Verkehr in Salzburg geht auf Klimakurs

Land, ÖBB und VCÖ suchen die besten Ideen und Projekte für umweltfreundliche Mobilität und nachhaltigen Gütertransport

Salzburger Landeskorrespondenz, 15. April 2020

(HP) Nach Corona werden Mobilität und Gütertransport wieder zunehmen. Deshalb steht der diesjährige Mobilitätspreis Salzburg unter dem Motto „Verkehr auf Klimakurs bringen“. Verkehrsclub Österreich (VCÖ), Landesrat Stefan Schnöll und die ÖBB rufen auf, innovative Projekte, zukunftsweisende Konzepte und Ideen einzureichen.

Im Vorjahr gab es VCÖ-Mobilitätspreise für die Mobilitätskarte Pinzgau, das Werfenweng-Shuttle, ein Car- und Bikesharing-Projekt und das Radhauptnetz der Stadt Salzburg.
Landeskorrespondenz Salzburg

„Der Verkehr wird uns nach der Corona-Krise wieder täglich aufs Neue herausfordern, davon bin ich fest überzeugt. Unser Ziel ist, möglichst viele Menschen zum Umsteigen auf die Öffis zu bewegen und vor allem auch Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Auch wenn das Verkehrsaufkommen zur Zeit durch Corona sehr niedrig ist, müssen wir konsequent am Öffi-Ausbau weiter arbeiten, denn die Zeiten werden sich wieder ändern“, betont Verkehrslandesrat Stefan Schnöll.

Verkehr und gute Luftqualität – beides ist möglich

„Mehr Mobilität, mehr Gütertransporte und gleichzeitig weiterhin eine gute Luftqualität und keine Staus. Das können wir schaffen, wenn der Verkehr nach der Coronakrise deutlich klimaverträglicher und damit auch gesünder abläuft als davor“, stellt VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak fest. Investitionen in Infrastrukturen für klimaverträgliche Mobilität, von der Schiene, über Radwege bis hin zu Fußgänger- und Begegnungszonen, sind laut ihm für die zukünftige Verkehrsentwicklung besonders wichtig.

Verkehr verursacht die Hälfte der CO2-Emmissionen

Im Land Salzburg verursachte der Verkehr zuletzt bereits mehr als 1,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, eine Steigerung um rund 85 Prozent gegenüber dem Jahr 1990. Der Gebäudesektor verursachte damals fast so viel CO2 wie der Verkehr. Zuletzt hatte der Verkehr aber bereits mehr als dreimal so viel CO2 ausgestoßen wie der Gebäudesektor, macht der VCÖ aufmerksam. Der Verkehr ist für knapp mehr als die Hälfte von Salzburgs CO2-Emissionen verantwortlich.

Gesucht: Mobilität, die dem Klima hilft

Beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg sind Projekte und Konzepte für eine klimaverträgliche Mobilität und einen nachhaltigen Gütertransport gesucht. Aufgerufen sind Betriebe und Unternehmen, die Mobilitätsmanagement umsetzen, dienstliche Flugreisen durch Videokonferenzen ersetzen oder den Gütertransport klimaverträglicher abwickeln. Tourismusorte können mit Projekten für eine umweltverträgliche Mobilität in der Urlaubsregion mitmachen. Auch Projekte von Start-Ups, Fachhochschulen und Universitäten sowie von Wohnbauträgern sind gesucht, beispielsweise, wenn diese den Bewohnerinnen und Bewohnern Sharing-Fahrzeug – vom Transportfahrrad über E-Moped bis zum E-Auto –  zur Verfügung stellen. Viele Projekte erwartet der VCÖ auch von den Gemeinden, etwa wenn diese Ortskerne und Nahversorgung stärken oder von Städten, die eine fußgänger- und radfahrfreundliche Verkehrsplanung umsetzen. 

Einreichungen bis 10. Juni

Der VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Salzburg und den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Salzburg unterstützt. Einreichfrist ist der 10. Juni 2020, Einreichunterlagen und Informationen zum VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg gibt es unter www.vcoe.at und beim VCÖ unter +43 1 8932697. Die Einreichungen zum VCÖ-Mobilitätspreis Salzburg werden von einer Fachjury bewertet und im September werden die am besten bewerteten Projekte von VCÖ, Landesrat Stefan Schnöll und ÖBB ausgezeichnet.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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