Landwirtschaftsministerin verkündet Ende des Vollspaltenbodens in der Schweinehaltung

In einem berührenden Video schildert Köstinger, wie sie erstmals Mastschweine auf den kotverschmierten Betonspalten liegen sieht und spontan für verpflichtende Stroheinstreu eintritt

Tierschutzorganisationen kritisieren seit langem schon die furchtbaren Zustände in der Mastschweinehaltung. Die Tiere leben mehrheitlich auf Betonspaltenböden ohne Stroheinstreu, sodass sich ihre Gelenke entzünden und sie sich gegenseitig die Ohren und Schwänze blutig beißen. Doch mit seiner Forderung nach einem Verbot dieser Haltungsform biss der Tierschutz beim Landwirtschaftsministerium bisher auf Granit. In einer Podiumsdiskussion der Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger mit VGT-Obmann Martin Balluch erklärte sie, dass es den Schweinen in Österreich bestens ginge, ihre Haltung sei EU-weit vorbildlich. Jetzt aber, wie wir alle ins Home Office verbannt, veröffentlichte sie ein berührendes Video, laut dem sie offensichtlich ihre Meinung geändert hat. Vor laufender Kamera erklärt sie, dass sie nun Zeit zu Hause hatte und im Internet auf einen Film der Mastschweinehaltung in Österreich gestoßen sei, der sie sehr entsetzt habe. Diese Zustände, so die Ministerin, habe man ihr verschwiegen. Deshalb werde sie jetzt sofort ohne Wenn und Aber für ein Verbot des Vollspaltenbodens und für eine verpflichtende Stroheinstreu eintreten.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV