Der Noriker kehrt zu seinem Ursprung zurück

Ankaufsförderung für Zuchtstuten im Nationalpark Hohe Tauern

Salzburger Landeskorrespondenz, 21. April 2020

(LK)  Er ist eine imposante Erscheinung, robust, trittsicher, charakterstark, ein richtiges Arbeitstier – der Pinzgauer Noriker. Unter anderem ist der Hengstauftrieb im Raurisertal mit diesen prachtvollen Tieren legendär. Rund 3.000 Zuschauer sehen sich jährlich das Spektakel an, wenn die Hengste ihre Rangordnung auskämpfen. Im heurigen Juni muss das Event wegen der Corona-Krise leider abgesagt werden. Der Erhalt dieser besonderen Rasse, die ihren Ursprung in den Hohen Tauern hat, wird ab heuer vom Land Salzburg gefördert

„Die Arbeit mit Pferden trägt wesentlich zur vielfältigen Kulturlandschaft bei. Deshalb wird der Ankauf von Noriker-Stuten aus dem Nationalparkressort unterstützt“, sagt LR Maria Hutter.

Der Salzburger Nationalparkfonds unter dem Vorsitz von Landesrätin Maria Hutter unterstützt diese Kaltblutzucht und gewährt eine Ankaufsförderung für Zuchtstuten, und zwar nicht nur für Grundbesitzer, sondern für jeden pferdehaltenden Betrieb in der Nationalparkregion Hohe Tauern. „Auf Almen im Nationalpark erwarten den Gast und Erholungsuchenden eine besonders nachhaltige Bewirtschaftung. Die Arbeit mit Pferden trägt wesentlich zur vielfältigen Kulturlandschaft bei. Dies wird ebenfalls mit Geld aus dem Nationalparkressort unterstützt“, so Hutter.

Einzige Rasse mit Ursprung in den Hohen Tauern

Das Noriker-Pferd ist eine vor allem im Pinzgau und Pongau heimische Pferderasse mit uralter Tradition und zählt als Nutztier auch zu den Tieren im Nationalpark Hohe Tauern. Es hat als einzige Rasse seinen Ursprung in den Hohen Tauern. Das macht es zusätzlich zu einem schützenswerten Kulturgut.

Großer Einsatz für den Erhalt von besonderen Nutztierrassen

Anträge kann man auf www.hohetauern.at/foerderungen stellen. Die Förderung für einen Ankauf beträgt 218 Euro pro Pferd. Für die Ankaufsförderung kommen laut Landespferdezuchtverband Salzburg derzeit etwa 1.200 eingetragene Zuchtstuten in Frage.

Tiervielfalt lässt bunte Almflächen entstehen

Artenreiche und bunte Almflächen entstehen auch dadurch, dass sie Weideflächen für unterschiedliche Tierarten bieten, wie zum Beispiel für Wildtiere, Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde. Denn sie bevorzugen unterschiedliche Pflanzen und Bereiche der alpinen Landschaft. Das ergibt nicht nur beliebte Fotomotive, sondern ist vor allem ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt. „Der Erhalt der heimischen Haustierrassen ist seit jeher ein Anliegen des Nationalparks. Unter anderem wird seit Jahrzehnten der Erhalt des Pinzgauer Rinds und von Schaf- und Ziegenrassen gefördert“, so Hutter.

Norikaförderung Nationalpark, Landesrätin Maria Hutter mit einem Norika Pferd 20.04.2020
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Land Salzburg/Helmut Haslinger
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
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