Ist die Zeit der Festbrennstoffherde, Speicheröfen und Kaminöfen vorbei?

Landesinnungsmeister Franz Trummer: Nicht alle über einen Kamm scheren Streng geprüfte Öfen helfen bei Erreichung der Klimaziele

Es stimmen die Medienberichte, dass die Ofenbranche derzeit Umsatz- und Erlöseinbußen hinnehmen muss. Solche Entwicklungen passieren immer dann, wenn Marktbereinigungen stattfinden und sich die Spreu vom Weizen trennt. „Strenge Umweltauflagen setzen den Billigöfen bereits gewaltig zu“, weiß Franz Trummer, Innungsmeister der oö. Hafner, Platten- und Fliesenleger und Keramiker. Das sei gut so, meint er, da ja genau diese Öfen dafür verantwortlich sind, dass der Holzbrand und die damit verbundene Feinstaubproblematik ins schiefe Licht geraten ist.

Innungsmeister Trummer: „Leider sind von dieser Diskussion automatisch auch die wirklich umweltfreundlichen Heizgeräte, wie Kachelofen, Speicherheizkamine und Speicherheizkaminöfen  betroffen.“ Der Kachelofen zum Beispiel wird als einziges Heizgerät weltweit den konkreten baulichen Gegebenheiten mittels Berechnungsprogramm akribisch genau angepasst. Speziell entwickelte Feuerraumkonstruktionen und die optimale Anpassung der Verbrennungsparameter sind Garanten, dass der umweltfreundliche Brennstoff Holz optimal und äußerst emissionsarm verbrannt wird. So erfüllen diese Öfen sogar locker die strengen Auflagen des österreichischen Umweltzeichens UZ 37.

Um die heiß diskutierten Klima- bzw. Umweltziele zu erreichen, wird Holz sowohl als Bau- wie auch als Brennstoff in Österreich künftig eine Hauptrolle spielen. Österreich ist in der glücklichen Lage, dass mehr Holz nachwächst als verbraucht wird. Wir können in unserem Land bei Holz daher von einem CO2-neutralen Brennstoff sprechen. Außerdem wird der größte Teil des geernteten Holzes für Baustoffe verwendet und nur das Abfall- und Schadholz zum Heizen genutzt. Bei der Verrottung des Holzes würde dieselbe CO2-Belastung entstehen wie bei der Verbrennung, nur mit dem Unterschied der fehlenden energetischen Wertnutzung. Auch die Bundesregierung hat diesen Vorteil von Holz zum Erreichen der europäischen Klimaziele erkannt und misst Holz große Bedeutung bei. „Zum Erreichen der Klimaziele tragen unsere wirklich streng geprüften Öfen auf alle Fälle maßgeblich bei“, betont Trummer. „Alles, was gut ist, hat seinen Preis, alles, was sehr gut ist, hat einen höheren Preis“, so Trummer weiter. Nach seinen Angaben liegen die Richtpreise dieser Top-Öfen, wenn sie handwerklich gefertigt werden, bei rund 12.000 bis 20.000 Euro.

Die Nachfrage nach diesen hochwertigen Speicheröfen reißt auch nicht ab. Ihre Zeit ist nicht vorbei, ganz im Gegenteil, die Kachelkeramik erlebt derzeit eine wahre Renaissance. Der Vorteil von Design und Haptik der einst beliebten Ofenkacheln bzw. der modernen Kachelkeramik wird aktuell neu entdeckt. „Damit werden die neuen Kachelöfen wieder zum Wohnmittelpunkt, denn sie strahlen Gemütlichkeit und Wohlfühl-Ambiente aus und sind der Hort einer gesunden Strahlungswärme, die durch nichts ersetzbar ist“, so Trummer abschließend.

Landesinnung der Hafner, , Platten- und Fliesenleger und Keramiker

LIM Franz Trummer(Foto: Privat)


 

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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