„Über`n Goatnzaun gschaut“ – Gartenland auch 2020 wieder auf Tour

Am 10.3. findet die Veranstaltung im Kuz in Lenzing statt.

„Immer mehr Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher entdecken das Garteln wieder für sich – vom großen Selbstversorgergarten bis zum liebevoll gepflegten Balkonparadeiser. Dieser Trend stärkt auch das Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln und deren aufwendige Produktion. Begleitet und verstärkt wird diese erfreuliche Entwicklung durch unsere bereits traditionelle Gartenlandtour, mit der wir auch 2020 wieder das neue Gartenjahr einleiten“,

Landesrat Max Hiegelsberger

Gartenlandtour tourt seit 12 Jahren durch Oberösterreich

Pünktlich zu Beginn des Frühlings, wenn die Gärtnerinnen und Gärtner schon voller Ungeduld die neue Gartensaison erwarten, startet auch heuer wieder die Gartenlandtour durch. Seit nunmehr 12 Jahren arbeiten das Land Oberösterreich und die OÖ Gärtner in der Organisation und der Durchführung der Gartenlandtour erfolgreich zusammen. „Garteln ist mittlerweile wieder richtig angesagt und das quer durch alle Altersstufen. Klar sind die großen, betreuungsintensiven Gärten eher eine Stärke der reiferen Generation, aber auch junge Erwachsene und Jungfamilien entdecken die Freude an selbst geerntetem Obst und Gemüse immer mehr. Es ist einfach eine ganz besondere Erfahrung, eine Pflanze vom Samen bis zur Ernte zu begleiten. Das schafft Verständnis und auch emotionale Nähe zur Lebensmittel-Erzeugung. Die Gartenlandtour und die Initiative Gartenland OÖ haben zu diesem Trend sicherlich ihren Teil beigetragen, weshalb ich mich schon wieder sehr auf unsere fünf diesjährigen Stationen freue. Aber auch nach der Tour wird das Gartenland OÖ das ganze Jahr über unseren Gartenfans zur Seite stehen“, so Landesrat Max Hiegelsberger.

Termine und Stationen der Gartenlandtour

Die Gartenlandtour macht jährlich in jeweils fünf Bezirken Halt, im dreijährigen Turnus werden daher alle Bezirke Oberösterreichs besucht. 2020 ist das zweite Jahr im laufenden Turnus mit den folgenden Stationen:

3. März 2020      Mehrzweckhalle Burgkirchen

5. März 2020      ATRIUM in Bad Schallerbach

10. März 2020    Kulturzentrum Lenzing

12. März 2020    Veranstaltungszentrum „Die Turnhalle“ Perg

17. März 2020    Kulturhaus Römerfeld Windischgarsten

Der Beginn ist jeweils um 19:30 Uhr, wobei die Veranstaltungssäle bereits um 18:30 Uhr offen sein werden, um die Infostände und andere Angebote nutzen zu können. Der Eintritt ist wie in den vergangenen Jahren frei.

Saisonale Freuden im Jahresablauf

Die OÖ Gärtner und das Land Oberösterreich widmen sich bei der heurigen Tour im Besonderen dem Thema Saisonalität und der Entwicklung des Gartens im Jahresablauf. Es wird aufgezeigt, welche Tätigkeiten nun zu Beginn der Saison zu erledigen sind. Servicetipps informieren darüber, wie mithilfe einiger Tricks fast das ganze Jahr über frisches Grün aus dem eigenen Garten geerntet werden kann. „Saisonalität und Regionalität sind die ganz großen Schlagwörter, vor allem auch beim Garteln. Ob es das Vorziehen der Jungpflanzen, das Aussetzen oder die Ernte ist: Alles hat seinen fixen Platz im Kalender. Die Natur gibt den Rhythmus vor und man kann Saisonalität in ihrer besten Form erleben. Der Garten ist daher ein idealer Ort, um zur Ruhe zu kommen“, erläutert Landesrat Max Hiegelsberger.

Begleitet wird die Gartenlandtour auch wieder von Bio-Gärtner Karl Ploberger, der wie kein anderer das Thema Garteln in Oberösterreich vorantreibt. Seine Expertise wird er in Form von praxisorientierten Tipps für die Besucherinnen und Besucher der Gartenlandtour zur Verfügung stellen.

Ein neues Element bei der heurigen Gartenlandtour ist auch die verstärkte Einbindung der Veranstaltungs-Gemeinden. Diese werden im Rahmen der Tourstops mit einer Urkunde als zukünftige „Natur im Garten – Gemeinden“ geehrt.  „In den besuchten Gemeinden hat der Gemeinderat bereits den Beschluss gefasst, eine „Natur im Garten – Gemeinde“ zu werden. Die Gemeinden verpflichten sich damit, in Zukunft die Natur im Garten-Kriterien bei der Pflege und Gestaltung ihrer Grünräume zu berücksichtigen. Die bewusst naturnahe Bewirtschaftung der öffentlichen Grünflächen steigert die Lebensqualität für alle. Das hat auch eine starke Vorbildwirkung auf die Bürgerinnen und Bürger“, so Landesrat Max Hiegelsberger.

Bei der Umsetzung einer ökologischen Grünraumbewirtschaftung wird die Gemeinde durch ein Bildungsprogramm für die zuständigen MitarbeiterInnen unterstützt sowie von „Natur im Garten“ BeraterInnen begleitet.

Programm der Gartenlandtour im Detail

Das Programm der einzelnen Stationen auf der Gartenlandtour im Detail:

  • Bezirkssiegerehrung der OÖ Garten-Trophy durch Landesrat Max Hiegelsberger
  • Gartentipps von Karl Ploberger
  • Schräge Garten-Musik mit „Se oritschinel Goatnzauns“
  • Natur im Garten Oberösterreich stellt sich vor
  • Auszeichnung der örtlichen „Natur im Garten“-Gemeinde
  • Verlosung von Eintrittskarten für die Messe „Blühendes Österreich“ in Wels

Natur im Garten Oberösterreich

Die Aktion „Natur im Garten“ hat im Rahmen des Gartenlandes OÖ das Ziel, die Ökologisierung von Gärten und Grünräumen in Oberösterreich voranzutreiben. Natur im Garten unterstützt alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher beim naturnahen und ökologischen Garteln. Die Expertinnen und Experten des OÖ Gartentelefons stehen dabei mit Rat und Tat zur Seite.

Landesrat Max Hiegelsberger führt die Hintergründe aus: „Unsere Gärten sind wertvolle Habitate für viele Pflanzen- und Tierarten. Durch eine Reihe von Maßnahmen kann der ökologische Wert weiter erhöht werden. Ein möglichst lebendiger und vielfältiger Garten ist nicht nur eine Freude für das Auge, sondern erleichtert auch die Bewirtschaftung. Dafür gezielt Wissen zu vermitteln, das ist das Ziel von Natur im Garten.“

Die Natur im Garten-Gemeinschaft wächst. 2017 gestartet,  besteht sie bereits aus 300 mit der Plakette versehenen Privatgärten. Aber auch zwölf Gemeinden, vier Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie ein Krankenhaus wurden in den vergangenen zwei Jahren mit der Natur im Garten-Plakette ausgezeichnet.

Schwerpunkte beziehungsweise neue Betätigungsfelder der Aktion Natur im Garten im Jahr 2020 sind die erstmalige Auszeichnung besonders engagierter Schulen sowie die Aufnahme weiterer Privatpersonen, Gemeinden und Pflegeeinrichtungen in die wachsende Natur im Garten – Gemeinschaft.

Für Informationen oder bei Interesse an der Plakette steht jederzeit das Oö. Gartentelefon zur Verfügung: +43 (0)732/ 772017720 oder unter ooe@gartentelefon.at.

Aktuelle Gartentipps, Broschüren und Termine sowie alle Informationen über den Weg zur Plakette – ob als Gartenbesitzer oder Gemeinde – gibt’s auch auf www.gartenland-ooe.at.

Das Gartenjahr 2020 der OÖ Gärtner

 „Der Trend zum Garteln setzt sich auch 2020 fort! Naschgarten, Kräuterkisterl, Hochbeet & Co sind weiterhin die Themen, die mittlerweile auch junge Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher begeistern,“ weiß der neue Landesgärtnermeister Hannes Hofmüller aus Bad Schallerbach.

„Das naturnahe und biologische Gärtnern erfreut sich immer größerer Beliebtheit, da das selbstangebaute Gemüse und Obst auch gesund und völlig naturbelassen wachsen und geerntet werden soll“ beobachtet Hannes Hofmüller auch in seiner eigenen Gärtnerei.

Die OÖ Gärtner haben daher längst auf diesen Trend reagiert und eine ganze Serie von Bio-Produkten wie Naturerden und Naturdünger für den Hobbygärtner entwickelt. Die meisten davon tragen auch das strenge „Natur im Garten“-Gütesiegel.

Das Gartenjahr 2020 steht aber auch im Zeichen einer großen Lehrlingsoffensive. Gemeinsam mit der Gartenbauschule Ritzlhof in Ansfelden wird in diesem Jahr verstärkt die Werbetrommel für den Lehrberuf „Gärtner“ gerührt, um junge Menschen wieder für diesen spannenden und naturverbundenen Beruf zu begeistern. Mit der Gartenbauschule Ritzlhof verfügt das Land Oberösterreich über ein echtes Kompetenzzentrum für die drei Grünberufe Gärtner, Florist und Gartengestalter.

Balkonblume des Jahres 2020 – Fächerblume “Hitze Mitzi”

Blaue Schönheit für intelligente Genießer!

„Hitze Mitzi“ zeigt den ganzen Sommer lang immer neue, leuchtend violett-blaue Blüten, die über dem dunkelgrün glänzenden Laub gut zur Geltung kommen. Auch Bienen, Hummeln und Co. haben ihre Freude. Die leuchtende Fächerblume liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Je mehr Sonnenstrahlen die Pflanze erreichen, umso üppiger fällt die Blütenpracht aus. Gegossen wird regelmäßig, aber auch trockene Perioden können überdauert werden. Am besten pflanzt man „Hitze Mitzi“ in hochwertige Gärtnererde und fördert die Blüte entweder mit Langzeitdünger, Düngertabs oder regelmäßig mit Flüssigdünger.

Gemüse des Jahres 2020 – Zwergtomate “Rote Rosi”

Süße Früchtchen, die erröten!

Die Zwergtomate „Rote Rosi“ entwickelt ihre kleinen Kirschtomaten in Massen und es kann laufend geerntet werden. Von Juli bis September reifen bis zu 500 Früchte an einer Pflanze! Die „Rote Rosi“ wird nur 40 bis 50 cm hoch und bildet trotzdem eine Vielzahl von Rispen mit leuchtend roten Früchten. Diese schmecken süß und können als eine der ersten Paradeiser im Jahr gepflückt werden. Der Wuchs dieser Tomatensorte ist leicht überhängend und eignet sich so besonders für den Anbau in großen Gefäßen (10 bis 20 Liter), Ampeln, Kästen und Hochbeeten. Auch in Gemüsebeeten im Garten gedeihen sie problemlos und sind sehr robust gegen Braun- und Krautfäule. Regelmäßig (1-2 x/Woche) mit Bio-Tomatendünger düngen!

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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