Vier stürmische Damen und ausgesprochen gute Luftqualität

Monatsbilanz vom Salzburger Luftmessnetz / Schadstoffbelastung sehr gering

Salzburger Landeskorrespondenz, 04. März 2020

(LK)  Eine Serie von vier Tiefdruckgebieten, die dieses Jahr Frauennamen tragen, sorgte im Februar für turbulentes Wetter aber gleichzeitig auch für eine ausgesprochen gute Luftqualität, so die Monatsbilanz zur Luftgüte im Land. Durch ständig milde und frische Atlantikluft wurden die Schadstoffe rasch verdünnt. Und: Es gab keine Anreicherung von bodennahen Schadstoffen durch längere Inversionswetterlagen.

„Sabine“ brachte es im Februar auf dem Haunsberg auf 123 km/h Windgeschwindigkeit.
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Salzburger Landeskorrespondenz
„Sabine“ brachte es im Februar auf dem Haunsberg auf 123 km/h Windgeschwindigkeit.

Sturmtief Petra verursachte am 4. Februar einen turbulenten Monatsbeginn. Eine Woche später sorgte das Orkantief Sabine europaweit für Orkanböen. Das kleinräumige, aber kräftige Sturmtief namens Yulia brachte am 23. Februar an der Alpennordseite ungewöhnlich milde, aber stürmische Tage. Am Monatsende sorgte Bianca für frische Luft vom Atlantik und stürmische Verhältnisse vor allem in den nördlichen Landesteilen. Alle vier Sturmtiefs sorgten an der Mess-Stelle auf dem Haunsberg für Windspitzen über 100 km/h, wobei Sabine mit 123 km/h in die Kategorie Orkan fällt.

Deutlich geringere Schadstoffwerte

Die Monatsmittelwerte von Feinstaub lagen an den Mess-Stellen im Salzburger Zentralraum um mehr als 50 Prozent und in den Gebirgsgauen um rund 30 Prozent unter dem langjährigen Schnitt. An keinem einzigen Tag im Februar wurde der Tagesgrenzwert überschritten. Auch beim Stickstoffdioxid wurden die niedrigsten Februarmittelwerte seit Messbeginn gemessen. An den verkehrsnahen Standorten lagen die Mittelwerte um bis zu 37 Prozent unter dem langjährigen Februardurchschnitt.

Überall wärmer als sonst, feuchtes St. Veit und sonniger Lungau

Meteorologisch gesehen war der Februar österreichweit der zweitwärmste Februar der Messgeschichte. Die Lufttemperatur lag in Zell am See um 1,4 Grad und in Mattsee 5,2 Grad über den Mittelwerten des Vergleichszeitraumes 1981 bis 2010. Die Niederschlagsmengen waren unterschiedlich verteilt und reichten von 84 Prozent an der Messstelle Bad Gastein bis 224 Prozent an der Messstelle in St. Veit im Pongau. Es wurden 15 bis 20 Tage mit Niederschlag aufgezeichnet. Die Sonnenstunden erreichten 63 bis 170 Prozent der Klimamittelwerte, wobei es im Lungau den meisten Sonnenschein gab.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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