Mitteilungen der Katholischen Pfarre Bad Ischl

Liebe Mitchristen!

Steht der Christbaum kerzengerade? Hobt´s eam schee aufkranzt? Geschenke alle verpackt? Kühlschrank gefüllt? Viel erwarten wir uns vom Hl. Abend. Harmonisch soll er werden. Strahlende Kinderaugen im Lichtschein der Christbaumkerzen. Geschenke, die Freude bereiten. Aber auch Furcht mischt sich darunter, wir könnten diesen hohen Erwartungen nicht gerecht werden. Da und dort liegen die Nerven blank.
Vor 2000 Jahren zelebrierte Kaiser Augustus in Rom seine weltliche Macht. Rom war eine geschäftige Stadt. Eine Million Einwohner. Perfekt organisiert. Dagegen steht die Geburt Jesu: Dort Reichtum. Hier die Einfachheit einer provisorischen Unterkunft. Dort die perfekt organisierte kaiserliche Armee. Hier himmlische Heerscharen. Ein Kind berührt die Welt: Bei Gott gibt es keinen Perfektionsanspruch. Keinen Zwang. Maria ist nicht verheiratet. Jesus wird in einem Stall geboren, genauer in einer Höhle, die gleichzeitig als Unterstand für das Vieh diente und in der sich ein Futtertrog befand. Heiligabend in der Krippe vor gut 2000 Jahren: Da wurde improvisiert. Auch wir können uns Unvollkommenheit erlauben. Wir dürfen enttäuscht sein. Wir dürfen Widersprüche und Glaubenszweifel aushalten.
Von Maria hören wir im Fortgang der Weihnachtsgeschichte, dass sie all diese Worte behielt und sie in ihrem Herzen bewegte.“ Maria hat sich berühren lassen.

Lassen auch wir uns berühren vom Kind in der Krippe! Das wünsche ich Ihnen/euch in meinem Namen und im Namen aller hauptamtlichen Mitarbeiter*inne der Pfarre St. Nikolaus!

Eine gnadenreiche Weihnacht!

Ihr/euer

Pfarrer

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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