Landesrat Klinger: Gefahr von Haushaltsunfällen sollte in Zeiten von Corona unbedingt minimiert werden

Durch die Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus sind derzeit mehr Menschen zu Hause als sonst. Viele Personen nutzen die Zeit um die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen, zu putzen, gründlich aufzuräumen oder längst fällige Reparaturen und vieles mehr zu erledigen. Auch das zeitweise schöne Wetter lockt viele ins Freie, um im Garten zu arbeiten.

„Tätigkeiten wie diese erhöhen natürlich die Unfallgefahr und mehr Menschen zu Hause bedeuten mehr Haushaltsunfälle. Jährlich werden in Österreich rund 800.000 Menschen bei Unfällen verletzt, davon rund 630.000 im Haushalt, in der Freizeit und beim Sport – und das schon unter normalen Bedingungen. Gerade jetzt gilt es, das persönliche Unfallrisiko so gering wie möglich zu halten. Zum eigenen Schutz und um die Kapazitäten von Krankenhäusern zu schonen. Ich appelliere an unsere Bürgerinnen und Bürger, bewusst an die Risiken und Unfallgefahren im Haushalt und in der Freizeit zu denken, denn jeder Unfall weniger entlastet jetzt unsere Krankenhäuser, Ärzte und das Pflegepersonal“, erklärt Sicherheits-Landesrat KommR Ing. Wolfgang Klinger.

„Viele Risiken müssen nicht sein, einfache Vorsichtsmaßnahmen reichen aus, um die Gefahren zu minimieren. Die Unfallursachen sind oft mangelnde Aufmerksamkeit, Hektik oder ungeeignete Hilfsmittel. Auch mit den eigenen Vorkenntnissen sollte man sich im Vorfeld auseinandersetzen – wer über mehrere Jahre hinweg keine handwerklichen Tätigkeiten mehr ausgeübt hat, sollte nicht unbedingt gerade jetzt wieder damit anfangen, nur weil dafür Zeit ist.

Wichtig bei der Hausarbeit ist, dabei strukturiert und sorgfältig vorzugehen. Zu allererst sollte man die Wohnung bzw. den Garten auf Stolperfallen überprüfen und diese entfernen. Auch die Gefahrenquellen für Kinder gehören beseitigt“, so OÖ Zivilschutz-Präsident NR Mag. Michael Hammer.

„Durch eine gute Vorbereitung lässt sich die Sicherheit deutlich erhöhen. Dazu gehören die richtigen Utensilien wie beispielsweise eine Leiter, damit man nicht dazu verleitet wird, stattdessen auf Stühle, Tische etc. zu steigen. Auch eine gute Beleuchtung und geeignete Kleidung sind wichtig. Wenn man sich diese Grundregeln zu Herzen nimmt, sollte einer unfallfreien Zeit in den eigenen vier Wänden nichts im Wege stehen“, so Klinger.

Umgang mit Desinfektionsmittel

Wird Desinfektionsmittel zu oft angewendet, wird der natürliche Schutzmantel der Haut angegriffen. Sie wird nicht nur rissig, gerötet und trocken, sondern erst recht durchlässig für Keime und Bakterien. Zuhause reicht das Händewaschen mit Seife. Außerdem muss Desinfektionsmittel wie andere Chemikalien unerreichbar von Kindern aufbewahrt werden.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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