Brand in Industrieobjekt. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Bezirk Vöcklabruck

Arbeiter einer Baufirma frästen am 30. März 2020 gegen 14 Uhr in einem Objekt eines Industriebetriebes in Vöcklamarkt eine Fuge in den Betonboden. Dabei kam es zu einem Funkenflug, welcher die Kunststofffolie unter einer Arbeitsmaschine in Brand setzte. In weiterer Folge geriet auch die Arbeitsmaschine in Brand. Ein Arbeiter, 35-Jahre alt aus dem Bezirk Vöcklabruck, wollte den Brand mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle bringen. Da ihm dies nicht mehr möglich war, alarmierte er per Funk die betriebsinterne Brandschutztruppe. Vier Mitarbeiter des Betriebes versuchten den Brand mit insgesamt acht Feuerlöschern einzudämmen, was ihnen jedoch nicht gelang. Daher verständigten sie die Feuerwehr. 
Insgesamt waren sechs Feuerwehren im Einsatz, der Brand konnte nach ca. eineinhalb Stunden gelöscht werden. Die vier Mitarbeiter der betriebsinternen Brandschutztruppe im Alter zwischen 26 und 45 Jahren sowie der Arbeiter der Baufirma wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorsorglich mit der Rettung ins Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck eingeliefert. An der Arbeitsmaschine entstand ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro.

Wohnhausbrand – Nachtrag/1 Tote

Bezirk Ried

Die Brandstelle wurde von einem Sachverständigen der Brandverhütungsstelle OÖ in Beisein eines Bezirksbrandermittlers und von Beamten der Brandgruppe und der Tatortgruppe des LKA OÖ untersucht. Dabei stellten sie fest, dass der Brand im Wohnzimmer im Erdgeschoss ausgebrochen ist. In diesem Raum wurde auch die stark verkohlte Leiche der 86- jährigen Hausbewohnerin gefunden.
Im Zuge der Erhebungen vor Ort wurde keine technische Brandursache gefunden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die betagte Hausbewohnerin den Kachelofen beheizt hat, wobei es zu einer starken Rauchentwicklung gekommen ist. Die Bewohnerin dürfte noch versucht haben, den Rauch aus der Wohnung entweichen zu lassen und öffnete eine Tür ins Freie. Erst dadurch kam es aufgrund der Sauerstoffzufuhr zu einem offenen Flammbrand, in dessen Verlauf die Bewohnerin offenbar von den Flammen überrascht wurde und in der Folge zu Tode kam. Die geöffnete Haustür und die durch den Brand zerstörte Terrassentür an der Rückseite des Hauses begünstigten den raschen Brandverlauf. Letztlich brannte das Wohnzimmer völlig aus. Nachbarn wurden aufgrund des Rauches auf den Brand aufmerksam und alarmierten die Feuerwehr. 
Nach den Erhebungen vor Ort konnte die Leiche eindeutig identifiziert werden. Irgendwelche Hinweise, die auf ein Fremdverschulden schließen lassen könnten, wurden nicht festgestellt. Die Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis wurde über den Sachverhalt telefonisch in Kenntnis gesetzt, die Leiche wurde zur Beerdigung freigegeben.

Gartenpavillon brannte nieder

Bezirk Urfahr-Umgebung

Am 30. März 2020 gegen 3:30 Uhr brach in einem Gartenpavillon in Herzogsdorf aus derzeit noch unbekannter Ursache ein Brand aus, welcher das selbst errichtete Gebäude total zerstörte. Der Brand wurde der Polizei von der Feuerwehr angezeigt, zur Bekämpfung standen die Feuerwehren aus Herzogsdorf, Neußerling, Neudorf, Lacken und Ottensheim im Einsatz. Ein Übergreifen auf das Wohnhaus konnte verhindert werden. Der 58-Jährige Besitzer hatte bis zum Eintreffen der Feuerwehr nichts vom Brand bemerkt. Während der Löscharbeiten musste der Bahnverkehr auf der Mühlkreisbahn eingestellt werden. Die entstandene Schadenshöhe steht derzeit noch nicht fest.

Reinigungsfrau bespuckt

Wels

Eine 54-jährige Reinigungsfrau fuhr am 28. März 2020, um 09:00 Uhr mit einem Reinigungswagen in den Lift am Welser Bahnhof. Als ein 63-jähriger Linzer zu ihr in den Lift stieg, forderte ihn die Frau auf wieder auszusteigen, weil der notwendige Sicherheitsabstand nicht eingehalten werde. Daraufhin spuckte ihr der Linzer ins Gesicht und ging weg. Polizisten konnten den Mann am Bahnsteig Gleis 1 anhalten. Er gab an, er habe mit der Reinigungsfrau gestritten, sie jedoch nicht angespuckt.
Nach Schilderung des Sachverhaltes ordnete die Staatsanwaltschaft Wels Erhebungen nach § 178 StGB (Vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten) sowie eine körperliche Untersuchung des 63-Jährigen auf eine mögliche COVID-19-Infektion an. Die Untersuchung wurde am Klinikum Wels-Grieskirchen durchgeführt. Das Ergebnis steht noch aus.

Neuerlicher Angriff auf Polizisten

Bezirk Linz-Land

Ennser Polizisten wurden am 30. März 2020 gegen 1:35 Uhr zu einem Wohnobjekt in Enns beordert, da dort ein Betrunkener seinen Nachbarn bedroht hatte. Die Beamten trafen den 32-jährigen Beschuldigten aus dem Bezirk Linz-Land noch vor dem Wohnhaus an. Im Zuge der Amtshandlung wurde dieser zunehmend aggressiv und verbal ausfällig. Er schrie herum und beleidigte die Beamten. Zum Beschuldigten gesellte sich ein 39-Jähriger, auch er war offensichtlich betrunken und aggressiv. 
Plötzlich stürmte der 32-Jährige auf einen Polizisten los. Dieser konnte den Angriff vorerst mit dem Fuß abwehren. Der Beschuldigte attackierte den Beamten aber ein weiteres Mal derart heftig, dass dieser beim Versuch, den Angriff neuerlich mit dem Fuß abzuwehren, zu Boden stürzte. Anschließend versetzte der Angreifer dem Polizisten einen Schlag ins Gesicht. 
Der 39-Jährige wollte ebenfalls auf den am Boden liegenden Polizisten losgehen, er konnte vom zweiten Beamten daran gehindert werden. Daraufhin flüchtete beide Angreifer in die Wohnung des 39-Jährigen. Sie ließen sich, nachdem weitere Streifen am Vorfallort eingetroffen waren, widerstandslos festnehmen. Durchgeführte Alkotests ergaben einen Wert von 1,12 Promille beim 32-Jährigen und 2,4 Promille beim 39-Jährigen. Beide werden der Staatsanwaltschaft Steyr angezeigt.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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