LIWEST Black Wings – KAC 4:3 OT (1:1, 1:2, 1:0; 1:0)

Was für ein Krimi – Linzer kämpfen KAC nieder!

In einem packenden Viertelfinal-Krimi haben die LIWEST Black Wings das glücklichere Ende für sich. Obwohl der KAC deutlich mehr Torschüsse abfeuert (45:28) bezwingen die Linzer den amtierenden Meister mit 4:3 nach Verlängerung. Gaffal avanciert mit einer tollen Aktion in der 80. Minute zum Matchwinner und sorgt damit für die 2:0-Führung der Stahlstädter in der Viertelfinalserie gegen den KAC.

Tore: 1:0 Finn (7.), 1:1 Kozek (12.), 2:1 Kristler (33.), 2:2 Fischer (33.), 2:3 Koch (39.), 3:3 Oleksy (46.), Gaffal 4:3 (80.); Strafminuten: 14 bzw 14;
Linz AG Eisarena – 4865 Zuschauer
Referees: Smetana, Stolc, Bärnthaler, Pardatscher;

Defensivreihen lassen wenig zu

Beide Teams starten mit offenem Visier und suchen vom ersten Bully an ihr Heil in der Offensive. Bereits nach wenigen Sekunden läuft Klagenfurts Koch auf Glass zu, sein Abschluss stellt den EHC-Keeper vor keine größeren Probleme. Die Linzer kontern postwendend und gehen beinahe in Führung. Florek kommt zum Abstauber, doch die Scheibe bleibt am Schoner von Schlussmann Madlener, der diesmal anstelle von Enroth das KAC-Tor hütet, hängen. In der siebten Minute ist es dann soweit. Über Cijan und Oleksy landet die Scheibe bei Umicevic, der mit einem idealen Zuspiel Finn findet. Der stark spielende Verteidiger zieht vom linken Bullykreis sofort ab und bringt die Black Wings mit dem erst zweiten Torschuss mit 1:0 in Front.

Der Rekordmeister schlägt zurück und stellt in der 12. Minute den Ausgleich her. Comrie hat viel Platz und zieht aus dem eigenen Drittel die linke Seite entlang. Sein abgefälschter Schuss prallt von der Bande zurück, Glass kann die Scheibe nicht bändigen und Kozek stochert den Puck etwas glücklich über die Linie zum 1:1 – ein vermeidbarer Treffer aus Sicht des EHC. Der während des Drittels den angeschlagenen Center McNeill vorgeben muss. In der Schlussphase sorgen die Kärntner für mehr Offensivaktionen, beißen sich aber an der kompakten EHC-Defensive die Zähne aus. So endet das Anfangsdrittel, das ohne Strafen auskommt, mit einem Tor auf beiden Seiten.

KAC dreht das Spiel

Wieder mit Angreifer McNeill, der nach einer Behandlungspause aufs Eis zurückkehrt, starten die Linzer in den Mittelabschnitt. Und erhalten in der 23. Minute ihr erstes Überzahlspiel, nachdem Fischer wegen Beinstellens in die Kühlbox muss. Doch das Powerplay missglückt dem EHC. Hundertpfund lässt für die Kärntner eine gute Chance liegen, ebenso Ganahl, der nur an der Stange scheitert. Der KAC bleibt in den folgenden Minuten das aktivere Team und wird auch durch Fischer und Kozek gefährlich. Erst nach Halbzeit des Spiels treten die Stahlstädter offensiv wieder in Erscheinung und treffen prompt zur Führung. Kristler luchst Klagenfurts Kernberger die Scheibe ab, zieht alleine aufs Tor und vollendet in Torjägermanier zum 2:1.

Doch die Freude auf den Tribünen währt nur kurz, denn die Rotjacken schlagen nur 28 Sekunden später zurück. Fischer nimmt auf der rechten Seite Maß und hämmert den Hartgummi in den rechten Winkel – unglücklich für die Linzer – Kapitän Lebler fälscht den

EHC LIWEST Black Wings Linz, Untere Donaulände 11, 4020 Linz, Tel.: 0732/94 34 34, Fax: 0732/94 34 35 Kontakt: www.blackwings.at, office@blackwings.at, Pressekontakt: presse@blackwings.at

Presse Information

Puck mit seinem linken Schlittschuh unhaltbar für Glass ab. Drei Minuten vor Ertönen der Sirene kochen erstmals die Emotionen hoch. An mehreren Schauplätzen fliegen plötzlich die Fäuste. Die Referees greifen durch und schicken die Linzer Oleksy und Umicevic als auch die Kärntner Hundertpfund und Neil auf die Strafbank. 61 Sekunden vor dem Ende geraten die Linzer erstmals in Rückstand. Vor dem EHC-Tor herrscht viel Betrieb, Koch kommt zur Scheibe und lupft diese per Backhand unter die Latte zum 3:2 für den Titelverteidiger.

Linzer erzwingen Ausgleich

Der EHC, dessen vierte Linie wieder eine starke Leistung abruft, startet mit viel Elan in den Schlussabschnitt und setzt den KAC unter Druck. Kragl hat in der 43. Minute den Ausgleich am Schläger, bleibt aber glücklos. Kurz darauf hat Finn im Slot freie Schussbahn, Goalie Madlener pariert seinen Versuch jedoch sicher. Auf der Gegenseite kann sich Glass bei einem strammen Schuss von Fischer auszeichnen. In der 48. Minute sind wieder die Special Teams gefordert, da Wolf wegen Behinderung vom Eis geschickt wird. Im Powerplay können die Klagenfurter ihren Vorsprung beinahe ausbauen. Nach Zuspiel von Bischofberger scheitert Kozek nur knapp. Nur wenig später sprechen die Referees weitere Strafen aus. Liviik kassiert eine Zwei plus Zwei-Minuten Strafe, kurz darauf erhalten auch Ganahl sowie Brucker und Kristler auf Seiten der Black Wings eine Abkühlpause.

Einem Rückstand hinterherlaufend erhöhen die Linzer Cracks in der Schlussphase das Tempo und erspielen sich Topchancen durch Lebler und Fejes. In der 56. Minute erzwingen die Black Wings den Ausgleich. Nach einem Schuss von Umicevic prallt die Scheibe zurück in den Slot. Oleksy hält voll drauf und jagt die Scheibe zum 3:3 ins Netz. Mit Fortuna auf seiner Seite, denn Kozek fälscht die Scheibe unhaltbar ab. Kurz vor Drittelende wird nochmals fest zugepackt. Umicevic und Fischer lassen wieder die Fäuste sprechen und fassen wegen übertriebener Härte Strafen aus.

Gaffal bringt Eisarena zum Kochen

In der Verlängerung suchen beide Teams die frühe Entscheidung und bieten dem lautstarken Publikum einen offenen Schlagabtausch der Extraklasse. Für den KAC wird Koch brandgefährlich, auf Linzer Seite ist es Roach, der sich mit einem schnellen Antritt Platz verschafft und nur knapp scheitert. In einem äußerst kurzweiligen Drittel bleibt das Duell hart umkämpft und das Tempo hoch. Dabei sind die Kärntner im weiteren Verlauf das etwas aktivere und gefährlichere Team. So bringt Haudum den Puck nicht im leeren Tor unter und vergibt Bischofberger alleine vor EHC-Keeper Glass. Als man auf den Rängen schon mit der zweiten Verlängerung rechnet, versetzen die Linzer ihrem Kontrahenten doch noch den Todesstoß. 47,1 Sekunden vor dem Ende erkämpft sich Gaffal an der Bande die Scheibe, schließt humorlos zum 4:3 ab und sorgt für Gänsehaut-Atmosphäre unter den 4865 Zuschauern in der Linz AG Eisarena. Was für ein Finish der Black Wings, die ihre kämpferisch starke Leistung mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel belohnen und somit das „Break“ erfolgreich bestätigen. (cf)

Copyrightvermerk: EHC Liwest Black Wings Linz/Eisenbauer

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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