ÖSV – Wintersportsplitter: Stefan Kraft gewinnt in Nizhny Tagil (RUS)

Stefan Kraft hat am Sonntag in Nizhny Tagil (RUS) den ersten Einzel-Saisonsieg für Österreich gefeiert. Mit Sprüngen auf 140 und 134,5 Meter segelte der Salzburger auf das oberste Treppchen und verwies den Schweizer Kilian Peier und den Überflieger der letzten Saison, Ryoyu Kobayashi (JPN), auf die Ränge zwei und drei. 

Nach den starken Auftritten von Philipp Aschenwald (3. Platz) und Gregor Schlierenzauer (4.) beim gestrigen, ersten Einzelspringen in Russland, gelang Stefan Kraft heute der Sieg. Mit seinen Sprüngen gewann er mit 23 Punkten Vorsprung auf Peier und Kobayashi. Für Stefan Kraft ist es der 17. Weltcupsieg seiner Karriere. 

Der zweite Wettkampftag in Russland war geprägt von schwierigen Bedingungen. Schnell wechselnder und teils starker Wind bereitete einigen Athleten enorme Probleme und manche waren schlicht chancenlos. Zweitbester Österreicher wurde Michael Hayböck. Er landete mit 124,5 und 125 Metern auf dem 13. Platz. Jan Hörl, Daniel Huber und Philipp Aschenwald platzierten sich auf den Rängen 18, 19 und 20. 

***OT Stefan Kraft***
„Ich bin sehr happy! Es war ein schwieriger Wettkampf, oben ist ein starker Wind gegangen, aber heute lautete das Motto: ‚Volle Attacke‘. Es ist mir zweimal wirklich gelungen, voll zu riskieren und das war heute offensichtlich das beste Mittel, dass es mit dem Sieg funktioniert. Ich dachte mir zuerst, ich kann mit einem Vorsprung in den zweiten Durchgang gehen, dann setzte Kobayashi noch einen drauf, da habe ich natürlich schon blöd geschaut. Ich habe aber versucht im zweiten Durchgang wieder voll anzugreifen und dass es so aufgeht, ist super.“

Chiara Hölzl springt in Lillehammer auf Platz 2


***Lundby siegt erneut***

Auch in der zweiten Konkurrenz von Lillehammer gab es für Österreichs Skisprung-Damen einen Podestplatz. Beim Sieg von Maren Lundby (NOR) sprang Chiara Hölzl nach ihrem gestrigen dritten Platz heute auf Platz Zwei. Die Salzburgerin erreichte mit Weiten von 131 bzw. 119 Metern insgesamt 251,8 Punkte und setze sich damit mit 0,3 Punkte gegen die Drittplatzierte Sara Takanashi aus Japan durch. Hölzl stellt mit dem heutigen zweiten Platz ihr bestes Weltcup-Ergebnis bisher, einen zweiten Platz in Zao 2018, ein. 

Die ÖSV-Damen stechen heute vor allem durch ihre geschlossen starke Mannschaftsleistung heraus. Mit Eva Pinkelnig auf Platz 5, Marita Kramer auf Platz 9 (bestes Weltcupergebnis bisher), Jacqueline Seifriedsberger auf Platz 11 und Daniela Iraschko Stolz auf Platz 15 springen nicht weniger als fünf ÖSV-Athletinnen in die Top 15. Lisa Eder wird gesamt 24. 

Mit dem starken Ergebnis vom Wochenende führt das Team von Cheftrainer Harald Rodlauer die Nationenwertung an.

***Audiointerview Cheftrainer Harald Rodlauer:***
https://soundcloud.com/skijumpingaustria/harald-rodlauer-i-lillehammer-i-8122019

***Audiointerview Chiara Hölzl:***
https://soundcloud.com/skijumpingaustria/chiara-holzl-i-lillehammer-i-8122019

**Ergebnis Lillehammer 8.12.2019***
http://medias4.fis-ski.com/pdf/2020/JP/3070/2020JP3070RL.pdf

Das Team reist morgen Montag zurück nach Österreich. Der Skisprung-Weltcup der Damen geht kommendes Wochenende in Klingenthal (GER) in die nächste Runde, wo ein Wettkampf auf der Großschanze am Programm steht.

Snowbopard: Dritte Plätze für Claudia Riegler und Benjamin Karl bei Weltcup-PGS in Bannoye



Zwei dritte Plätze sind Claudia Riegler und Benjamin Karl am Sonntag beim Weltcup-Parallelriesentorlauf in Bannoye (RUS) für das ÖSV-Team herausgefahren! Die 46-jährige Salzburgerin setzte sich im kleinen Finale gegen die russische Lokalmatadorin Natalia Soboleva um elf Hundertstelsekunden durch und durfte sich nach Platz fünf im Parallelslalom am Samstag über ein weiteres Top-Resultat freuen. Benjamin Karl, der als Qualifikations-16. gerade noch in das Finale eingezogen war, hielt im Duell um Rang drei den Bulgaren Radoslav Yankov in Schach. PSL-Sieger Andreas Prommegger verpasste als Qualifikations-24. die Entscheidung der Top 16.

Claudia Riegler, die die Qualifikation als 13. gemeistert hatte, startete mit Erfolgen über die Niederländerin Michelle Dekker und die Schweizerin Patrizia Kummer in das Finale, ehe sie in der Vorschlussrunde gegen Ladina Jenny (SUI) den Kürzeren zog. In einem umkämpften kleinen Finale behielt Riegler gegen Sobolova dann jedoch wieder die Oberhand und holte damit ihren ersten Stockerlplatz seit ihrem Triumph im vergangenen Jänner beim Parallelslalom in Bad Gastein.

„Der Tag hat mit der Bestzeit im ersten Quali-Lauf gut begonnen, doch dann bin ich im zweiten Run zu brav gefahren. Ich habe mich durch den 13. Platz aber nicht beirren lassen – auch deshalb, weil die beiden Kurse sehr gleichmäßig waren. Außerdem habe ich mir dadurch auch kein einziges Mal Gedanken über die Kurswahl machen müssen. Im kleinen Finale wollte ich diesen dritten Platz unbedingt, deshalb habe ich von oben bis unten Selbstgespräche geführt und mir gesagt: Bleib dran, bleib dran, und ich bin drangeblieben. Es ist ein Traum, mit den Plätzen drei und fünf in die Saison zu starten“, freute sich Claudia Riegler. Die Platzierungen der weiteren Österreicherinnen: 17. Sabine Schöffmann, 20. Jemima Juritz, ohne Ranking: Daniela Ulbing. Die Deutsche Ramona Hofmeister setzte sich im großen Finale gegen die Schweizerin Ladina Jenny durch und feierte ihren fünften Weltcup-Sieg.

Nachdem sich Benjamin Karl mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf den Russen Valery Kolegov hauchdünn für das Finale qualifiziert hatte, sorgte er nach Siegen über den Südkoreaner Sangho Lee und den Italiener Aaron March im Halbfinale gegen Roland Fischnaller für eine Schrecksekunde, als er infolge eines gebrochenen Schuhs die Linie des Italieners kreuzte. „Das war knapp und hätte auch anders ausgehen können. Wir haben den Schuh dann noch soweit hinbekommen, dass ich das kleine Finale fahren konnte. Nachdem ich gestern die Qualifikation für das Finale verpasst habe, habe ich mit mir selbst gehadert. Zum Glück ist es sich heute für die Top 16 gerade noch ausgegangen, obwohl mir im zweiten Quali-Lauf ein Fehler unterlaufen ist. Aber mit dem Erreichen des Finales ist dann auch das Selbstvertrauen wieder zurückgekommen. Da ist dann ein ganz anderer ,Benji‘ am Start gestanden“, sagte Benjamin Karl.

Mit dem Vorstoß ins Viertelfinale holte der Kärntner Alexander Payer als Achter nach PSL-Rang vier am Samstag ein weiteres Top-Ergebnis. Der Steirer Sebastian Kislinger und der Kärntner Fabian Obmann fuhren auf die Plätze 11 bzw. 13. Der Salzburger Andreas Prommegger (24.), der Vorarlberger Lukas Mathies (25.), der Kärntner Aron Juritz (29.) und der Steirer Arvid Auner (31.) verpassten das 16er-Finale. Roland Fischnaller führte bei den Herren vor Mirko Felicetti einen italienischen Doppelsieg an.

Der Parallel-Weltcup wird nun Italien fortgesetzt, wo in Cortina d’Ampezzo (14.12.2019) und Carezza (19.12.2019) jeweils ein Parallelriesentorlauf gefahren wird.

Nordische Kombination: 8. Platz für Thomas Jöbstl in Lillehammer



Auch den zweiten Wettkampf von Lillehammer (NOR) konnte der bisherige Saison-Dominator Jarl Magnus Riiber für sich entscheiden. Riiber gewinnt 20,2 Sekunden vor seinem Landsmann Joergen Graabak und 47,9sek vor Vinzenz Geiger (GER). Thomas Jöbstl wird als bester Österreicher Achter (+1min4sek).

Der bestplatzierte Österreicher nach dem Springen war Franz-Josef Rehrl. Der Steirer musste sich im Springen lediglich Überflieger Jarl Magnus Riiber geschlagen geben. Beide hatten eine Weite von 139,5 Meter, aufgrund der höheren Punkteanzahl startete Riiber vier Sekunden vor Rehrl in die Loipe. Martin Fritz und Thomas Jöbstl gingen als 12. ex aequo mit 1min 33sek Rückstand ins Rennen.

Thomas Jöbstl startete sehr schnell und arbeitete sich im Rennen gemeinsam mit Vinzenz Geiger und Fabian Riessle nach vorne. Für den Kärntner resultierte schlussendlich der achte Gesamtrang, der mit ihm gleichzeitig gestartete Martin Fritz finishte als Zehnter (+1min30,1sek). Franz-Josef Rehrl hingegen fiel im Langlaufrennen zurück. Der Steirer lief zu Beginn auf Riiber auf, er musste in der zweiten Runde in Folge jedoch reißen lassen. Rehrl wurde im weiteren Rennverlauf von der Verfolgergruppe, in der sich Jöbstl und Fritz befanden, eingeholt. Er finishte am elften Gesamtrang (+1min35,8sek). Ein beherztes Langlaufrennen zeigte Lukas Greiderer. Der Tiroler lief nach einem verpatzten Sprung von Platz 30 mit der siebtbesten Laufzeit auf Platz 13 in der Endabrechnung vor.

***Die weiteren Platzierungen der Österreicher:***

30. Philipp Orter
34. Bernhard Gruber.
DNS: Lukas Klapfer

***Stimmen:*** 

***Thomas Jöbstl:*** (8.) „Der Sprung und die Ausgangsposition war heute wieder richtig gut. Das Rennen war ungemein hart, die Loipe war weich und tief, es hat mir alles abverlangt. Ich fühle mich läuferisch echt gut und kann weite Strecken mit den Schnellsten mitgehen. Das Podest war schon fast in Reichweite, ganz zum Schluss fehlen mir aber noch ein paar Körner. Auf die Leistungen vom Wochenende kann ich aber aufbauen.“

***Martin Fritz:*** Das Laufen hat heute besser als gestern gepasst, dafür das Skispringen nicht. Wenn ich beides auf den Punkt bringe, dann kann es fürs Stockerl reichen. Die Strecke war hart und am Anfang bin ich es etwas langsamer angegangen. Der zehnte Platz ist ok, in den nächsten Wettkämpfen möchte ich jedoch ein Wörtchen ums Stockerl mitreden.“

***Franz-Josef Rehrl:*** „Das Laufen war dieses Wochenende nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Jetzt heißt es trainieren und beim Weltcup in der Ramsau greifen wir wieder an.“

Die Mannschaft fliegt morgen Montag wieder zurück nach Österreich. Der nächste Weltcup in der nordischen Kombination findet in Ramsau am Dachstein statt, wo von 20. – 22. Dezember zwei Einzelbewerbe auf der Normalschanze am Programm stehen.

Biathlon: ÖSV-Damen-Staffel auf Rang sieben

Österreichs Biathletinnen Julia Schwaiger, Katharina Innerhofer, Lisa Hauser und Dunja Zdouc landeten beim 4 x 6 km Staffelbewerb in Östersund auf Rang sieben. Der Rückstand des ÖSV-Teams (7 Nachlader) betrug 2:09.5 Minuten.

Der Sieg beim Weltcup-Abschluss in Schweden ging an das norwegische Quartett Karoline Knotten, Ingrid Landmark Tandrevold, Tiril Eckhoff und Marte Olsbu Roeiseland. Dahinter landeten die Schweiz (erster Podestplatz/+8,5 sec.) und Schweden (+10,2 sec.) auf den Rängen zwei und drei. 

RENNVERLAUF:

Österreichs Startläuferin Julia Schwaiger zeigte ein solides Rennen. Mit drei Nachladern und 1:04,6 Minuten Rückstand übergab die Salzburgerin als Zwölfte an Katharina Innerhofer. Die 28-Jährige benötigte lediglich eine Zusatzpatrone und bestätigte in der Loipe ihre starke Form. Die Salzburgerin machte sechs Plätze und mehr als eine halbe Minute auf die Spitze gut und schickte Lisa Hauser als Sechste (+36,2 sec.) ins Rennen. Die Tirolerin, die nur eine Zusatzpatrone benötigte, zeigte ebenfalls eine starke Laufleistung und verbesserte Österreichs Position um einen weiteren Platz. So ging Schlussläuferin Dunja Zdouc als Fünfte (+24,8 sec.) in die Entscheidung. Die Kärntnerin zeigte am Schießstand mit je einem Nachlader eine ordentliche Leistung, büßte in der Loipe aber viel Zeit ein. Am Ende landete das ÖSV-Team mit 2:09.5 Minuten Rückstand auf Rang sieben.

Dunja Zdouc: „Die Mädels vor mir haben super Arbeitet geleistet, entsprechend motiviert bin ich ins Rennen gegangen. Die Bedingungen auf der Loipe waren durch den Neuschnee sehr schwierig. Ich habe versucht das Beste herauszuholen, habe dann leider in der letzten Abfahrt den sechsten Platz hergeben müssen. Vielleicht muss ich die Abfahrtshocke mehr üben.“

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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