ASZ Schwanenstadt Eröffnungsfeier

Unsere Konsumgewohnheiten haben sich in den letzten Jahrzenten stark verändert. Globale Produktionsketten und online-shopping haben zu einem deutlichen Anstieg an billigen Konsumgütern und vor allem an Einwegverpackungen zur Folge und somit unseren Planeten mit seinen Rohstoffen an die Grenze geführt.

Aus diesem Grund wird es vor allem auch zukünftig immer wichtiger, bewusst mit unseren Konsumgewohnheiten umzugehen, Dinge möglichst lange zu verwenden, zu reparieren oder an andere Personen weiterzugeben um die Lebensdauer unserer Produkte zu verlängern.

Wird aus nicht mehr gebrauchten Dingen doch einmal Abfall, so sind die ASZ der beste Ort, um diese zu Entsorgen. Kontinuierliche Um- und Neubauten in den ASZ sind daher unbedingt notwendig, sodass sich die Infrastruktur an die sich ändernden Bedürfnisse anpasst.

Das ASZ Schwanenstadt wurde am 15. Juni 1993 eröffnet und steht seitdem der Bevölkerung von Schwanenstadt und den Umlandgemeinden für Entsorgungen aller Art zur Verfügung.

Insgesamt befinden sich 10 Gemeinden im Einzugsgebiet des ASZ mit rund

14. 000 BürgerInnen.

(Diese Gemeinden sind:  Schwanenstadt, Desselbrunn, Niederthalheim, Oberndorf bei Schwanenstadt, Pitzenberg, Pühret, Redlham, Rüstorf, Rutzenham, Schlatt)

Diese 26-jährige Nutzung ging natürlich nicht spurlos am ASZ vorüber, wodurch ein Um- bzw. Neubau notwendig wurde. Der Umbau erfolgt in zwei Phasen:

Ausbauphase 1 konnte bereits im November 2016 erfolgreich abgeschlossen werden und umfasste den Grün- und Strauchschnittannahmeplatz. Investitionen von rund EUR 180.000,00 waren hierfür notwendig.

Heute stehen wir nun hier vor dem Endausbau um das Ende der Ausbauphase 2 und gleichzeitig den Anfang einer modernen und innovativen Altstoffsammlung in Schwanenstadt zu feiern. Planungen für den Um- bzw. Neubau waren bereits seit 2012 im Gange. 

Am 25. Februar 2019 startete schließlich diese Ausbauphase 2, welche sich auf die Annahme- und Bevorratungshalle und den Außenbereich konzentriert. In einer Bauzeit von 7 Monaten konnte dieses Projekt realisiert werden.

Die Investitionen für Ausbauphase 2 belaufen sich auf rund EUR 1.000.000,00.

Der Zuschlag für die Ausschreibung wurde der Firma EW-Bau in Vöcklabruck als Generalunternehmen zugesprochen.

Extra vergeben wurden die HKLS und Elektro-Planungsleistungen, die Heizung- und Sanitärinstallation sowie die Elektroinstallation.

Als Architekt fungiert Dipl. Ing. Alois Schlager aus Vöcklabruck, welcher seit 2012 in die Planungen involviert ist.

Der Um- bzw. Neubau umfasst viele kundenfreundliche Elemente. Den Bürgerinnen und Bürgern von Schwanenstadt und den Umlandgemeinden stehen im ASZ nun eine moderne Annahmehalle und eine Sägezahnrampe zur Verfügung, wodurch die Entsorgung von sperrigen Abfällen erheblich erleichtert wird. Das getrennte Verkehrsleitsystem für LKWs und PKWs sorgt für zusätzliche Sicherheit und einen geordneten Ablauf.

Auch ein neues Büro mit Sozialraum sowie neue Sanitäreinrichtungen und ein neuer Problemstoffraum wurde realisiert.

Zudem wird im ASZ Schwanenstadt nun auch ReVital-Ware gesammelt. Die Bürgerinnen und Bürger können hier gebrauchte, aber noch funktionierende und gut erhaltene Waren abgeben. Diese werden in Kooperation mit der Volkshilfe im Volkshilfe-ReVital-Shop in der vöcklabrucker Industriestraße zu einem guten Preis weiterverkauft. Das freut nicht nur die Umwelt, sondern auch unser Geldbörserl. Ein Besuch im ReVital-Shop lohnt sich also.

Durch den Um- bzw. Neubau des ASZ Schwanenstadt wurden Strukturen geschaffen, die eine fachgerechte Trennung und Entsorgung noch attraktiver machen. Dabei trennen und entsorgen die Bürgerinnen und Bürger von Schwanenstadt bereits sehr lobenswert und vorbildlich, was sich an den Mengen bemerkbar macht. 

Im ASZ Schwanenstadt werden im Jahr durchschnittlich rund 3.000 Tonnen aller Fraktionen gesammelt.

Allein im Jahr 2018 konnten rund 2.000 Tonnen nur an Altstoffen und rund 245 Tonnen nur an Verpackungen gesammelt werden.

Parallel dazu ist in der Stadtgemeinde Schwanenstadt in den letzten 25 Jahren das Restabfallaufkommen deutlich gesunken. Waren es 1993 noch 92 Kilogramm pro Einwohner und Jahr, so sind es 2018 nur noch 86 kg.

Die Vorteile einer fachgerechten Trennung gegenüber einer Entsorgung im Restabfall liegen klar auf der Hand:

Landen alle Abfälle ungetrennt im Restabfall, so ist das eine Verschwendung wertvoller und vor allem begrenzter Ressourcen. Zudem ist die Entsorgung von Restabfall mit 290€ pro Tonne vergleichsweise hoch.

Werden die Abfälle hingegen fachgerecht im ASZ getrennt, so können bis zu 90% wiederverwendet werden. 

Eine Entsorgung der gängigen Abfälle im ASZ ist für die BürgerInnen kostenlos, die erzielten Erlöse der getrennt gesammelten Mengen spiegeln sich positiv in den Abfallgebühren von uns allen wider:

So bringt 1 Tonne getrennt gesammelte PS/PP-Verpackung im ASZ rund € 700,00.

(z.B. Joghurtbecher)

Durch eine kontinuierliche Nutzung des ASZ profitiert also nicht nur unsere Umwelt, sondern auch das Portemonnaie der Bürgerinnen und Bürger. Besonders in unserer heutigen Konsum- und Wegwerfgesellschaft und den dadurch ständig wachsenden Verbrauch an begrenzten Rohstoffen, ist eine richtige Trennung für die Wiederverwendung unabdinglich. Denn die ASZ sind die Bergwerke und Rohstofflieferanten der Zukunft!

Dass aber das “System ASZ” so gut funktioniert, ist dem Personal des ASZ Schwanenstadt zu verdanken. Diese sorgen trotz oft sehr schwieriger Rahmenbedingungen immer wieder für einen reibungslosen Ablauf, obwohl das nicht immer leicht ist.

Darum möchten wir uns recht herzlich bei den Mitarbeiterinnen des ASZ für ihr Engagement bedanken.

Rainer Hilbrand

About the author

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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