Reicht das Angebot an Spitalsbetten/Intensivbetten?

Laut Gesundheitsministerium gibt es in Österreich, abseits von Privatspitälern, 44.183 Spitalsbetten (insgesamt etwa 64.000), davon 2.451 Betten in Intensivüberwachungs- und Intensivbehandlungseinheiten.

Die Vorsichtsmaßnahmen der Regierung dienen vor allem einem humaitären Zweck: Man wolle, nicht wie Frankreich eines nicht, dass ab einem Alter von 80 Jahren keine Intensivbetreuung mehr durchgeführt wird, weil es keine Betten mehr gibt. Mit Stand 31.3., 8 Uhr, befinden sich laut Gesundheitsministerium 198 Menschen auf einer Intensivstation (1.110 sind wegen Covid 19 im Spital). Die Kapazitäzsgrenze ist also bei weitem nicht erreicht, und das soll auch so bleiben, wenn sich die ÖsterreicherInnen an die Maßnahmen halten.

Der ORF schrieb schon am 12. März, dass die Kapazitätsgrenze an existierenden Spitalsbetten laut Complexity Science Hub Vienna  erreicht sein sein könnte. Wie auch immer, es ist das Wichtigste, das exponentielle Wachstum abzuflachen. Niemand kann ganz genau vorhersagen, wie die Maßnahmen greifen und damit auch, wie die Entwicklung weiter geht. Es gibt leichte Anzeichen von Trendumkehr.

Aber: Niemand weiß, wie viele Menschen den Virus in sich tragen, ohne es zu wissen, aber potentiell andere anstecken können. Etwas Licht ins Dunkel wird die Auswertung der repräsentativen Testung von 2.000 Menschen, die gerade läuft, bringen. Die isländischen Testungen hätten ergeben, dass, dass rund ein Prozent jener, die zufällig — und ohne typische Corona-Symptome — getestet wurden, das Virus in sich trugen. Das noch interessantere Ergebnis, dass etwa die Hälfte derer, die positiv getestet wurden, keine Symptome aufweisen. Die andere Hälfte zeigt schwache, typische Erkältungssymptome.

Rainer Hilbrand

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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