Salzburg: Spitäler werden schrittweise wieder hochgefahren

Konzept soll bis Ende April vorliegen / Corona-Strukturen flexibel dem Bedarf anpassen

Salzburger Landeskorrespondenz, 16. April 2020

(LK) Aufgrund der sinkenden Anzahl von neu auftretenden Covid-19-Erkrankungen und den Lockerungen einiger Maßnahmen in definierten Bereichen des täglichen Lebens soll nun parallel dazu der Regelbetrieb in den Krankenanstalten schrittweise wieder aufgenommen werden. „Zwischen dem Gesundheitsminister und den Gesundheitsreferenten der Länder besteht Einvernehmen darüber, die Leistungen der Spitäler koordiniert wieder hochzufahren und langsam zu normalisieren“, teilt Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl mit.

Gesundheitsrefernt LH-Stv. Christian Stöckl (3.v.li.) im Vorjahr bei einem Besuch der neuen Dialysestation im Uniklinikum Salzburg: Primar Hermann Salmhofer (Leiter der Nephrologie- und Dialysestation), Oberärztin Elena Müller-Moiré, Josef Moritzer (Stationspfleger Dialyse), SALK-Geschäftsführer Paul Sungler, Jürgen Koehler (Ärztlicher Direktor Uniklinikum Salzburg) und eine Dialyse-Patientin.

Vor dem Hintergrund der erforderlichen Maßnahmen zur Versorgung von Corona-Patienten sind aktuell Krankenhausaufenthalte größtenteils eingestellt. „Dies war alternativlos und hat unsere Einrichtungen in den vergangenen Wochen vor einem unkontrollierten Zugang von potenziellen Covid-19-Erkrankten bewahrt. Zudem wurde dadurch eine notwendige Kapazitätsreserve geschaffen, um auf ein nicht abschätzbar hohes Patientenaufkommen vorbereitet zu sein“, betont Gesundheitsreferent Christian Stöckl.

Landesweites, abgestimmtes Konzept

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und begleitet von einem ständigen Monitoring, um im Bedarfsfall umgehend auf eine zweite Corona-Welle reagieren zu können, sollen nun aber die Leistungen der Spitäler Schritt für Schritt wieder hochgefahren werden. „Für das Uniklinikum Salzburg habe ich dazu die Geschäftsführung mit der Erarbeitung eines entsprechenden Konzeptes beauftragt, das bis Ende April vorliegen soll. Dieses ist mit dem landesweiten Krisenstab Medizin Covid-19 und sämtlichen Krankenanstalten in Salzburg abzustimmen“, so Stöckl.

Vorrangig dringende und tagesklinische Leistungen

Vorrangig sollen in einem ersten Schritt solche Leistungen erbracht werden, die von erhöhter medizinischer Dringlichkeit sind, tagesklinisch erfolgen können und möglichst wenig Intensivkapazitäten binden. „Dazu gehören die wichtigsten elektiven Eingriffe, der Betrieb der Notaufnahme sowie die kardiologischen und ambulanten Leistungen“, erklärt Stöckl.

Corona-Strukturen bleiben bedarfsgerecht aufrecht

Strukturen, die zur Abklärung und zur Separation von Corona-Verdachtsfällen oder zur Behandlung von Corona-Patienten in den Krankenhäusern und externen Einrichtungen geschaffen wurden, sollen laut Stöckl aufrechterhalten beziehungsweise weiterentwickelt und damit an den Bedarf flexibel angepasst werden. 

Neue Dialysestation mit modernste Technik an der SALK – Uniklinikum Salzburg im Bild: Priv.-Doz. Dr. Hermann Salmhofer (Leiter der Nephrologie- und Dialysestation), Oberärztin DDr. Elena Müller-Moiré, Gesundheits- und Spitalsreferent LHstv. Dr. Christian Stöckl, Josef Moritzer (Stationspfleger Dialyse), SALK-Geschäftsführer Priv.-Doz. Dr. Paul Sungler, Ärztlicher Direktor Uniklinikum Salzburg Prof. Dr. Jürgen Koehler und Dialyse-Patientin (v.li.). Dialysestation, SALK, LKH Salzburg, 20190517
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wildbild, Herbert Rohrer
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
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