Kampf gegen Armut so wichtig wie jener gegen die Klimakrise – jede zehnte Person in Salzburg betroffen

Workshop „Armut und Ungleichheit“ im Parkhotel Brunauer / Jede zehnte Person in Salzburg betroffen

Salzburger Landeskorrespondenz, 27. Januar 2020

(LK)  82.000 Salzburgerinnen und Salzburger sind armutsgefährdet, 17.000 leben laut Statistik Austria in Armut. Österreichweit sind durchschnittlich 14,3 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet, in Salzburg sind es 10,6 Prozent. Besonders betroffen sind Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderungen.

Workshop zur Bekämpfung von Armut und Ungleichheit in Salzburg: LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Andreas Eichhorn, Georgia Winkler-Pletzer, Vera Hinterdorfer, Eva Stöckl, Marc Pointecker und Helmut Gaisbauer.
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Salzburger Landeskorrespondenz
Workshop zur Bekämpfung von Armut und Ungleichheit in Salzburg: LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Andreas Eichhorn, Georgia Winkler-Pletzer, Vera Hinterdorfer, Eva Stöckl, Marc Pointecker und Helmut Gaisbauer.

Diese Zahlen unterstreichen den Handlungsbedarf, daher werden aktuell bei einem breitangelegten Workshop in Salzburg gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Sozialpartnerschaft, Verwaltung und Praxis wie auch betreffenden Zielgruppen Lösungen erarbeitet. „Ähnlich wie beim Kampf gegen den Klimawandel müssen wir Armut und Ungleichheit in unserer Gesellschaft gemeinsam bekämpfen. Veranstaltungen wie diese, bei der alle an einen Strang ziehen, bringen uns einige Schritte schneller ans Ziel. Und das lautet: den Anteil der Menschen, die in Armut leben, deutlich zu senken“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn beim heutigen Workshop im Parkhotel Brunauer in Salzburg. Die Veranstaltung wird nach umweltfreundlichen Gesichtspunkten, als Green Event, ausgerichtet.

Klares Bekenntnis zur Armutsbekämpfung

Wichtiger Schritt: Die neue österreichische Bundesregierung hat sich in ihrem Regierungsprogramm 2020 bis 2024 klar zum Ziel der Armutsbekämpfung bekannt. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Bekämpfung von Kinder-, Frauen- und Altersarmut gelegt. Aus gutem Grund: In Österreich leben allein rund 372.000 Kinder und Jugendliche in Haushalten mit Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung. „Hier müssen wir dringend nachhaltige Lösungen und Wege finden, dieser Entwicklung gegenzuhalten. Durch die heutige Vernetzung kann ein zentraler Beitrag dazu geleistet werden“, so Schellhorn.

Workshop-Reihe in allen Bundesländern

Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz und dem europäischen Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung organisiert. Diese findet in mehreren Teilen in unterschiedlichen Bundesländern unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft statt. Das Ziel der bundesweiten Workshop-Reihe ist es, die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele im Sozialbereich voranzutreiben.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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