Kampagne der oö Jungbauernschaft: Ist das auf deinem Mist gewachsen?

Obwohl die Umweltthematik derzeit präsenter denn je ist, findet sich von Plastikflaschen und Alu Dosen über Elektroschrott bis hin zu Altreifen alles entlang unseren Straßen und öffentlichen Wegen wieder. Neben der Verunstaltung unserer Landschaft wird auch das Wohl unserer Nutztiere gefährdet!

Die OÖ Jungbauernschaft appelliert mit ihrer aktuellen Kampagne an jeden Einzelnen, einen Schritt weiterzudenken und sich Gedanken über die Folgen ihrer Taten zu machen.

Müll in der Landschaft – muss das sein?

Es gibt leider immer mehr Menschen, die ihren Abfall dort wegwerfen, wo er gerade anfällt. Sei es auf dem Spaziergang durch die Natur oder beim Autofahren. „Nicht nur die Weltmeere, die häufig in den Medien vorkommen, sind voll Müll. Auch bei uns wird Abfall achtlos in der Natur weggeworfen. Für die heimische Landwirtschaft stellt der zunehmende Müllanfall vor allem entlang von viel befahrenen Straßen ein substantielles Problem dar,“ so der Jungbauernlandesobmann Christian Lang.

Gefahr für Tier und Mensch
Vielen Personen ist nicht bewusst, was sie mit ihren gedankenlosen Taten anrichten. Plastik wird durch Wind und Wetter in die Felder getragen und in kleine Teile zersetzt. Das sogenannte Mikroplastik wird sich über kurz oder lang in unserer Nahrung wiederfinden und konnte bereits in menschlichen Stuhlproben nachgewiesen werden.

Vor allem Aludosen und Metallabfall in den Wiesen und Feldern stellen unsere Bäuerinnen und Bauern vor großen Herausforderungen. Bei der Ernte werden die Dosen in kleine Teile zerschnitten, mit dem Erntegut eingefahren und anschließend an die Nutztiere verfüttert. Die spitzen Metallteile führen zu schweren inneren Verletzungen und zumeist zum Tod des Tieres. „Umweltschutz ist Tierschutz“, erklärt Lang, warum ihm dieses Thema ein so großes Anliegen ist!

Unfaire Verhältnisse für unsere Bäuerinnen und Bauern

Nach der Schneeschmelze zeigen sich die Sünden der Autofahrerinnen und Autofahrer. Der über Monate angesammelte Abfall kommt zum Vorschein und muss nach derzeitiger Rechtslage von unseren Bäuerinnen und Bauern gesammelt und entsorgt werden.

Deshalb fordert Bauernbunddirektorin Maria Sauer von den Verantwortlichen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz, dass die Haftungsfrage geändert wird und beim Verursacher liegt und nicht bei denen, auf deren Grund hirnlos oder auch mit voller Absicht entsorgt wird.

Ebenso fordert sie, dass die Strafen für Vermüllung verschärft werden und dann durch Sozialstunden abgeleistet werden müssen, denn nur so, sagt Sauer, wird ein nachhaltiger Erziehungserfolg erzielt werden können.

Mistgabelaufsteller schießen aus dem Boden
Mit den Mistgabelaufstellern setzen die Jungbäuerinnen und Jungbauern in ganz Oberösterreich ein Zeichen gegen die illegale Entsorgung von Abfällen entlang unserer Straßen und öffentlichen Wegen. Es muss unser aller Anliegen sein, unsere Umwelt zu schützen und die Natur rein zuhalten!
Die Kampagne wird bei starkbefahrenen Straßen und Kreuzungen durch die bereits bekannten „Nicht jeder Mist ist Dünger“ – Transparente unterstützt. Damit setzt die OÖ Jungbauernschaft nicht nur ein Zeichen gegen diese, von unserer Gesellschaft geduldeten, Untat, sondern hebt auch die Wichtigkeit von Wirtschaftsdünger hervor.

Aufklärungsarbeit über die neuen Medien

Die Öffentlichkeitsoffensive gegen die Vermüllung von Weg- und Straßenrändern ist auch in den neuen Medien mitgetragen. Die OÖ Jungbauernschaft wird diese Aktion laufend auf ihrer Facebookseite begleiten. „Aktive Meinungsbildung wird heutzutage in den sozialen Medien gemacht. Das müssen wir für unsere heimische Land(wirt)schaft nutzen.“ ist sich Jungbauern Landesobmann Christian Lang sicher.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV