ÖSV Wintersportsplitter: Benjamin Karl feiert bei PGS in Blue Mountain seinen 17. Weltcup-Einzelsieg


*** Daniela Ulbing fährt bei den Damen als Dritte auf das Podest ***

Benjamin Karl hat am Samstag beim Parallelriesentorlauf im kanadischen Blue Mountain seinen 17. Weltcup-Einzelsieg gefeiert! Der Niederösterreicher teilte sich den Erfolg mit dem Italiener Mirko Felicetti, der im großen Finale zeitgleich mit dem vierfachen Weltmeister die Ziellinie passierte. Somit gab es erstmals in der Weltcup-Geschichte der Raceboarder zwei Sieger in einem Rennen. Bei den Damen setzte sich Daniela Ulbing im kleinen Finale in einem ÖSV-Duell gegen Sabine Schöffmann durch und schaffte damit als Dritte ebenfalls den Sprung auf das Podest. Claudia Riegler und Andreas Prommegger komplettierten mit zwei fünften Plätzen das mannschaftlich starke Ergebnis des rot-weiß-roten Teams.

Benjamin Karl lieferte sich bereits in der Auftaktrunde mit dem Russen Dmitriy Karlagachev ein „totes“ Rennen, als Schnellerer in der Qualifikation (Rang 4 von Karl gegenüber Platz 13 von Karlagachev) stieg jedoch der Österreicher auf. Danach besiegte Karl in einer Neuauflage des Olympia-Finales von 2010 in Vancouver den Kanadier Jasey Jay Anderson (+0,83) sowie den Quali-Schnellsten Andrey Sobolev (RUS/+0,09), ehe es im Showdown mit Felicetti am Ende zwei Sieger gab. Im großen und kleinen Finale werden die Fahrer im Gegensatz zu den Vorrunden bei Zeitgleichheit „ex aequo“ gewertet. Karl durfte sich über seinen ersten Einzelsieg im Weltcup seit Jänner 2018 freuen, als er im slowenischen Rogla triumphiert hatte.

„Jetzt bin ich schon so lange dabei, aber ich erlebe immer wieder etwas Neues. Heute war ich zweimal zeitgleich mit meinen Gegnern. Das zeigt, wie eng es bei uns hergeht. Bei diesen knappen Entscheidungen ist es wichtig, dass du im Kopf cool bleibst, und das ist mir sehr gut gelungen. Dass ich nach den ersten beiden Läufen im Finale vom blauen auf den roten Kurs wechseln musste, hat mir auch nichts ausgemacht. Auch deshalb, weil mir Sabine Schöffmann, die unmittelbar vor mir immer auf Rot gefahren ist, gute Tipps gegeben hat. Ich freue mich riesig, weil Siege einfach wunderschön sind“, jubelte Benjamin Karl.

Alexander Payer zog im Achtelfinale gegen den Russen Dmitry Sarsembaev um 0,06 Sekunden denkbar knapp den Kürzeren und wurde Zwölfter. Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Boarder: 26. Aron Juritz, 31. Sebastian Kislinger, 36. Fabian Obmann, 39. Arvid Auner, 40. Lukas Mathies bzw. 22. Jemima Juritz.

Bei den Damen entschied Daniela Ulbing, die im Viertelfinale bereits Claudia Riegler besiegt hatte, das kleine Finale gegen ihre Kärntner Landsfrau Sabine Schöffmann um fünf Hundertstelsekunden für sich. Die gegenüber den letzten Rennen stark verbesserte Schöffmann holte als Vierte ihr bestes Saisonergebnis. „Aufgrund des Schneefalls waren die Bedingungen nicht leicht, aber die Piste hat super gehalten, deshalb hat man auch richtig gut auf Zug fahren können. Gegen Sabine war es sehr knapp, aber ich habe mich voll auf meinen Lauf konzentriert und erst im Ziel geschaut, wie es ausgegangen ist. Ich war heute die Glücklichere und bin über den Podestplatz natürlich sehr happy“, strahlte Daniela Ulbing.

Auch Sabine Schöffmann zog zufrieden Bilanz: „Ich bin sehr froh, dass es wieder aufwärts geht. In der Quali habe ich mit Platz 14 zwar noch etwas gekämpft, aber dafür habe ich mich dann gut auf den roten Kurs einstellen können, denn es war zu erwarten, dass meine Gegnerinnen eher Blau wählen werden. Den oberen Teil habe ich immer gut erwischt, der Mittelteil war dafür meistens ein Kampf. In Summe war es aber ein sehr gutes Rennen.“

*** Das weitere Programm: ***

Sonntag, 01.03.2020:
15.00 Uhr MEZ: Qualifikation Damen und Herren
19.00 Uhr MEZ: Finale der Top 16 Damen und Top 16 Herren

*** TV-Hinweis: ***

Die ORF-TVthek überträgt den Weltcup-Parallelriesentorlauf in Blue Mountain (CAN) am Sonntag, 01.03.2020, ab 19.00 Uhr LIVE! ORF SPORT+ zeigt das Rennen ab 23.00 Uhr zeitversetzt.

Rang vier für Sabine Schöffmann im zweiten Parallelriesentorlauf in Blue Mountain

*** Benjamin Karl landet in der PGS-Weltcupwertung auf Platz zwei ***

Im zweiten Weltcup-Parallelriesentorlauf an diesem Wochenende im kanadischen Blue Mountain haben die ÖSV-Raceboarder den Sprung auf das Podest verpasst! Für das beste Resultat aus rot-weiß-roter Sicht sorgte die Kärntnerin Sabine Schöffmann, die im kleinen Finale gegen die Deutsche Selina Jörg um 0,25 Sekunden den Kürzeren zog und damit wie am Vortag Vierte wurde.

Daniela Ulbing, die in der Auftaktrunde Schöffmann unterlag, landete auf Rang neun. Claudia Riegler musste sich im Achtelfinale der Schweizerin Ladina Jenny geschlagen geben und belegte Platz elf. Der Sieg ging an die Deutsche Ramona Hofmeister vor der Russin Sofia Nadyrshina. Hofmeister hält damit bereits bei sechs Einzelsiegen in diesem Winter und steht nach dem Gewinn der PGS-Kugel auch bereits als Gesamtweltcupsiegerin fest. Beste Österreicherin im PGS-Weltcup wurde Claudia Riegler als Siebente, Daniela Ulbing klassierte sich auf Rang zehn.

Bei den Herren erreichte Alexander Payer im letzten PGS-Weltcuprennen in dieser Saison als einziger Österreicher das Viertelfinale, in dem sich der Kärntner jedoch dem Deutschen Stefan Baumeister beugen musste und sich damit in der Endabrechnung auf Rang sechs einreihte. Für Benjamin Karl (10.), Lukas Mathies (13.), Andreas Prommegger (15.) und Sebastian Kislinger (16.) war nach der Auftaktrunde Endstation. Der zehnte Platz reichte Karl jedoch, um hinter dem Italiener Roland Fischnaller den zweiten Rang in der PGS-Disziplinenwertung nach Hause zu fahren. Fischnaller ist übrigens wie Hofmeister zwei Rennen vor Saisonende auch die große Kristallkugel nicht mehr zu nehmen. Den Tagessieg holte sich der Russe Dmitry Loginov vor Baumeister und dem Italiener Edwin Coratti.

Die weiteren ÖSV-Platzierungen: 27. Aron Juritz, 32. Arvid Auner, 33. Fabian Obmann bzw. 23. Jemima Juritz.

Die Top 3 bei den Herren im Parallelriesentorlauf-Weltcup 2019/20 (v.l.n.r.): Benjamin Karl (AUT/2.), Roland Fischnaller (ITA/1.), Dmitry Loginov (RUS/3.). Foto: ÖSV 

Rudigier sorgt mit Platz 11 für bestes WC Ergebnis


*** Wolf und Müllauer in Top10 Gesamt-Big Air Weltcup ***

Hannes Rudigier feiert mit Platz 11 beim Destne Big Air Weltcup (CZE) sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis. In seiner ersten Weltcup-Saison und seiner ersten Finalteilnahme ist der junge Tiroler voller Euphorie in das gestrige Finale gestartet, konnte aber nicht an seine Leistung aus der Qualifikation anknüpfen.

*** Hannes Rudigier *** 
„Der Finaleinzug und das Ergebnis in der Qualifikation haben mir gezeigt, dass ich mich Schritt für Schritt an die Weltspitze herantaste. Im gestrigen Finale war ich ehrlich gesagt schon sehr nervös und habe mir wahrscheinlich selbst zu viel Druck gemacht da ich klar zeigen wollte was ich kann. Nichts desto trotz bin ich zufrieden, weiß allerdings dass mehr möglich gewesen wäre und wir daran weiterarbeiten werden, so dass es in Zukunft auch im Finale besser geht.“ 

Mit Platz vier im Semi-Finale qualifizierte sich auch Lukas Müllauer für die Entscheidung, musste allerdings auf Antreten im Finale kurzfristig verzichten. Beim letzten Trainingssprung vor Start des Finale verspürte Müllauer nach der Landung einen Stich im Rücken und wurde zur weiteren Abklärung in das nahegelegene Krankenhaus gebracht, bei welcher eine Stauchung im Wirbelsäulenbereich diagnostiziert wurde. Ohne das Antreten im Finale wurde Müllauer auf den letzten Platz gereiht, was im Endergebnis einen 12. Platz bedeutet. 

Mit Samuel Baumgartner auf Platz 19 schaffte auch der dritte Österreicher den Sprung in die Top20, was mannschaftlich betrachtet als sehr starkes Resultat für die junge ÖSV-Truppe gilt. 

*** Lara Wolf und Lukas Müllauer beenden Big Air Saison auf Platz 8 und 10*** 
Im tschechischen Destne ging gestern somit die Big Air Weltcup-Saison zu Ende. Lukas Müllauer belegt nach vier Bewerben in der Gesamtwertung den starken 10. Platz. Die Big Air Kugel ging an Birk Ruud aus Norwegen. Bei den Damen belegt Lara Wolf den achten Platz, Tanno Giulia aus der Schweiz sicherte sich die Gesamtwertung.  


Vom 18.-21. März findet in Silvaplana (SUI) das Slopestyle Weltcupfinale statt.

Martin Fritz in Lahti auf Platz 7



Martin Fritz belegte heute in Lahti (FIN) im Einzelbewerb der nordischen Kombinierer als bester Österreicher den 7. Platz. Den Sieg holt sich der Japaner Akito Watabe vor Joergen Graabak (NOR; +2,9sek) und dem Deutschen Vinzenz Geiger (+7,9sek).

Aus ÖSV-Sicht platzierte sich Martin Fritz bereits nach dem Springen in einer aussichtsreichen Position. Der Steirer sprang auf 121 Meter und lag nach dem Springen auf dem dritten Platz mit 44 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Und diesmal war es nicht Jarl Magnus Riiber, der nach dem Springen vorne lag, sondern Akito Watabe. Während Watabe ein super Satz auf 127 Meter gelang, musste sich der bisherige Saisondominator nur mit dem zwischenzeitlichen 16. Platz und 1min 40sek Rückstand geschlagen geben. Zwei Plätze hinter Riiber startete mit Thomas Jöbstl der zweitbeste Österreicher als 18. mit 1min 52sek Rückstand auf den Rundkurs. 

Die 2,5km lange Runde mussten die Sportler viermal bewältigen. Vor dem Rennstart setzte Schneefall ein, was die Arbeit für die Serviceleute zusätzlich erschwerte.
Martin Fritz konnte sich lange in der Verfolgergruppe, in der es um den dritten Platz ging, halten. Gemeinsam mit Fritz befanden sich mit Geiger, Graabak, Riessle und Frenzel auch einige starke Läufer in der Gruppe, gegen die Martin Fritz in der letzten Runde nicht mithalten konnte. Schlussendlich wurde es für den Steirer der siebente Platz. Thomas Jöbstl verbesserte sich mit der elften Laufzeit noch auf Platz 15 und mit Philipp Orter als 19. liefen insgesamt drei ÖSV-Athleten in die Top 20.

***Die weiteren Platzierungen der Österreicher:***
21. Lukas Greiderer
23. Lukas Klapfer 

Das Team reist morgen Montag zurück nach Österreich. Der Weltcup der nordischen Kombinierer geht kommendes Wochenende in Oslo (NOR) weiter, wo am 7. März ein Einzelbewerb auf der Großschanze am Programm steht.

SKI ALPIN  01 März 2020 Hinterstoder

KEIN SPITZENPLATZ IN HINTERSTODER-KOMBI

Bei der alpinen Kombination in Hinterstoder ging der Sieg an Alexis Pinurault (FRA). Bester Österreicher wurde Matthias Mayer auf Rang sechs.

Bei der dritten und letzten alpinen Kombination in diesem Winter sicherte sich der Franzose Alexis Pinurault mit einem Sieg die kleine Kristallkugel. Der 28-jährige, der nach dem Super-G auf Rang zwei lag, nutzte seine gute Startnummer im Slalom optimal aus und gewann souverän mit 0,99 Sekunden Vorsprung auf den Halbzeitführenden Mauro Caviezel aus der Schweiz. Rang drei ging an den Führenden im Gesamtweltcup Aleksander Aamodt Kilde (NOR) mit 1,25 Sekunden Rückstand.

Bester ÖSV-Athlet wurde Matthias Mayer, der den sechsten Platz erreichte. Nach dem Super-G lag der Kärntner ebenfalls auf Rang sechs und zeigte anschließend eine solide Leistung im Slalom, wo er die zehnte Laufzeit fuhr. Auf den Sieger fehlten am Ende 2,07 Sekunden.

„Ich wäre den Super-G gerne von ganz oben gefahren, trotzdem bin ich mit beiden Läufen sehr zufrieden.“

Matthias Mayer

Marco Schwarz, der als 13. nach dem Super-G in den Slalom ging konnte einige Plätze gutmachen und holte bei seinem Kombi-Comeback den guten achten Platz. Sein Rückstand auf Pinturault 2,59 Sekunden.

Lokalmatador Vincent Kriechmayr, der am Vortag im Super-G einen fulminanten Heimsieg feiern konnte, landete in der Kombi auf dem zwölften Rang und konnte sich damit über ein gutes Ergebnis zum Abschluss seiner Heimrennen freuen.

„Im Super-G hatte ich 2-3 kleine Fehler und im Slalom hätte ich mir eigentlich mehr vorgenommen, aber ich bin nicht so recht ins Fahren gekommen.“

Vincent Kriechmayr

Mit Daniel Danklmaier auf Platz 16 konnten sich vier ÖSV-Athleten in den Top-20 platzieren. Der Steirer, der nach dem Super-G auf Rang 12 lag, musste Slalom noch drei Plätze einbüßen.

Raphael Haaser, der am Vortag im Super-G sein Weltcupdebüt feierte und 23. wurde, schaffte es diesmal nicht in die Punkteränge. Der 22-jährige belegte Rang 32 und kann dennoch auf ein gelungenes Premierenwochenende zurückblicken.

Der Steirer Stefan Babinsky belegte den 35. Platz. Nach Rang 45 im Super-G konnte er noch einige Plätze gutmachen.

Johannes Strolz, 43. nach dem Super-G, fädelte am Weg zum Sprung in die Top-30 beim letzten Tor ein.

ERGEBNIS

Mit dem heutigen Sieg holte sich Alexis Pinturault auch die kleine Kristallkugel in der alpinen Kombination. Der Franzose gewann zwei der drei Bewerbe und verwies Aleksander Aamodt auf den zweiten Platz. Dritter wurden ex aequo Matthias Mayer und Riccardo Tonetti (ITA).

ENDSTAND KOMBI-WELTCUP

Zwei Österreicher am Podest in Lahti (FIN)



Der Deutsche Karl Geiger hat am Sonntag beim Weltcup-Skispringen in Lahti (FIN) einen ÖSV-Doppelsieg verhindert. Stefan Kraft landet vor seinem Zimmerkollegen Michael Hayböck auf dem zweiten Platz. Für Hayböck ist es der erste Podestplatz seit fast zwei Jahren. 

Gregor Schlierenzauer (13. Platz), Philipp Aschenwald (18.) und Daniel Huber (20.) komplettieren ein starkes Mannschaftsergebnis der Österreicher. Mit einem dritten Platz am Vortag beim Teambewerb und dem Tagessieg von Stefan Kraft am Freitag hat sich Lahti einmal mehr als guter Boden für die österreichischen Skispringer erwiesen. 

***OT Stefan Kraft: „Es war ein mega Wettkampf. Wenn uns vorher jemand gesagt hätte, dass wir beide heute am Stockerl stehen, dem hätten wir wohl den Vogel gezeigt. Wir werden es heute genießen. Karl Geiger hupft momentan extrem stark. Ich kann auch nur mein Sprünge gut runterbringen, das gelingt zum Glück jeden Tag. Es wird sicher bis zum Weltcup-Finale in Vikersund sehr spannend bleiben.“

***OT Michael Hayböck: „Ich bin sprachlos. Die Entwicklung war in letzter Zeit gut und ich habe meinen Plan zielstrebig verfolgt. Der Stockerlplatz ist einfach unglaublich. Ich nehme jetzt sehr viel Selbstvertrauen nach Norwegen mit.“

Ergebnis Lahti (1.3.2020)
 https://oesv.info/media2/presse/87e1ef93006a05c8.pdf

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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