Versuchter Raubüberfall – Hinweise erbeten. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Bezirk Perg

Zwei bisher unbekannte Täter betraten am 2. November 2019 gegen 19:30 Uhr das Bürogebäude einer Firma in Grein. Der 57-jährige Firmeninhaber, welcher sich im 1. Stock des Objekts aufhielt, wurde durch die Geräusche der Eingangstüren auf die Personen aufmerksam und ging in das Erdgeschoß. Dort traf er auf die Männer, welche in gebrochenem Deutsch zuerst nach Arbeit und dann nach Geld fragten. Beides verneinte der 57-Jährige woraufhin einer der zwei Männer auf ihn losging. Er stieß ihn mit der Hand gegen die Schulter und forderte mehrmals in bedrohlichem Ton „Geld, Geld“. Als auch der zweite Mann auf ihn zuging, fühlte sich der Firmeninhaber massiv bedrängt und er versetzte dem zweiten Mann reflexartig einen Faustschlag ins Gesicht. In weiterer Folge flüchteten die zwei unbekannten Täter ohne Beute. Das Opfer blieb unverletzt, erlitt jedoch einen Schock. Ob der Täter durch den Faustschlag des Raubopfers verletzt wurde, ist nicht bekannt.

Personsbeschreibungen:
Zwei Männer, dunkle Haare und dunkler Hauttyp, beide dunkel bekleidet, ca. 170 cm groß, wobei einer etwas stärker und kleiner war. Beide hatten keinen Bart oder andere Auffälligkeiten. Die Täter waren weder vermummt noch trugen sie Handschuhe. Bewaffnung oder dergleichen wurde keine wahrgenommen bzw. eingesetzt. 

Alpine Notlage in Ebensee

Bezirk Gmunden

Zwei deutsche Kletterer, 63 und 47 Jahre alt, starteten am 1. November 2019 gegen 9 Uhr vom Parkplatz des Vorderen Langbathsees in Ebensee eine Klettertour auf das sogenannte Totenköpfl, eingebettet zwischen Kleinem und Großem Totengraben. Die Beiden waren für ihr Vorhaben gut ausgerüstet.
Gegen 11 Uhr nahmen sie die ersten Seillängen in Angriff und kamen gut voran. Vermutlich im Bereich der 5. oder 6. Seillänge wollten die Kletterer nach rechts in Richtung Großer Totengraben ausqueren, verpassten aber die Abzweigung im Bereich der Pfeilerspitze. Da sie immer wieder Bohrhaken und Abseilstände erreichten kletterten sie auch weiter. Die Route wurde allerdings zunehmend schwieriger und endete zudem als offene Fortsetzung. Dies dürften die Klettere zu spät erkannt haben. Beim steilen Gipfelaufbau zum Kleinen Totenkopf war endgültig Schluss, die letzten Versuche bei noch spärlichem Tageslicht nach links auszuqueren scheiterten. Deshalb biwakierten die Männer in einer Felsnische, ein Biwaksack stand nicht zur Verfügung.
Am 2. November 2019 gegen 7 Uhr entschlossen sich die unterkühlten und verunsicherten Kletterer via Alpinnotruf 140 einen Hilferuf abzusetzen und den Weiterweg bei lokalen Kennern zu erfragen. Aus diesem Grund wurde von der Alpinpolizei der Polizeihubschrauber angefordert. Die Crew konnte die Männer gegen 9:30 Uhr in der Wand entdecken und sie telefonisch zu einem ca. 50 Meter entfernten Querband leiten. Von dort kamen die Männer in leichteres, schrofenartiges und teilweise mit Latschen bedecktes Gelände und damit auch aus der Wand. Eine weitere Hilfe und auch eine Taurettung mit dem Hubschrauber lehnten sie kategorisch ab. Der Einsatz wurde daher von den Rettungskräften gegen 10 Uhr beendet.
Wie sich am Vormittag des 3. November 2019 im Zuge der weiteren Erhebungen herausstellte, stiegen die beiden Kletterer nach ihrem Abenteuer auch noch zu Fuß über den Feuerkogel bis ins Tal ab.

Rainer Hilbrand

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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