ÖSV – Wintersportsplitter: Stefan Kraft und ÖSV-Damen siegreich



Stefan Kraft hat beim Skispringen in Rasnov (ROU) den 20. Weltcup-Sieg seiner Karriere gefeiert. Auf dem zweiten Platz landete mit Karl Geiger (GER) der Sieger des Vortages. Der dritte Platz ging mit Constantin Schmid ebenfalls an einen Deutschen. 

Die weiteren Österreicher konnten erfreuliche Ergebnisse abliefern. Michael Hayböck, nach dem ersten Sprung auf Rang sechs, belegte letztlich den elften Platz. Gregor Schlierenzauer ging als Fünfter in den zweiten Durchgang. In der Endabrechnung wurde der Tiroler guter Zwölfter und damit unmittelbar vor Philipp Aschenwald drittbester Österreicher. Die beiden Salzburger Daniel und Stefan Huber holten ebenfalls Weltcup-Punkte. Für Österreich war es mit 189 Teampunkten mannschaftlich das zweitbeste Ergebnis der laufenden Saison. 

***OT Stefan Kraft: „Karl Geiger ist auf der 90er-Schanze kaum zu schlagen und dass das heute geklappt hat ist super. Wir haben uns vom Dritten ein wenig absetzten können und es war wieder ein hartes und spannendes Battle zwischen Karl und mir. Die Sprünge waren noch einen Tick besser als gestern und ich bin mega happy, dass das heute aufgegangen ist und ich wieder ganz oben stehen hab dürfen.“

***Damen siegen im Teambewerb von Ljubno (SLO) 
Österreichs Skispringerinnen haben ihre aktuelle Vormachtstellung im Weltcup auch im zweiten Teambewerb dieser Saison unter Beweis gestellt. Daniela Iraschko-Stolz, Marita Kramer, Eva Pinkelnig und Chiara Hölzl holten sich am Samstag den Sieg im slowenischen Ljubno.

Matchwinnerin aus österreichischer Sicht war Eva Pinkelnig, die auf der Normalschanze von Ljubno mit Sprüngen auf 93 und 92 Metern den Grundstein für den neuerlichen Triumph legte. Bei den Sloweninnen hielt vor allem Nika Kriznar mit 92 und der Tageshöchstweite von 94 Metern dagegen. Am morgigen Sonntag (11:30 Uhr MEZ) steht ein Einzelspringen am Programm.

Ergebnis Rasnov (22.2.2020)
 https://oesv.info/media2/presse/7daa3244512de10e.pdf

Ergebnis Rasnov (22.2.2020)
 https://oesv.info/media2/presse/9d0378c33c7b676b.pdf

Nordische Kombination

Sechster Platz für Martin Fritz in Trondheim



Martin Fritz wurde heute im ersten Wettkampf der nordischen Kombinierer in Trondheim auf der Großschanze als bester Österreicher Sechster. Der Sieg geht erneut an den Norweger Jarl Magnus Riiber vor seinem Landsmann Joergen Graabak (+59,3sek) und dem Finnen Ilkka Herola (+1min2,4sek). Lukas Klapfer landete als Zehnter ebenso noch in den Top.

Zu Beginn des Probedurchgangs setzte an der Granasen-Schanze in Trondheim starker Schneefall ein, weshalb auch der Probedurchgang abgebrochen werden musste. Zum Wettkampf hin hörte es auf zu schneien und die Zuseher bekamen ein spannendes Springen zu sehen, in dem die beiden Riiber-Brüder die Nase vorne hatten. Seriensieger Jarl-Magnus Riiber gewann den Sprungdurchgang mit 31 Sekunden Vorsprung vor seinem Bruder Harald Johnas Riiber. Auf Platz 4 und in Lauerstellung für einen Spitzenplatz folgte mit Martin Fritz schon der erste Österreicher ins Langlaufrennen, sein Rückstand betrug 54 Sekunden auf die Spitze. Mit Franz-Josef Rehrl auf Platz 7 (+1min12sek), Thomas Joebstl auf Platz 12 (+1min24sek) und Lukas Klapfer auf Platz 13 (+1min26sek) setzen auch die weiteren ÖSV-Athleten alles daran, im Langlaufrennen den Abstand nach vorne zu verkleinern. 

Riiber lief ein einsames Rennen vorne weg zum Sieg, dahinter bildete sich eine Verfolgergruppe, in der sich zu Beginn noch Fritz, Rehrl und Klapfer befanden. Klapfer und Rehrl fielen aus der Gruppe, einzig und allein Martin Fritz konnte sich bis kurz vor Schluss halten. Im Finish hatte er gegen die starke Konkurrenz jedoch nichts mehr entgegen zu setzen und wurde Sechster. 
Lukas Klapfer kam im Laufe des Rennens wieder besser auf Touren und landete als zweiter Österreicher ebenso noch in den Top Ten. Einige Plätze einbüßen mussten Philipp Orter und Thomas Jöbstl, die beide durch Stürze bzw. durch einen Stockbruch (Orter) wertvolle Zeit verloren.

***Die weiteren Platzierungen der Österreicher:***

14. Franz-Josef Rehrl
20. Lukas Greiderer
21. Philipp Orter
30. Thomas Jöbstl
33. Johannes Lamparter

***Stimmen:***

***Martin Fritz: (6.)*** „Heute war auf der Schanze ein richtig guter Tag für mich, ich konnte mein Potential abrufen und einen richtig tollen Sprung zeigen. Die Leistung auf der Loipe hat eigentlich auch gepasst, zum Schluss hat Herola (Ilkka, Anm.) so gasgegeben, da bin ich dann nicht mehr mitgekommen. Ich hab noch gekämpft und bin eigentlich zufrieden mit dem sechsten Platz.“

***Lukas Klapfer: (10.)*** „Der zehnte Platz ist natürlich nicht das, was ich mir vor dem Start erwartet habe. Die ersten drei Runden habe ich mir extrem schwer getan, die Füße waren da noch ziemlich zu. Ab der vierten Runde ist es dann besser gegangen und ich konnte mein gewohntes Renntempo gehen. Springerisch konnte ich einen Schritt nach vorne machen und ich bin zuversichtlich, dass es morgen sicher noch weiter nach vorne geht.“

Morgen Sonntag findet in Trondheim ein weiterer Einzelbewerb auf der Großschanze statt. 

***Zeitplan:***

ÖSV-Raceboarder schrammen bei Weltcup-PGS in Pyeongchang am Podest vorbei



Die ÖSV-Raceboarder haben am Samstag beim Weltcup-Parallelriesentorlauf in Pyeongchang (KOR) die Podestplätze knapp verpasst! Bei den Herren musste sich Alexander Payer im kleinen Finale dem Russen Andrey Sobolev um 0,19 Sekunden geschlagen geben und wurde als bester Österreicher Vierter. Bei den Damen lieferte sich Daniela Ulbing im Viertelfinale mit der späteren Siegerin Julie Zogg (SUI) ein enges Duell, in dem die Kärntnerin nach einem Sturz drei Tore vor dem Ziel den Kürzeren zog und damit in der Endabrechnung auf Platz fünf landete.

Während Benjamin Karl (7.) und Sabine Schöffmann (10.) zwei weitere Top-Ten-Plätze für das ÖSV-Team holten sowie Fabian Obmann (14.) und Lukas Mathies (15.) den Einzug in das 16er-Finale schafften, war für den zweifachen Pyeongchang-Sieger Andreas Prommegger (2017, 2019), Sebastian Kislinger, Aron Juritz (alle ohne Platzierung) und Arvid Auner (22.) bzw. Claudia Riegler (20.) und Jemima Juritz (kein Ranking) bei schwierigen Pistenbedingungen bereits in der Qualifikation Endstation. Der Italiener Roland Fischnaller feierte vor den beiden Russen Dmitry Loginov und Sobolev seinen dritten Saisonsieg und baute damit seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Zogg bezwang im großen Finale der Damen die Italienerin Nadya Ochner, Ladina Jenny (SUI) wurde vor Ramona Hofmeister (GER) Dritte.

*** Stimmen: ***

Alexander Payer (4.): „Die Organisatoren haben alles gegeben, um nach dem intensiven Regen in der Nacht auf heute die Piste halbwegs zu retten, aber natürlich waren die Bedingungen aufgrund der äußeren Umstände sehr schwierig. Eisige Passagen haben sich mit Schlägen abgewechselt. Du hast nie gewusst, was dich beim nächsten Tor erwartet. Bis auf das Semifinale gegen Dmitry Loginov sind mir trotzdem gute Läufe gelungen. Im kleinen Finale hat auf dem schwieriger zu fahrenden roten Kurs nicht viel gefehlt, aber ich bin auch mit dem vierten Platz nicht unzufrieden. Dieses Ergebnis macht Lust auf die beiden Rennen in der kommenden Woche in Kanada.“

Daniela Ulbing (5.): „Nachdem ich den ersten Quali-Lauf wieder einmal versemmelt habe, bin ich immer besser ins Fahren gekommen. Im Viertelfinale war ich mit Julie Zogg lange Zeit auf Augenhöhe, bis ich kurz vor dem Ziel einen der gefühlten 100 Schläge übersehen habe und auf der Backside hängengeblieben bin. In Summe war es trotzdem ein gutes Rennen. Es fehlt nur noch das letzte Quäntchen auf einen Podestplatz.“

Der Weltcup-Tross der Raceboarder reist nun ins kanadische Blue Mountain weiter, wo am kommenden Wochenende (29. Februar/1. März) zwei Parallelriesentorläufe ausgetragen werden.

KEIN SPITZENPLATZ IM NAEBA-RTL

Beim Riesentorlauf im japanischen Naeba konnten die ÖSV-Herren nicht um die vorderen Plätze mitmischen. Marco Schwarz und Roland Leitinger wurden ex aequo 13.

Schwierige Bedingungen prägten den Riesentorlauf in Naeba. Starker Wind und frühlingshafte Temperaturen setzten den Läufern und der Piste stark zu. Am Ende gab es mit Filip Zubic einen Überraschungssieger. Der Kroate fuhr nach Rang zwölf im ersten Durchgang noch zum Sieg und feierte seinen ersten Erfolg im Weltcup. Zweiter wurde mit 0,74 Sekunden Rückstand der Schweizer Marco Odermatt und Tommy Ford holte Platz drei (+1,07 Sek.). Der Halbzeitführende Henrik Kristoffersen fiel auf Rang fünf zurück. Beste Österreicher wurden Marco Schwarz und Roland Leitinger, die ex aequo 13. wurden.

Marco Schwarz lag nach dem ersten Lauf bereits auf Platz 13 und konnte auch im zweiten Durchgang durch zwei Fehler keine Rangverbesserung erzielen. Der Kärntner hatte am Ende 1,50 Sekunden Rückstand auf den Sieger und zeigte sich enttäuscht.

„Das Resümee ist nicht zufriedenstellend. Ich habe im Zweiten blöde Fehler gemacht, dadurch ist der Rückstand zustande gekommen. Es ist ärgerlich. Jetzt freue ich mich schon richtig auf den Slalom morgen.“

Marco Schwarz

Roland Leitinger erwische keinen optimalen ersten Lauf und hatte als 25. bereits großen Rückstand (+2,88 Sek.). In Durchgang zwei zeigte der Salzburger jedoch eine starke Leistung und konnte sich mit der zweitbesten Laufzeit noch um ganze zwölf Plätze verbessern. Am Ende teilte sich der 28-jährige Rang 13 mit Teamkollegen Schwarz.

„Im ersten Lauf wurde ich immer inaktiver, das zipft mich schon an. Den zweiten Durchgang bin ich mit mehr Risiko gefahren, genau so soll es sein. Ich weiß ganz genau, dass es gut funktioniert, aber dann darf man nicht zurückziehen wie heute im Ersten.“

Roland Leitinger

Auf Rang 21 landete Manuel Feller mit 2,34 Sekunden Rückstand, der damit zum dritten Mal in dieser Saison Riesentorlauf Punkte holen konnte. Dominik Raschner, der als 30. den Sprung in den zweiten Durchgang schaffte, schied in der Entscheidung aus.

Die Qualifikation für Lauf zwei verpasst haben Johannes Strolz als 32., Adrian Pertl als 33. und Magnus Walch (41.).

ERGEBNIS

Sieben Österreicher für Final-Entscheidungen bei Weltcup in Sunny Valley qualifiziert



Mit einer mannschaftlich starken Leistung haben die ÖSV-Skicrosser am Samstag in der Qualifikation für das vorletzte Weltcuprennen in dieser Saison im russischen Sunny Valley aufgewartet! Bei den Herren fuhren mit dem Tiroler Christoph Wahrstötter (3.), dem Steirer Sandro Siebenhofer (5.) und dem Oberösterreicher Johannes Rohrweck (6.) drei Österreicher in die Top Sechs. Zudem sicherten sich der Niederösterreicher Johannes Aujesky (13.), der Oberösterreicher Thomas Mayrpeter (20.) und der Salzburger Adam Kappacher (28.) ein Ticket für die Final-Entscheidung der Top 32. Einzig für den Oberösterreicher Daniel Traxler kam als 38. in der Qualifikation bereits vorzeitig das Aus.

Neben den sechs rot-weiß-roten Herren zog auch die Steirerin Katrin Ofner, die einzige Österreicherin im Teilnehmerfeld der Damen, als 15. in das 16er-Finale ein. Das Rennen in Sunny Valley in der Nähe von Miass im Süd-Ural wird morgen Sonntag um 09.00 Uhr MEZ gestartet.

*** TV-Hinweis: ***

ORF SPORT+ überträgt den Skicross-Weltcup in Sunny Valley (RUS) am Sonntag, 23.02.2020, ab 9.00 Uhr LIVE!

WM Antholz | Staffel Damen | Österreich verpasst die Top-Ten



Der 4 x 6 km Staffelbewerb der Damen bei der Biathlon-WM in Antholz endete mit einem Favoritensieg. Das norwegische Quartett Synnoeve Solemdal, Ingrid Landmark Tandrevold, Tirol Eckhoff und Marte Olsbu Roeiseland setzte sich bei perfekten äußeren Bedingungen trotz einer Strafrunde und neun Nachladern vor der Mannschaft aus Deutschland durch. Das Silber-Quartett Karolin Horchler, Vanessa Hinz, Franziska Preuss und Denise Herrmann hatte nach neun Nachladern (aber ohne Strafrunde) im Ziel 10,7 Sekunden Rückstand auf Gold. Bronze ging an die Mannschaft aus der Ukraine (Anastasiya Merkushyna, Yuliia Dzhima, Vita Semerenko und Olena Pidhrushna | +18, 4 sec.).

Österreichs Team in der Besetzung Julia Schwaiger, Lisa Hauser, Christina Rieder und Katharina Innerhofer landete mit 13 Nachladern und drei Strafrunden auf dem enttäuschenden 12. Platz. Der Rückstand auf Norwegen betrug satte 2:44,4 Minuten. Damit steht weiterhin der zehnte Platz bei der Biathlon-WM 2015 im finnischen Kontiolahti als bestes WM-Resultat einer ÖSV-Damen-Staffel zu Buche.

Österreich konnte heute zu keinem Zeitpunkt des Rennens in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Startläuferin Julia Schwaiger benötigte zwei Zusatzpatronen im Stehendanschlag und übergab als 14. an Lisa Hauser. Die Tirolerin ging bei ihrer anvisierten Aufholjagd wohl zu hohes Tempo und musste gleich fünf Mal nachladen. Damit ging auch Christina Rieder erst als 14. in die Loipe. Die Salzburgerin zeigte als einzige ÖSV-Dame eine starke Leistung, traf alle Scheiben im ersten Versuch, und brachte Österreichs als 11. wieder an die Top-Ten heran. Schlussläuferin Katharina Innerhofer erlebte am Schießstand hingegen einen rabenschwarzen Tag. Drei Nachladern liegend ließ sie im Stehendschießen drei Strafrunden folgen, womit sich Österreich am Ende mit Rang 12 zufriedengeben musste.

STIMMEN:

Julia Schwaiger: „Ich bin mit meinem Rennen nicht zufrieden. Liegend war super, die zwei Nachlader im Stehendschießen sind bei diesem Feld aber einfach zuviel. Auf der Strecke habe ich mich ziemlich schwergetan. Ich habe probiert alles aus meinem Körper herauszuholen, damit der Rückstand nicht zu groß wird.“

Lisa Hauser: „Wir waren von Anfang an nicht so gut dabei, deshalb habe ich riskiert und auf der Strecke von Anfang an Vollgas gegeben. Aber dieser Schießstand verzeiht es einfach nicht, wenn man es zu schnell angeht.“ 

Christina Rieder: „Es war wieder ein gutes Rennen. Hier am Schießstand fehlerfrei durchzukommen, ist nicht so einfach. Auch läuferisch habe ich mich super gefühlt. Der Rennverlauf war allerdings nicht optimal, weil ich nie jemanden um mich herum zum Mitlaufen hatte.“

Katharina Innerhofer: „Mein Rennen war total verkorkst. Es hat auch vom Laufen her von Anfang an nicht richtig gepasst. Dementsprechend schwer habe ich mir am Schießstand getan. Jetzt heißt es möglichst gut zu regenerieren und noch einmal fokussieren, um morgen fit am Start zu stehen. Im Biathlon geht es schnell, im Massenstart schaut es hoffentlich wieder besser aus.“

Weiteres WM-Programm Antholz:
Samstag, 22.02., Staffel Herren, 14.45 Uhr
Sonntag, 23.02., Massenstart Damen, 12.30 Uhr 
Sonntag, 23.02., Massenstart Herren, 15.00 Uhr

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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