Europäische Kulturhauptstadt Bad Ischl – Salzkammergut – die Inhalte

Das Projekt ist Anstoß, sich aktiv mit der Zukunft des Salzkammerguts auseinanderzusetzen. Wie wollen wir hier leben? Welche Herausforderungen gilt es zu bewältigen? Mit einem regionalen Kulturentwicklungsplan entwickeln wir eine langfristige Perspektive und nehmen die Zukunft kreativ und mutig in die Hand.

Auf Basis dieses Kulturentwicklungsplans wird das Bewerbungskonzept, das sogenannte >Bidbook< Bad Ischls und des Salzkammerguts als Kulturhauptstadt Europas 2024 erarbeitet.

Das Bidbook

Mit welchen Visionen, Strategien und Projektideen hat sich das Salzkammergut 2024 Team beworben? Die “Essenz” gibt in aller Kürze Einblick in das 60-seitige Bidbook der Vorauswahlphase. Das finale Bidbook wird am Ende der Shortlist-Phase im November 2019 publiziert.

Was ist eine Kulturhauptstadt Europas?

Seit 1985 wird Städten aus verschiedenen Ländern der Titel für ein Jahr verliehen. Die Länder stehen im Vorhinein fest: 2024 werden Österreich (nach Graz 2003 & Linz 2009) und Estland jeweils eine Kulturhauptstadt stellen.

Das Ziel ist, die Vielfalt von Lebensrealitäten in Europa sichtbar zu machen, gegenseitiges Verständnis zu fördern und nachhaltige Impulse zur Stadt- und Regionalentwicklung zu setzen. Neben Städten können sich auch mehrere Orte gemeinsam als Kulturhauptstadt-Region bewerben. Eine Stadt (> 10.000 EinwohnerInnen) muss jedoch den ‘Lead’ übernehmen. Im Falle von Salzkammergut 2024 ist das Bad Ischl.

Kulturhauptstadt und Kulturentwicklungsplan?

Kultur kann polarisieren, Denkanstöße liefern und Debatten darüber, wie wir unser Zusammenleben gestalten (wollen) in Gang setzen. Wir verstehen sie als Basis unserer Gesellschaft und gehen dabei von einem sehr breiten Kulturbegriff aus, der von »Hochkultur« über »Volkskultur« bis zu zeitgenössischer und kritischer Kultur alles umfasst.

In einem partizipativ erarbeiteten Kulturentwicklungsplan wollen wir gemeinsam die Leitlinien und Rahmenbedingungen für das kulturelle Schaffen im Salzkammergut bestimmen. Dieser Kulturentwicklungsplan stellt – unabhängig davon, wie sich der Bewerbungsprozess als Kulturhauptstadt Europas gestaltet – einen nachhaltigen, kulturpolitischen Handlungsrahmen dar.

Kulturpolitik ist Standortpolitik! Viele Gemeinden des Salzkammerguts sind von Abwanderung betroffen. Geschäfte und Gasthäuser müssen mangels Kundschaft zusperren, Ortskerne verwaisen und Arbeitsplätze werden rar. Insbesondere junge, gut ausgebildete Menschen müssen mangels Zukunftsperspektiven in größere Städte abwandern.

Um das Salzkammergut als zukunftsfähige Region zu positionieren und der Landflucht entgegen zu wirken, braucht es Visionen und strategische Planung. Der Kulturentwicklungsplan und die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2024 sind genau dafür da.

Wer macht mit?

Am besten alle! Jede*r ist herzlich eingeladen, Ideen und Gedanken beizusteuern. Das Büro Salzkammergut 2024 hat in den vergangenen Monaten einen breiten Beteiligungsprozess durchgeführt. Viele Menschen haben ihre Ideen und Meinungen mit uns geteilt. Wir freuen uns weiterhin über Initiativen aus der Zivilgesellschaft. Teile uns deine Fragen, Gedanken, Kritik, Anregungen und Ideen mit!

Können wir uns das leisten?

Natürlich ist Geld ein wichtiger Faktor, der nachhaltige Erfolg eines Kulturhauptstadtjahres ist jedoch nicht zwingend mit einem hohen Budget verknüpft – das zeigten bereits erfolgreiche Beispiele aus der Vergangenheit.

Wird Salzkammergut 2024 als Kulturhauptstadtregion Realität, kommt eine Drittellösung zu tragen. Der Bund, die Länder und die Gemeinden der Region sollen also jeweils ein Drittel des Budgets übernehmen. Dabei werden die Gemeinden durch den Melina Mercouri Preis der Europäischen Union in der Höhe von 1,5 Millionen Euro unterstützt.

Hier die offizielle Broschüre

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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