LIWEST Black Wings – HC Bozen Südtirol 6:4 (1:1, 3:3, 2:0)

Tore: 1:0 Florek (12.), 1:1 Insam (19./PP), 2:1 DaSilva (24./PP), 2:2 Catenacci (24.), 2:3 Bardaro (28.), 2:4 Miceli (29.), 3:4 DaSilva (38.), 4:4 Lebler (40), 5:4 Kristler (42.),
6:4 Kristler (52.); – Keine Sorgen Eisarena Linz – 4800 Zuschauer

Black Wings entscheiden Torfestival für sich

Im Rahmenprogramm vor dem Spiel verbreitete eine Perchten-Gruppe Angst und Schrecken in der Keine Sorgen Eisarena. Auch die LIWEST Black Wings wollten den Füchsen aus Bozen das Fürchten lehren. Ein Vorhaben, für das die Mannschaft von Head Coach Tom Rowe einiges investieren musste. In einem intensiven und trefferreichen Spiel hatten letztlich die Hausherren weniger Furcht als die Südtiroler und vertrieben die Füchse mit 6:4 von der unteren Donaulände.

Oberösterreicher tonangebend

Die Linzer sind bereits nach 47 Sekunden mit dem ersten Unterzahlspiel konfrontiert. Florek kassiert wegen Behinderung eine zweiminütige Strafe und sieht von der Kühlbox aus, wie Bozens Insam im Duell gegen den zurückgekehrten Linz-Keeper Kickert das Nachsehen hat. Wieder komplett übernehmen die Stahlstädter nach und nach das Kommando in dieser intensiven Partie. Umicevic, Lebler und Leiler feuern die ersten gefährlichen Schüsse auf den Bozener Kasten ab, müssen sich aber noch bis zur zwölften Minute gedulden bis sie erstmals Grund zum Jubeln haben. Umicevic beweist auf der rechten Seite viel Übersicht und findet mit einem traumhaften Pass in den Rückraum Florek. Der Linzer Angreifer nimmt die Scheibe blitzsauber an und zieht sofort ab. Der scharfe Schuss zischt an Bozens Goalie Fazio vorbei ins Netz – die verdiente Führung der Wings, die auch in der Folge das bessere Team sind. Kurz vor Drittelende fängt sich Lebler eine Strafe wegen Behinderung ein. Nicht ohne Konsequenzen, denn nur wenige Sekunden nach Powerplaystart gelingt den Füchsen der Ausgleich. Nach einem Schuss von Ex-NHL-Crack Wiercioch, fälscht Insam den Puck unhaltbar zum 1:1 in die Maschen ab.

Linzer trotzen 5-Minuten-Black Out

Die LIWEST Black Wings kommen stark aus der Kabine und erzielen in der 24. Minute das 2:1. Umicevic schließt im Powerplay eine schnelle Kombination über Schofield und Lebler zur erneuten Führung ab. Was dann folgt, hat vermutlich sogar die Perchten in Angst und Schrecken versetzt. Die Heimischen stecken nur zwölf Sekunden später den Ausgleich ein und verlieren in der Folge völlig den Zugriff auf das Spiel. Selbst ein Time Out von Head Coach Tom Rowe kann nicht helfen, denn die Füchse aus Bozen drehen innerhalb von fünf Minuten die Partie. Nach einem unnötigen Scheibenverlust im Angriffsdrittel kontert Bardaro eiskalt und stellt in der 28. Minute auf 3:2 für die Gäste. Wieder nur wenige Sekunden später setzt Miceli einen drauf und erzielt von der rechten Seite das 4:2 für den HCB. Die Stahlstädter, sichtlich geschockt, brauchen etwas Zeit um sich wieder zu sortieren und profitieren gegen Ende des Drittels von Undiszipliniertheiten der Gäste. Gleich drei Bozener müssen innerhalb kürzester Zeit vom Eis und bescheren somit dem stärksten Powerplayteam der Liga eine 5:3-Überzahl. Die Linzer riechen nun Lunte und belohnen sich auch prompt mit dem Anschlusstreffer durch DaSilva. Wie von der Tarantel gestochen setzen die Stahlstadtjungs mit höchster Aggressivität nach und treffen kurz vor der Pausensirene durch Lebler zum 4:4 – jetzt steht die Keine Sorgen Eisarena endgültig Kopf, was für ein Comeback der Black Wings.

Noch immer auf Betriebstemperatur aus der Kabine kommend, heizen Lebler & Co den Italienern gleich ordentlich ein und drehen das Spiel wieder zu ihren Gunsten. Kristler trifft in der 41. Minute aus schier unmöglichem Winkel zum 5:4 für die Gastgeber. Nicht ganz ohne Mithilfe von Bozens Keeper Fazio, der in dieser Situation alles andere als glücklich agiert. Daraufhin wachen die Südtiroler auf und sorgen immer wieder für brenzlige Situation vor dem Linzer Tor. Bei einem Breakaway von Miceli muss Goalie Kickert sein ganzes Können auspacken um die Führung der LIWEST Black Wings zu behaupten. Die in der 52. Minute auf zwei Tore ausgebaut wird. Kristler schlenzt den Puck aus großer Distanz sehenswert ins Kreuzeck – was für ein Traumtor des 29-jährigen Angreifers, der mit seinem Doppelpack die Stahlstädter endgültig auf die Siegerstraße bringt. In den Schlussminuten versuchen die Weißroten nochmals ins Spiel zurück zu finden, beißen sich aber an der soliden Linzer Defensive die Zähne aus. Und so bleibt es nach einem intensiven Schlagabtausch mit kuriosem Spielverlauf beim 6:4-Erfolg der LIWEST Black Wings über den HC Bozen. Durch die Niederlage der Vienna Capitals im Heimspiel gegen die Graz 99ers ziehen die Oberösterreicher an den Hauptstädtern vorbei und setzen sich auf dem dritten Platz der EBEL-Tabelle.

Tabelle

Im Bild: Patrick Wiercioch (HCB Suedtirol Alperia), Brian Lebler (EHC Liwest Black Wings Linz), Eishockey, EHC Liwest Black Wings Linz vs HCB Südtirol Alperia
Copyrightvermerk: EHC Liwest Black Wings Linz/Eisenbauer
Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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