„Corona-Challenge“ – Täter ausgeforscht. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Bezirk Freistadt und Stadt Linz

Ein bisher unbekannter Täter wird beschuldigt, am 25. März 2020 am Nachmittag in der Filiale einer Supermarktkette in Linz einen Apfel aus dem Regal genommen und diesen angebissen wieder zurück gelegt zu haben. Ein 26-jähriger Linzer filmte den Vorfall und veröffentlichte ihn über soziale Medien. Zudem riss der 26-Jährige die Verpackung von Toilettenpapier auf, entnahm eine Rolle und rollte diese in einem Gang des Geschäftes aus. Auch dieser Vorfall wurde gefilmt und über soziale Medien verbreitet. Beide Videos benannten sie mit „Corona-Challenge“. 
Mehrere private Anzeiger und schlussendlich auch der Beschuldigte selbst, meldeten sich via privater Nachricht auf der Facebook-Seite der LPD OÖ. Zeitgleich forschten auch Polizisten aus Pregarten den Mann aus. Ermittlungen zum noch unbekannten Täter laufen, der 26-Jährige wird der Staatsanwaltschaft Linz angezeigt.

Bezirk Freistadt und Stadt Linz

„Corona-Challenge“ – Täter ausgeforscht – Nachtrag

Der zweite, bisher unbekannte Täter konnte ebenfalls ausgeforscht werden. Es handelt sich bei ihm um einen 27-Jährigen aus Linz. Auch er hat sich aufgrund des sozialen Druckes zuerst bei der Pressestelle der LPD OÖ und dann bei der Polizei in Pregarten gestellt.

Wohnung brannte aus

Bezirk Wels-Land

Am 26. März 2020 gegen 14:50 Uhr brach im bewohnten 1. Stock eines landwirtschaftlichen Nebengebäudes in Holzhausen ein Brand aus. Die 50-jährige Bewohnerin versuchte noch das Feuer, welches beim E-Herd in der Küche seinen Ausgang genommen hatte, mit einem Handfeuerlöscher unter Kontrolle zu bringen. Da ihr dies aber nicht gelang, lief sie zu ihrem 72-jährigen Vater, welcher die Feuerwehr alarmierte. 
Insgesamt waren zehn Feuerwehren im Einsatz. Bei deren Eintreffen stand die Wohnung bereits im Vollbrand. Die 50-Jährige wurde nach Erstversorgung durch die Rettung ins Klinikum Wels verbracht. Schadenshöhe und Brandursache stehen derzeit nicht fest. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kann ein elektrischer Defekt nicht ausgeschlossen werden.

Tierquälerei

Bezirk Kirchdorf

Am 26. März 2020 gegen 14:30 Uhr wurde bei der Polizei in Windischgarsten anonym die Anzeige darüber erstattet, dass sich auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Spital am Pyhrn einige verendete Schafe sowie einige Schafe in schlechtem Allgemeinzustand befinden würden. Bei den daraufhin durchgeführten Erhebungen im Anwesen des 47- jährigen Nebenerwerbslandwirtes bestätigten sich die Angaben des Anzeigers. Vor dem bzw. im Stall lagen bereits zum Teil verweste Lämmer bzw. ein totes, ausgewachsenes Schaf. Im Stall befanden sich auch noch sechs lebende Schafe, welche sich in einem eher schlechten Allgemeinzustand befanden. Die Einstreu im Stall war stark mit Kot verschmutzt und ca. 15 cm hoch.
Aufgrund dieses Umstandes wurde umgehend die Amtstierärztin der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf beigezogen. Bei den weiterführenden Erhebungen konnten in einem Nebengebäude des Stalles, abgedeckt unter eine Siloplane, weitere 13 tote sowie ein noch lebendes Schaf entdeckt werden. Das noch lebende Schaf zeigte jedoch nur noch schwache Lebenszeichen und musste umgehend erlöst werden. Die anderen 13 toten Schafe wiesen unterschiedlich starke Verwesungszustände auf und dürften laut der Amtstierärztin schon bis zu vier Monate dort gelegen haben. Insgesamt wurden somit 23 tote Tiere vorgefunden. 
Die sechs noch lebenden Schafe wurden dem Landwirt seitens der Veterinärbehörde abgenommen und vorübergehend bei einem anderen Landwirt untergebracht. Das Verenden der Tiere dürfte auf mangelnde Versorgung zurückzuführen sein. 
Hintergrund für die Tat dürfte eine Überforderung des 47-Jährigen gewesen sein. Anzeigen werden erstattet.

Entlaufene Kalbin erlegt

Bezirk Gmunden

Am 26. März 2020 gegen 12:30 Uhr entkam in einem Fleischereibetrieb im Ortsgebiet von Vorchdorf eine ca. 600 bis 650 kg schwere Kalbin. Wie das Tier aus dem Stallbereich entkommen ist, konnte bisher nicht festgestellt werden. Das Tier lief bis zur Laudach und beschädigte dabei mehrere Gartenzäune. Dort wurde es von einem gerufenen Jäger im Bachbett erlegt.

Zwei Suchtgift-Dealer festgenommen

Bezirk Grieskirchen

Polizisten aus Haag am Hausruck führten ab Juli 2019 Erhebungen gegen einen 59-Jährigen und einen 60-Jährigen, beide aus dem Bezirk Grieskirchen, wegen Verdachtes des Handels mit Suchtgift. Der 59-Jährige betrieb in einem ehemaligen Firmengelände in Pram eine Indoor-Cannabiskrautanlage, mit der er zumindest 6.300 g Cannabiskraut erzeugte, welches er an den 60-Jährigen, welcher bereits wegen zahlreicher Suchtgift-Delikte einschlägig vorbestraft ist, weiterverkauft habe. Dieser konsumierte den Großteil davon selbst und gab rund 900 g Cannabiskraut an andere weiter. Weitere Abnehmer des 59-Jährigen konnten nicht ausgeforscht werden.
Im Zuge der Erhebungen nahmen die Polizisten über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels gemeinsam mit Beamten des Landeskriminalamtes OÖ an den Wohnadressen der beiden Beschuldigten Hausdurchsuchungen vor. Beim 59-Jährigen fanden sie im Keller eine professionelle Cannabis-Aufzuchtanlage mit 72 Setzlingen vor. Zudem stellten sie Bargeld, Goldbarren, Silber sowie Gold- und Silbermünzen sicher. Die Sicherstellungen dürften offensichtlich aus dem Verkauf der Suchtmittel stammen. 
Beide Beschuldigte wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels in die Justizanstalt Wels eingeliefert, es wurde die Untersuchungshaft verhängt.

Lkw-Lenker kam von der Fahrbahn ab

Stadt Linz

Ein 48-jähriger Lkw-Lenker aus der Slowakei fuhr am 26. März 2020 gegen 1 Uhr mit seinem in Rumänien zugelassenen Sattelkraftfahrzeug auf der Straße „Im Südpark“ in Linz zwischen der Westbahnunterführung und der Kreuzung mit der Schwaigaustraße. Dabei kam er in einer leichten Linkskurve rechts von der Fahrbahn ab. Er fuhr mit dem Fahrzeug über eine etwa drei Meter hohe Böschung. Dabei wurden sowohl des Sattelzugfahrzeug als auch der Sattelanhänger schwer beschädigt. Aus dem Tank floss eine unbekannte Menge Dieseltreibstoff aus und versickerte im Erdreich.
Der Lenker erlitt beim Verkehrsunfall Verletzungen unbestimmten Grades, er wurde im Uniklinikum Linz ambulant behandelt. Die Bergung des Fahrzeuges, welches mit ca. sechs Tonnen Lebensmittel beladen war, erfolgte durch Kräfte der Berufsfeuerwehr Linz und ein Abschleppunternehmen. Sie dauerte bis gegen 7 Uhr an. Von der Feuerwehr wurden zudem als Sofortmaßnahme ca. 3m³ Erdreich abgebaggert, seitens des Magistrates Linz werden weitere Maßnahmen getroffen.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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