21. März ist der internationale Tag des Waldes



Wald ist Erholungsort, Rohstofflieferant, Devisenbringer,
Wasserspeicher, Klima- und Temperaturregulierer und Schutzwald


Um auf die zahlreichen Funktionen des Waldes hinzuweisen, wurde 1971 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen der „Tag des Waldes“ ins Leben gerufen. Hintergrund dafür ist, dass der Wald nicht nur als Erholungsort dient, sondern auch Rohstofflieferant und Devisenbringer ist, eine wichtige Schutzfunktion im Gebirge innehat, das Klima reguliert und unser Wasser speichert und filtert.

Klimaschutz: Holz-Neubau statt Sanieren
Mit dem „Tag des Waldes“ ist selbstverständlich untrennbar die Bedeutung von Holz verbunden. Holz ist sowohl als nachwachsender als auch als CO2-bindender Rohstoff eine nachhaltige Alternative zu endlichen Rohstoffen. Holz entsteht im Wald und braucht dazu nur Erde, Wasser, Licht und Luft. Im Prozess seiner Entstehung wird der Umgebungsluft durch den Baum CO2 entzogen. Dieses CObleibt im Holz gebunden, weil der Kohlenstoff daraus im Holz gespeichert wird. „In der derzeitigen Lage könne es sogar besser sein, ein neues Haus aus Holz zu bauen, als ein bestehendes Haus zu sanieren und weiter zu nutzen. Denn durch den Holzbau würde zusätzliches CO2 aus der Atmosphäre entzogen und langfristig gebunden werden“, erklärte kürzlich der anerkannte Klimaexperte Prof. Hans Joachim Schellnhuber.

Wasser ist das Element der Erle, dem „Baum des Jahres“
Im Vergleich zu anderen Arten wachsen Erlen, der Baum des Jahres, äußerst schnell und haben speziell in der Jugend einen starken Zuwachs. Nach nur 20 bis 25 Jahren sind, speziell die Stämme der Schwarzerlen, reif und können geerntet und weiterverarbeitet werden. Mit kurzen 120 Jahren ist für die Erle das Ende ihres Lebens erreicht. Oftmals beginnen die Stämme schon ab dem 60. Lebensjahr von innen heraus zu faulen. Die Erle hat eine Vorliebe für Wasser. Besonders die Schwarzerle ist häufig in der Nähe von stehenden und fließenden Gewässern zu finden und wächst bis in Höhen von 1.200 m. Die Weißerle hingegen ist etwas genügsamer, wächst auch auf trockeneren Böden und kann sogar als Pionierbaumart auf bis zu 1.400 Meter Seehöhe vorkommen. „Die Erle kann sogar sehr feuchte Böden trockenlegen und sie dadurch für andere Baumarten vorbereiten und nutzbar machen“, erklärt proHolz-OÖ-Obmann Georg Adam Starhemberg, anlässlich des morgigen internationalen „Tag des Waldes“.

Das Holz der Erle ist wenig beständig gegen Umwelteinflüsse und wird als nicht dauerhaft klassifiziert (Klasse 5). Unter Wasser entfaltet es jedoch ungeahnte Kräfte und wird härter und dauerhafter. Schon zur Zeit der Römer verwendeten Ingenieure Erlenholz als Baumaterial für Pfahlgründungen sowie Brunnentröge und Wasserleitungen. Erlenholz galt dennoch lange Zeit als eher geringwertig, bis es Ende des 20. Jahrhunderts als Bioholz propagiert wurde. Speziell im Möbelbau wird seitdem die gute Verarbeitbarkeit des mittelschweren, weichen Holzes geschätzt. Auch für Wand- und Deckenverkleidungen, Kinderspielzeug, Küchengeräte und als Schnitzholz in der Bildhauerei wird es nach wie vor verbreitet eingesetzt.

Foto: Gabriel Schwarzmann

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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