ÖSV Wintersportsplitter: TRUPPE FEIERT PLATZ DREI IM SLALOM

Katharina Truppe feiert in Kranjska Gora (SLO) ihren zweiten Podestplatz in einem Weltcupslalom. Sie fährt bei ihrem quasi Heimrennen auf den dritten Platz, nur geschlagen von der Siegerin Petra Vlhova und Wendy Holdener. 

Bereits nach dem ersten Durchgang lag die Kärntnerin mit Rang fünf in einer guten Ausgangsposition. Sie konnte nach Lauf zwei die Führung übernehmen und klassierte sich auf dem dritten Rang. Anna Swenn-Larsson, Führende nach dem ersten Durchgang, lag bis kurz vor dem Ziel noch auf Siegeskurs, kam dann aber zu Sturz und vergab damit ihren möglichen ersten Slalomsieg.

Für Truppe war dies ihr zweiter Podestplatz in einem Weltcupslalom. Nach den Rängen sieben und sechs in den beiden vergangenen Slalombewerben, gelang nach Levi (FIN) wieder der Sprung auf das Treppchen. 

„Man kann sagen, es ist quasi vor dem Heimpublikum, meine Familien und Freunde sind hier und das ist vielleicht noch ein Stück schöner als in Levi. Das Feeling ist ein Wahnsinn und ich bin überglücklich. Vor dem zweiten Durchgang dachte ich mir, ich fahre den letzten Steilhang nicht mit der Handbremse, sondern lasse den Ski laufen und das ist mir ziemlich gut gelungen. Ich war schon froh, als ich den Einser im Ziel aufleuchten sah und wusste, ich werde im schlechtesten Fall Fünfte. Dass es noch für das Podest reicht ist unglaublich – mir fehlen die Worte.“ Katharina Truppe

Die gesamte Mannschaft präsentierte sich heute sehr stark: drei unter den Top-6! Katharina Liensberger wurde mit einem Rückstand von 1.34 Sekunden Fünfte, Chiara Mair Sechste. Sie stellt damit ihr bestes Weltcupergebnis ein. 

„Diese Saison läuft ziemlich gut, jedes Rennen noch ein bisschen besser – ich bin sehr happy. Der achte Platz in Flachau hat schon Selbstvertrauen gegeben, aber das war ein Monat her und mir kommt vor, jetzt hat es nochmal neu begonnen.“ Chiara Mair

ENDERGEBNIS

WM Antholz | Verfolgung Damen | Hauser auf Rang acht



Dorothea Wierer hat das Verfolgungsrennen in Antholz (ITA) gewonnen. Die italienische Lokalmatadorin und Siebente des Sprints setzte sich mit nur einer Strafrunde 9,5 Sekunden vor Denise Herrmann aus Deutschland durch. Die Bronzemedaille ging an die norwegische Sprintweltmeisterin Marte Olsbu Roiseland (+13,8 sec.), die wie Herrmann drei Scheiben verfehlte.

Freuen durfte sich auch eine Österreicherin. Lisa Hauser, die 56 Sekunden hinter Sprintsiegerin Roeiseland als 17. ins Rennen gegangen war, war nicht nur erneut beste Österreicherin, sondern schaffte dank starker Aufholjagd den Sprung in die Top-Ten. Die 26-Jährige aus Reith bei Kitzbühel zeigte sowohl am Schießstand (1 Fehler), als auch in der Loipe eine ganz starke Leistung und durfte sich am Ende über Rang acht (+51,4 sec.) freuen. Nach drei fehlerlosen Serien zählte die Tirolerin bis zum letzten Schießen sogar als mögliche Medaillenkandidatin.

Eine tolle Leistung zeigte auch Christina Rieder. Die 26-jährige Salzburgerin verbesserte sich mit 19 Treffern von Rang 51 auf 31. Ihre Teamkollegin Katharina Innerhofer glänzte zwar in der Loipe (viertschnellste Zeit), mit sechs Strafrunden fiel die Salzburgerin aber von Rang 19 auf Rang 28 zurück.

STIMMEN:


Lisa Hauser: „Auf jeden Fall voll cool. Ein achter Platz bei der WM ist ein super Ergebnis. Es sind so viele Leute von mir zu Hause vor Ort, die mich lautstark angefeuert habe. Ich habe auf der Strecke so oft meinen Namen gehört, das war schon etwas Besonderes. Bei der letzten Serie hätte ich denn Nuller gebraucht, dass wäre ich zumindest bei der Flower Ceremony dabei gewesen.“ 

Katharina Innerhofer: „Läuferisch war es auf alle Fälle besser als gestern. Am Schießstand habe ich leider voll gepatzt. Sechs Fehler sind einfach zuviel, da kann dann am Ende keine bessere Platzierung mehr rausschauen.“

Christina Rieder: „Es ist natürlich super, wenn man so viel Plätze aufholen kann. Dreimal null und dann leider wieder der letzte Schuss, aber sonst war es wirklich ein starkes Rennen. Auch läuferisch habe ich mich sehr gut gefühlt. Ich hatte auch super Material, Danke an die Serviceleute.“

Weiteres WM-Programm Antholz:
Sonntag, 16.02., Verfolgung Herren, 15.15 Uhr
Dienstag, 18.02., Einzel Damen, 14.15 Uhr
Mittwoch, 19.02., Einzel Herren, 14.15 Uhr
Donnerstag, 20.02., Single-Mixed-Staffel, 15.15 Uhr
Samstag, 22.02., Staffel Damen, 11.45 Uhr
Samstag, 22.02., Staffel Herren, 14.45 Uhr
Sonntag, 23.02., Massenstart Damen, 12.30 Uhr 
Sonntag, 23.02., Massenstart Herren, 15.00 Uhr

WM Antholz | Verfolgung Herren | Drei Österreicher in den Top-15



Gold im Verfolgungsrennen der Herren bei der WM in Antholz (ITA) ging an Emilien Jacquelin. Der Franzose traf alle zwanzig Scheiben und setzte sich in einem spannenden Zielsprint 0,4 Sekunden vor dem norwegischen Superstar Johannes Thingnes Bö durch, der zweimal in die Strafrunde musste. Die Bronzemedaille gewann der russischen Sprintweltmeister Alexander Loginov (+23,9 sec.), der bis zum letzten Stehendanschlag in Führung lag, dort die Chance auf Gold aber mit seinem einzigen Fehlschuss vergab.

Felix Leitner konnte sein top Sprint-Ergebnis mit einer starken Leistung in der Verfolgung bestätigen. Mit zwei fehlerlosen Liegendserien konnte sich der 23-jährige Tiroler von Rang neun zwischenzeitlich auf Rang sieben vorarbeiten. Nach zwei Fehlern im Stehendanschlag beendete er das 12,5 km Rennen schließlich wie gestern auf Rang neun (+1:33 Minuten). Eine grandiose Aufholjagd zeigte Simon Eder. Neben dem neuen Weltmeister schaffte es der Salzburger Routinier als einziger alle 20 Scheiben zu treffen. Dank hundertprozentiger Trefferquote konnte sich Eder von Rang 37 noch auf Rang 11 vorarbeiten. Julian Eberhard musste insgesamt viermal in Strafrunde, konnte sich dank starker Laufform aber auf Rang 14 verbessern. Weniger erfreulich verlief das Rennen für Dominik Landertinger, der mit vier Fehlern von Rang 31 auf Rang 40 zurückfiel. 

STIMMEN:

Felix Leitner: „In der Runde konnte ich zwar nichts aufholen, aber immer super mit jemanden mitlaufen. Ich habe mich auch körperlich wieder gut gefühlt. Ein zweites Top-Ten-Ergebnis ist einfach geil. Es waren zwar ein paar Schönheitsfehler dabei, aber ich bin super zufrieden. Auch im Gesamtweltcup geht es damit weiter nach vorne. Danke an unsere Techniker, ich hatte wieder super Ski.“

Simon Eder: „Das es für eine Top-3-Tageszeit gereicht hat, macht mich stolz. Schön, dass ich das noch draufhabe. Wenn gestern Loginov die Überraschung war, dann war es heute ich. Jedenfalls habe ich mich selbst überrascht. Die Tagesverfassung war ok, der Ski war mega und das Schießen ohnehin perfekt. Das war auch mannschaftlich ein Zeichen, dass wir noch da sind.“

Julian Eberhard: „Ich habe attackiert und versucht so weit wie möglich nach vorne zu kommen. Da muss man am Schießstand Risiko nehmen, da bin ich leider viermal mit einem Fehler weg. Es war aber kein schlechtes Rennen. Ich konnte ein paar Plätze gutmachen. Das nehme ich so mit. Wir hatten heute auch super Material. Jetzt noch ein, zwei Treffer mehr. Dann ist einiges möglich.“

Dominik Landertinger: „Geschossen wie ein Volksschüler, gelaufen wie ein Rentner. Das war ein Rennen zum Vergessen. Es war einfach von vorne bis hinten ein verkorkster Bewerb.“ 

Weiteres WM-Programm Antholz:
Dienstag, 18.02., Einzel Damen, 14.15 Uhr
Mittwoch, 19.02., Einzel Herren, 14.15 Uhr
Donnerstag, 20.02., Single-Mixed-Staffel, 15.15 Uhr
Samstag, 22.02., Staffel Damen, 11.45 Uhr
Samstag, 22.02., Staffel Herren, 14.45 Uhr
Sonntag, 23.02., Massenstart Damen, 12.30 Uhr 
Sonntag, 23.02., Massenstart Herren, 15.00 Uhr

SKI ALPIN  16 Februar 2020 Crans Montana

0.04 SEKUNDEN FEHLTEN AUF DEN SIEG

Nadine Fest baut ihre Gesamtführung im Europacup aus. Mit dem zweiten Rang im Super-G in Crans Montana (SUI) liegt sie nun 244 Punkt vor Rosina Schneeberger. 

Fest verpasste im heutigen Super-G den Sieg um nur 0.04 Sekunden – Jasmina Suter holte sich den Heimerfolg, Platz drei ging auch an eine Schweizerin, Kopp Rahel. In der Super-G Wertung liegt die Kärntnerin nun auch in Führung, 39 Punkte vor der Schwedin Dannewitz. Die nächsten Speedrennen finden in Italien statt.

Clemens Millauer bei Slopestyle-Weltcup in Calgary starker Sechster



Clemens Millauer lieferte am Sonntag mit Platz sechs beim Snowboard-Slopestyle-Weltcup im „Canada Olympic Park“ in Calgary eine starke Vorstellung ab! Nachdem der Oberösterreicher, der als Achter seines Qualifikations-Heats gerade noch den Einzug in das Finale der Top 16 geschafft hatte, für seinen ersten Run 67,41 Punkte erhalten hatte, steigerte sich Millauer im zweiten Finallauf noch einmal auf 72,60 Punkte. Damit holte der 25-Jährige sein zweitbestes Weltcupergebnis in dieser Disziplin nach Rang fünf im Jänner 2017 auf der Seiser Alm (ITA).

„Ein Platz in den Top 6 ist ein gutes Resultat, auch wenn heute mehr möglich gewesen wäre. Leider habe ich den ersten Kicker zweimal nicht optimal erwischt. Im ersten Run bin ich zu weit hinuntergesegelt und konnte den Sprung gerade noch stehen. Im zweiten bin ich bei der Landung zu sehr auf den vorderen Fuß gekommen und musste wieder kämpfen, um auf den Beinen zu bleiben. Dort habe ich sicher eine bessere Platzierung liegen gelassen, aber ansonsten kann ich mir nicht viel vorwerfen. Ich habe in beiden Runs alle Tricks landen können und die ganze Woche hindurch ein mega-gutes Gefühl hier in Calgary gehabt“, sagte Clemens Millauer.

Der Neuseeländer Tiarn Collins feierte mit dem Score von 80,50 Punkten vor dem Japaner Ruki Tobita (79,53) und dem Kanadier Liam Brearley (76,58) seinen ersten Weltcupsieg. Den ohne österreichische Beteiligung ausgetragenen Damenbewerb entschied die Kanadierin Laurie Blouin (79,56) vor der Norwegerin Silje Norendal (75,68) und der Britin Katie Ormerod (68,71) für sich.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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