzkontrollen angehalten und kontrolliert. Dabei händigte er einen spanischen Führerschein aus, welcher sich im weiteren Verlauf der Amtshandlung als Totalfälschung herausstellte. Der 40-Jährige war somit nicht im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung.
Weiter befanden sich im für acht Personen zugelassenen Fahrzeug insgesamt elf Personen.
Der Führerschein wurde gegen Bestätigung sichergestellt, die Weiterfahrt untersagt und eine Sicherheitsleistung eingehoben. Der Rumäne wird der Staatsanwaltschaft Ried und der Bezirkshauptmannschaft Schärding angezeigt.

Bezirk Schärding

Beifahrer wollte mit gefälschtem Führerschein weiterfahren

Ein deutscher Staatsbürger wurde am 22. April 2020 um 23 Uhr als Lenker eines Pkw im Zuge der Grenzkontrolle zu Deutschland in Suben von Beamten der Polizeiinspektion Tumeltsham angehalten und kontrolliert. Dabei konnte er keinen Führerschein vorweisen. Eine Überprüfung über das GZ Passau ergab, dass ihm die Lenkberechtigung von der deutschen Behörde entzogen wurde. Aufgrund dessen bot sich der Beifahrer, ein 43-jähriger türkischer Staatsangehöriger aus Deutschland, an die Fahrt nach Wien fortzusetzen und setzte sich bei laufendem Motor ans Steuer des Pkw. Als Nachweis einer gültigen Lenkberechtigung wies er seinen türkischen Führerschein vor. Die Polizisten stellten allerdings fest, dass es sich um eine Totalfälschung handelte. Das Falsifikat wurde gegen Bestätigung sichergestellt und der 43-Jährige wird der Staatsanwaltschaft Ried und der Bezirkshauptmannschaft Schärding angezeigt. Der Deutsche wird ebenfalls wegen Fahrens ohne gültiger Lenkberechtigung angezeigt.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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