LR Kaineder: Kein gefährliches Spielzeug ins Osternest! Jede fünfte Spielzeugprobe weist Sicherheitsmängel auf

Testergebnisse und Tipps für den sicheren Einkauf

Damit Teddy, Scooter oder Puppe nicht zur Gesundheitsgefahr für die Kleinen werden und Eltern auf der sicheren Seite beim Geschenkekauf sind, setzt die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auf regelmäßige Kontrollen und Bewusstseinsbildung. So beprobt die Lebensmittelaufsicht OÖ im Rahmen des nationalen Kontrollplans neben dem Lebensmittelbereich auch Spielzeug und versucht seit diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Zoll den Eintritt von mangelhaftem Spielzeug bereits an der Grenze den Eintritt nach Österreich zu verhindern.

Jedes Jahr werden mehr als 2.000 gesundheitsschädliche Produkte in der EU vom Markt genommen – in den letzten Jahren mehr als ein Drittel davon Spielzeug. Und das kann leider zu einer ernsten Gefahr für Kinder werden: Sie könnten sich bei problematischen, nicht geeigneten Produkten am Spielzeug verletzen, es verschlucken oder mit giftigen Chemikalien in Kontakt kommen. Erfahrungsgemäß findet Spielzeug, das nicht dem in Europa vorgeschriebenen Sicherheitsstandard entspricht, auf verstreuten Pfaden beispielsweise durch Direktbestellungen via Internet, den Weg auf Märkte und zum Verbraucher. Der Großteil der beanstandeten Waren stammt in der Regel aus China.

Laut Daten der AGES hat jede fünfte Spielzeugprobe Sicherheitsmängel. Häufige Problemzonen sind leicht lösbare Kleinteile, zu laute und leicht entflammbare Spielsachen und technische Mängel bei Fahrzeugen wie z.B. Scootern. Ein weiterer häufiger Beanstandungsgrund ist der Einsatz verbotener Weichmacher (Phthalate). In einer aktuellen Schwerpunktaktion zur Sicherheit von Farbstiften wurden österreichweit 60 Prozent – in Zahlen 20 von 33 Proben – teils mehrfach beanstandet. Neben vielen Kennzeichnungsmängeln wurden bei fünf Proben Sicherheitsmängel wie zu hohe Blei- oder Zinkkontaminationen festgestellt. Positiv kann im Fall der Farbstifte erwähnt werden, dass die Proben keine verbotenen Weichmacher enthielten.

Konsumentenschutz-Landesrat Stefan Kaineder dazu: „Spielsachen und Geschenke sollen eine Freude machen. Ich möchte das Bewusstsein schärfen, dass damit auch ein Sicherheitsrisiko verbunden sein kann und an die Eltern appellieren, Qualitätsbewusstsein und die gebotene Sorgfalt beim Kauf walten zu lassen – im Sinne ihres Kindes also bewusst einzukaufen. Bei unserem regionalen Spielwarenhandel, der in dieser Zeit vielfach auch Versand anbietet, sind sie dabei in besten Händen. Gerade jetzt müssen wir den heimischen Handel bestmöglich unterstützen, damit wir die Betriebe durch diese schwere Zeit überlebensfähig halten. Bitte informieren sie sich daher online, welche Spielwarenhändler in Oberösterreich ihre Waren auch zu ihnen nach Hause versenden!“

Tipps für den Spielzeug-Einkauf

1.    Verarbeitung: Ist das Spielzeug stabil, können sich Kleinteile ablösen, die zur Erstickungsgefahr werden können? Gibt es scharfe Kanten, die verletzen können oder gefährliche Schnüre? Kleinteile sind für Kinder bis zum 3. Lebensjahr ungeeignet, da Erstickungsgefahr besteht.

2.    Material und Geruch: Das Material muss speichel- und schweißecht sein, damit sich keine Farbe ablöst. Auch ein Geruchstest kann bei der Auswahl helfen – auf Duftstoffe im Spielzeug verzichten, diese können Allergien auslösen.

3.    Lautstärke: Spielzeug ans Ohr halten, empfinden Sie die Geräusche als zu laut? Kinder spielen oft stundenlang und sind dem Geräuschpegel dann viel zu lang ausgesetzt.

4.    Internet/Datenspeicherung: Besondere Vorsicht gilt bei Spielzeug, das Netzzugang hat und Daten bzw. Infos speichert, übermittelt und bearbeitet.

5.    Achten Sie auf die Altersempfehlung und beachten Sie generell Warnhinweise und Gebrauchsanleitungen.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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